Macht Bush den Putin?

Larry Summers verlangt in der FT ein Eingreifen der Fiskalpolitik in den USA, um eine schwere Rezession zu verhindern. Der “Economist” und andere lehnen den Vorschlag ab, weil sie entweder den Maßnahmen selbst misstrauen oder der Fähigkeit der Politik, die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt umzusetzen.

SPON lehnt ihn ab, weil Bush ihn befürwortet.

Ich weiß, SPON ist ein zu billiger Gegner, aber beim Lesen der Überschriften stellt sich meist ein Gefühl zwischen Resignation und Verwunderung ein. In diesem Fall Letzteres, da mir nicht klar wird, wie Bush “sich” durch ein Konjunkturprogramm “retten” wollen soll. Vermutlich ist der Schreiber wegen all der Politiker-Dynastien in den USA etwas verwirrt und rechnet mit Bushs nochmaliger Kandidatur für das Präsidentenamt.

Es muss aber auch schwierig sein für die SPON-Truppe. Das Hauptziel der Attacken tritt definitiv ab, und bei den Kandidaten der Republikaner steht noch nicht fest, über wen man herziehen soll und wer für die Angriffe als Kronzeuge gebraucht wird.

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5 Kommentare zu “Macht Bush den Putin?”

  1. 9.01.2008 | 14:35

    Ich weiß, SPON ist ein zu billiger Gegner, aber beim Lesen der Überschriften stellt sich meist ein Gefühl zwischen Resignation und Verwunderung ein.

    Sorry, passt nur bedingt, aber ich musste gestern Tränen lachen als ich diese SPON-Überschrift lesen durfte: Edrosselter Junge: “Ich war eine gute Mutter.”

    Das ist fast schon Poesie.

  2. 9.01.2008 | 21:11

    “Ich weiß, SPON ist ein zu billiger Gegner, aber beim Lesen der Überschriften stellt sich meist ein Gefühl zwischen Resignation und Verwunderung ein.”

    Heute ist SPON erneut zur Hetze übergegangen:
    “Griechenland soll Flüchtlinge vor türkischer Küste aussetzen”. Erst nach ca. acht Stunden wurde es geändert in: “Griechenland soll Flüchtlinge vor türkischer Küste ausgesetzt haben”.
    SPON hat die größte Online-Redaktion Deutschlands, trotzdem lassen sie augenscheinlich Praktikanten die Überschriften entwerfen.

  3. stefanolix
    9.01.2008 | 22:58

    @HerrOlliB: Dahinter verbirgt sich nicht Hetze. Dahinter verbergen sich nur mangelhafte Deutschkenntnisse. Das ist auch schlimm, aber man muss es nicht schlimmer machen, als es ist.

  4. cozzzmo
    10.01.2008 | 3:31

    Die Tagesschau hat es sich heute ähnlich raushängen lassen: “Und anders als die amerikanischen Kollegen bemühen wir uns ja regelmäßig, unsere Vorwahlumfragen nicht als Vorhersagen, sondern als momentane Messung der Fiebertemperatur darzustellen.” (http://www.tagesschau.de/ausland/uswahl68.html)

    Toll, wie sich diese Leute alle auskennen.

    Was passiert eigentlich, wenn die Demokraten gewinnen? Mag man dann die Amis einfach wieder ein bisschen lieber, vielleicht so wie zu Bill Clinton-Zeiten, oder lässt man dann die Praktikanten nach irgendwelchen anderen Dingen suchen, über die man einfach mal wild herziehen kann? Ein Vorschlag wäre ja vielleicht Schwarzenegger, über den kann man bestimmt viele lustige Sachen schreiben.

  5. 10.01.2008 | 9:57

    @stefanolix
    Ich hatte wohl vergessen den Zynismus-Button öffentlich zu machen. Sorry;-)

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