15. Januar 2008
Bahnstreik: Die Quittung
Nach Lohnerhöhungen für Lokführer: Bahn erhöht Preise und streicht Stellen (Handelsblatt; Hervorhebung hinzugefügt)
Der Abschluss gehe weit über das wirtschaftlich vertretbare Maß hinaus und sei eine „Niederlage, nicht nur für die Bahn, sondern für den Standort Deutschland“, sagte Mehdorn. Den jährlichen Schaden bezifferte er auf 200 Mill. Euro, für die kommenden fünf Jahre ergebe sich eine „Belastung in Milliardenhöhe“, die es aufzufangen gelte.
Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht das anders. Auf der Pro Bahn Homepage steht die Mitteilung:
Mehdorn will Preise erhöhen - PRO BAHN kritisiert
Hartmut Mehdorn hat angekündigt, dass zur Finanzierung der Lohnsteigerungen der Lokführer die Preise für Bahnfahrkarten erhöht werden müssten. PRO BAHN hat dies in einer ersten Stellungnahme kritisiert, und auf die hohen Gewinne der DB AG verwiesen. Lesen Sie mehr beim Manager-Magazin.
Na, dann machen wir das doch (Hervorhebung hinzugefügt):
(…)
Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Ankündigung von Fahrpreiserhöhungen scharf kritisiert. Pro-Bahn-Sprecher Hartmut Buyken sagte der Nachrichtenagentur DDP, Bahnchef Mehdorn versuche erneut mit irreführenden Rechnungen die Kunden “abzuzocken”. Zwar werde der Tarifabschluss zu Mehrkosten führen. Diese dürften aber angesichts der angestrebten Lohnerhöhungen und der Anzahl der Beschäftigten lediglich im zweistelligen Millionenbereich liegen.
“Außerdem hat die Bahn immer stolz auf ihre hohen Gewinne hingewiesen. Da gibt es ganz offensichtlich keinen triftigen Grund für erneute Tariferhöhungen”, sagte Buyken.
(…)
Mein Vorschlag: Mehdorn wird neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz; dann würde er mir nur als Katholik auf die Ketten gehen und nicht als Bahnkunde.
Verfasst von Marian Wirth um 13:45 Uhr in der Kategorie Wirtschaft (Trackback)