Komplementäre Programme?

Die Landtagswahlprogramme von SPD und CDU ergänzen sich vortrefflich. Die SPD will Mindestlöhne durchboxen und riskiert damit den empirisch gut belegbaren Schaden für geringqualifizierte Arbeitskräfte, zu denen vor allem auch Jugendliche gehören. Die Union, obwohl eher aus purem Populismus, reagiert damit mit Programmen zur Reduktion von Jugendkriminalität. Sehen so politische Selbstheilungskräfte aus? Wohl kaum. David Friedmans Zitat aus “Der ökonomische Code” dürfte da wohl eher passen:

„Ein Arzt fand eine Heilmethode, für die es keine Krankheit gab. Er zog sich die Heilmethode zu und starb daran.“

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5 Kommentare zu “Komplementäre Programme?”

  1. R.A.
    7.01.2008 | 14:10

    Es handelt sich hier um reine Wahlkampfblubberblasen. Nach der Wahl – egal wie sie ausgeht – wird davon keine Rede mehr sein.

    Um die eigentlichen landespolitischen Themen machen die “großen” Parteien eher einen Bogen, von Flughafenausbau und Rekordschulden ist keine Rede.

  2. 7.01.2008 | 14:15

    Keine Frage, hab ich doch beim Schreiben mit den Augen gezwinkert. Es passte einfach so schön.

  3. 7.01.2008 | 17:48

    [...] SteffenH von den BLOGs weist auf einen Zusammenhang hin, den man leider (realpolitisch gesehen) nicht von der Hand weisen kann. [...]

  4. Raul
    8.01.2008 | 0:20

    Wie definiert man eigentlich genau “Populismus”? Warum ist es populistisch, wenn man nach härteren massnahmen gegen kriminelle Ausländer ruft? Gehört es nicht zu einer gesunden Demokratie, dem Bürger verschiedene Programme zur Wahl zu stellen? Eine freie Gesellschat muss dies doch nicht verbieten, den mündige Bürger sollten doch selbst in der Lage sein, einzuschätzen was sie wollen und was nicht. Schliesslich heisst das ganze Prozedere ja “Wahl”.
    Hier in Südamerika geht im Bezug auf “kriminelle Ausländer” ganz anders zu und her. Vor ein paar Monaten, während der Panamerika Spiele, wurde ein Palästinenser beim verunglimpflichen des Pan-Maskottchens mit der Spraydose erwischt: ein paar Tage später war er zurüch im Gaza Strefen (oder Cisjordanland, so genau weiss ich das nicht).
    In Bolivien haben ein paar englische Jungs mit auf der Strasse gekauften Dynamitstangen ein paar Scheiben zerberstet. Nach ein paar Tagen Knast wurden sie ausgewiesen und dürfen nie mehr nach Bolivien einreisen.
    Kommt das Schmipfwort “populist” nicht von der römischen Republik, also von politiker die die Unterstützung der Plebs suchten, wie Gaius Gracchus, Tiiberius Gracchus, Gaius Marius und im endeffekt Gaius Caesar und Octavio Augustus? Und was genau bedeutet das für unsere Zeit? Gibt es Themen die den “Plebs” von heute überfordern, und in dem Sinne nicht diskutiert werden solten? Wer bestimmet weleche Themen Populistisch sind, und welche nicht?

  5. 8.01.2008 | 9:16

    Mal so ins Blaue hinein würde ich populistisch eine Politik nennen, die für bestehende Probleme grob vereinfachte Lösungen propagiert, die vielleicht nicht einmal realisierbar sind sondern nur für den Moment der Stimmenwerbung Bestand haben.

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