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Es gibt da etwas, das nennt sich OECD. Laut Wikipedia handelt es sich hier um eine von 30 Mitgliedstaaten getragene Organisation, die den Charakter einer permanent tagenden Konferenz hat. Diese Konferenz hat auch eine kleine Bürokratie mitbekommen, die jährlich ein paar hundert Millionen Euronen unter die eigenen Leute bringt.

Insgesamt sehen sich Sekretariat und Direktorate in erster Linie als Denkfabrik, die Probleme frühzeitig erkennt und Lösungsmöglichkeiten zur Diskussion stellt. Große Verdienste hat sich die OECD durch ihre Arbeit im statistischen Bereich und als Forum für den Erfahrungsaustausch erworben.

Das klingt ja alles nicht schlecht, bloß warum bekommen die Meinungen von deutschen Wissenschaftlern zu deutschen Problemen in der Öffentlichkeit höhere Weihen verliehen, nur weil die betreffenden Damen und Herren bei dieser Organisation angestellt sind? Hüten die dort den Stein der Weisen? Habe ich ein Unfehlbarkeitsdogma verpasst? Eröffnen sich gar ungeahnte Einsparungschancen im hiesigen Wissenschaftsbetrieb?

Oder gilt einfach die schlichte Wahrheit, dass bei der OECD automatisch die größten und unumstrittenen Autoritäten ihres Fachs versammelt sind? Hängen Hunderte von Bildungsforschern an den Lippen eines Herrn Schleicher, um seiner höheren Weisheiten teilhaftig zu werden? Ist Monika Queisser ein Name, der in der Finanzwissenschaft einen Ruf wie Donnerhall genießt und nur wegen der fiesen Machenschaften der INSM (mögen ihre Schecks immer gedeckt sein!) bisher der deutschen Öffentlichkeit unbekannt blieb?

Aber wahrscheinlich ist es viel einfacher: Wer die Daten verarbeiten darf, dessen Meinung gilt als besonders kompetent. Um ähnliche Unglücke wie das uns seit zwei Jahren beschäftigende zu verhindern, schlage ich vor, die nächsten Koalitionen durch Matthias Jung bestimmen zu lassen.

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