Weniger wird mehr

Ökonomen nennen es Rebound Effect, wenn ein geringerer Ressourcenverbrauch eines Produktes seine Nutzungskosten senkt und damit zu einem Mehrverbrauch des Gutes führt. Eigentlich ist es auch die Geschichte unserer wirtschaftlichen Entwicklung, in der wir durch immer produktiveren Ressourceneinsatz Kosten senken konnten und damit in der Lage waren immer mehr zu konsumieren. Jetzt hat der indische Automobilbauer Tata dieser Entwicklung mit einem Kleinwagen für 1700 Euro ein weiteres Beispiel hinzugefügt. Optimisten erwarten, dass bald Millionen dieser Kleinfahrzeuge auf den Straßen von Entwicklungs- und Schwellenländern unterwegs sind.

Ähnliche Beiträge


4 Kommentare zu “Weniger wird mehr”

  1. stefanolix
    10.01.2008 | 21:59

    Schön finde ich den Abschluss des Tagesschau-Beitrags:

    Skepsis herrscht allerdings, ob das schlichte, leichte Volksauto den Sprung in westliche Industriestaaten schafft, wo Sicherheits- und Umweltstandards strikter sind.

    Ich vermute, dass man in der EU irgendein Instrument des Protektionismus finden wird, damit der Kunde dieses Auto hier nicht kaufen kann. Oder zum Preis eines Smart;-)

  2. 11.01.2008 | 12:07

    Das Thema war mir für eine Erwähnung zu traurig. ;-)

  3. 12.01.2008 | 11:42

    Gerade der Hinweis “weniger ist mehr” ist entscheidend.
    Ist denn in deutschen Autos nicht schon “zuviel des Guten” drin?

    Ob nun Elektronik, Airbag und automatischer Kofferraum-Öffner?

    In Schwellenländern, wie Indien und Afrika sind Autos mit Blattfedern und Chassis wie beim Trabbi gefragt, um selbst Hand mit dem Hammer anlegen zu können, statt mit dem Diagnose-PC.

    Gruss :D
    Karl

  4. 13.01.2008 | 15:59

    Ich kann nicht beurteilen,was “zuviel des Guten” ist. Das hängt davon ab, was die Kunden nachfragen und bezahlen. Mir persönlich ist der ganze eigene PKW schon zuviel, wohlgemerkt bei mir. Was andere wollen,hab nicht ich zu entscheiden.

Bad Behavior has blocked 1612 access attempts in the last 7 days.