16. Januar 2008
Geld oder Wahrheit
Ohne Worte:
Während der geschmeidige Romney eine gewaltige Finanzspritze aus Washington und gesetzliche Erleichterungen für die Autoindustrie beim Umweltschutz versprach, verfolgte der kantige Vietnamveteran McCain die riskante Strategie, „harte Wahrheiten“ zu verkünden. Jeder Kandidat, der sage, dass die traditionellen Jobs in der Autoindustrie zurückkommen würden, sei entweder naiv oder rede nicht Klartext, hatte er im Wahlkampf verkündet, in der Hoffnung damit die Stimmen von parteilosen Wählern zu gewinnen. Deren Unterstützung für McCain fiel jedoch deutlich geringer aus als 2000. Der in Michigan aufgewachsene Romney dagegen erhielt breite Zustimmung von traditionellen republikanischen Wählern.
(Amerikanische Vorwahlen: Finanzspritze statt „harter Wahrheiten“. Von Katja Gelinsky, Washington, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Verfasst von Marian Wirth um 22:20 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, International, Politik (Trackback)