Ökos auf großen Füßen

“Wasser predigen und Wein trinken” ist wohl nicht nur ein häufiger Vorwurf gegenüber ein paar handverlesenen Politikern, Stars und Ökoaktivisten, die mit ihrem Ökomarketing den Globus überziehen und dabei oft nicht nur eine Menge heißer Luft, sondern auch reichlich Klimagase produzieren. Nein offenbar sind unsere Mitbürger, die sich selbst als umweltbewusste Konsumenten bezeichnen, generell Menschen mit besonders großem ökologischen Fußabdruck. Jedenfalls zeigen Umfrageergebnisse, dass die Ökos unter den britischen Verbrauchern, mit größerer Wahrscheinlichkeit Flugreisen unternehmen und ein Auto besitzen als der Durchschnittsbürger. Ein ähnlicher Trend gilt für Frankreich und die USA.

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11 Kommentare zu “Ökos auf großen Füßen”

  1. jopa
    16.01.2008 | 13:40

    Immer wieder hübsch, aber eigentlich nicht neu - dergleichen Untersuchungen existieren auch für Deutschland (habe gerade leider keine Quelle zur Hand). Ich erinnere mich z. B. an Ergebnisse, nach denen Wähler der GRÜNEN besonders gut mit PKW ausgestattet waren. Am wenigsten (auto-)mobil waren hingegen die Wähler der SPD…

  2. R.A.
    16.01.2008 | 14:00

    Das dürfte in Deutschland ähnlich sein - mit Ausnahme vielleicht einiger grüner Hochburgen in den Städten, wo die Grünen sich eine steuerfinanzierte Luxus-Infrastruktur schaffen konnten.
    Da bleiben dann nur noch überproportional viele Flugreisen.

  3. FG
    16.01.2008 | 14:07

    @ R.A.
    Welche “steuerfinanzierte Luxus-Infrastruktur” (gemeint ist wohl ÖPNV, oder?) in einer deutschen Großstadt wurde bitte maßgeblich von “den Grünen” (mit)geschaffen? Nur zwei Beispiele bitte.

  4. Andreas
    16.01.2008 | 14:52

    @FG

    Ich denke nciht, daß nur ÖPNV gemeint ist. Hierzu gehört auch “Vermeidung langer Wege” durch z.B. nahe liegende öffentliche Theater o.ä., die einem das Leben ohne Auto deutlich angenehmer machen, wenn man solche Einrichtungen gerne aufsucht und diese nur einen Fußweg weit entfernt sind.

  5. 16.01.2008 | 15:23

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich als notorischer Nichtflieger, Bahn- und ÖPNV Benutzer (obwohl “besonders gut mit PKW ausgestattet”), das alles wieder rausreiße, sind natürlich die Scheinökos und Trittbrettfahrer das Problem:

    Geoff Wicken, the author of the report, pointed to David Cameron, the Conservative leader, as a classic eco-adopter because despite styling himself as a green warrior he also takes flights in private helicopters and planes.

    Davon mal abgesehen, wer sind eigentlich “die Ökos”?

  6. FG
    16.01.2008 | 15:58

    R.A, ach Du redest von den hunderten steuerfinanzierten Theatern und anderen Kultureinrichtungen, die in Deutschlands Kommunen unter Grünen Stadtregierungen neu entstanden sind? Na dann hab ich´s verstanden. Ich werde im Übrigen den versammelten hiesigen Wahlkämpfern jedweder Färbung, die mich im Moment nerven, erzählen, dass ihre Forderungen nach mehr Stadtteilkultur nur den Ökos in die Hände spielt.

  7. 16.01.2008 | 16:31

    @balou:

    Ich bin nicht sicher, ob Cameron & Co. zu den Befragten gehören. Ich selbst kenne eine Menge von Umwelt-Vorreitern, deren ökologischer Rucksack schon auf bloßen Augenschein den von Otto-Normal-Verbraucher übersteigt. Wer viel verdient (und hoffentlich auch viel produziert), der konsumiert zwangsläufig auch viel. Es es sind ja nicht nur die geistigen Genüsse, die das moderne Bildungsbürgertum genießt.

    Ökos? Na, du bist zum Beispiel einer. Oder liest du deinen eigenen Blog nicht? Übrigens, ich hab nicht einmal ein Auto, bin also so eine Art wassertrinkender Weinprediger. ;-)

  8. R.A.
    16.01.2008 | 17:07

    @FG:
    > Welche
    > “steuerfinanzierte
    > Luxus-Infrastruktur”

    Das sind auch einige ÖPNV-Maßnahmen, die in grünen Hochburgen deutlich besser ausfallen (in grün mitregierten Städten natürlich) als Einwohnerzahl und Struktur es rechtfertigen würden.

    Noch viel teurer kann aber die städtebauliche Förderung werden, mit hohen Zuschüssen für private Wohnprojekte, Gärten und “Gemeinschafts”-Einrichtungen.

    > Du redest von
    > den hunderten
    > steuerfinanzierten
    > Theatern
    Nein, davon habe ich kein Wort gesagt.

  9. FG
    16.01.2008 | 17:21

    @R.A.
    Sorry, Adressaten verwechselt, ging natürlich an Andreas da oben.

    Die richtig teuren ÖPNV-Investitionen, die die Infrastruktur im wesentlichen ausmachen, insb. also U-Bahn und S-Bahn, standen in den meisten Städten im wesentlichen schon bevor die Grünen mitzureden hatten. An meinem aktuellen Wohnort gehen sicherlich ein paar Busbeschleunigungen und ähnliches auf die Grünen zurück. Den Wahnsinnsvorschlag einer Ring-U-Bahn, die mehrere Milliarden kosten würde, haben wir allerdings einer Partei zu verdanken, die mit C beginnt. Was Vorschläge fürs Geld ausgeben angeht geben die sich alle nicht viel (einschließlich der FDP).

  10. R.A.
    16.01.2008 | 18:00

    @FG:
    Nun ja, bei uns hat sich der grüne Bürgermeister in sein Stadtviertel eine neue Straßenbahnlinie bauen lassen …
    (was ich übrigens sinnvoll fand und unterstützt habe).

    Ärgerlich eher, daß er beim Hausbau wg. “Öko-Förderung” erhebliche Summen von der Stadt zugeschossen bekam.

    Aber was ich eigentlich meinte war die teure Nachtbus- und Rufbus-Versorgung grün dominierter Altstadtviertel, die eigentlich schon vernünftigen ÖPNV hatten und wo man die Kneipen auch noch fußläufig erreichen könnte.

    Aber in der Tat: Beim unsinnigen Geldrausschmeißen machen viele mit, das ist keine Domäne der Grünen.

  11. 16.01.2008 | 21:12

    Links - 16.01.2007…

    Mein Alice DSL geht jetzt schon 2 Tage am Stück. 1MBit Upstream, 10 M/Bit down. Aber die haben bestimmt nichts geändert!Pirate Bay Chef Rick Falkvinge im Gespräch. Interessant zu lesen. Noch interessanter zu lesen ist aber dieser kleine Bericht ü…

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