16. Januar 2008
Kult- oder Kulturlandschaft?
Die EU macht das Offenhalten von aus der Nutzung gefallenen Acker- und Grünlandflächen für eine zukünftige Nutzung zur Bedingung für Subventionszahlungen. Das Land Baden-Württemberg finanziert seit Jahrzehnten Offenhaltungsversuche, um herauszufinden, wie sich die Sukzession der Natur auf ehemaligen Agrarflächen am besten verhindern lässt. Doch die mitgelieferte Begründung, die solche Dinge wie Erhaltung von Grenzertragslagen für zukünftige Nutzungen oder die Furcht vor Verwaldung ganzer Landstriche aufzählt, will mir nicht einleuchten. Was haben wir dagegen, dass sich die Natur ohne uns entwickelt, wo wir doch sonst zurück zur Natur wollen? Weshalb greifen wir dann in natürliche Veränderungen der Artenzusammensetzung ein und erzwingen eine Kulturlandschaft, die ihre Wurzeln in einem alles andere als “natürlichen” Bewirtschaftungssystem hat? Kann mir das jemand erklären?
Verfasst von SteffenH um 18:00 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Steckenpferde der Autoren, Umweltpolitik (Trackback)