9. Januar 2008
ZVS
Die Zentrale Studienvergabestelle (ZVS) soll im Zuge der vom Bundeskabinet beschlossenen “Qualifizierungsinitiative” wie viele obsolet gewordene öffentliche Institutionen zu einer Zentralen Aufgabenveränderungsstelle, ähm “Serviceagentur für mehr Transparenz im Studienangebot” umgewandelt werden. Das verursacht bei Ludger Wößmann vom Münchener ifo-Institut aus gutem Grund Bauchschmerzen:
Eigentlich hätten viele eher erwartet, dass die ZVS abgeschafft wird, denn durch die Studiengebühren und gesonderte Auswahlverfahren liegt mittlerweile ein großer Teil der Bürokratie bei den Unis selbst. Aber die Abschaffung der ZVS wäre wohl utopisch: Im öffentlichen Bereich werden Institutionen eben nicht abgeschafft, sondern bekommen neue Aufgaben.
Junge Frauen sollen zudem mit einem “Freiwilligen Technischen Jahr” weg vom Germanistik-, hin zum Maschinenbaustudium motiviert werden. Statt Oma und Opa trockenzulegen, wird dann die Werkhalle geputzt und die Drehmaschine geschmiert. Das bringt bestimmt den politisch korrekten Run von Frauen in die Ingenieurwissenschaften. Ich würde sagen, man sollte das Ein-Bildungspolitik nennen.
Verfasst von SteffenH um 15:49 Uhr in der Kategorie Bildungspolitik, Politik (Trackback)