Heute: Bochum. Morgen: Dresden

oder: Money for nothing and chips for free.

Alle reden über Nokia und Bochum. Außer Bernd, der hat gelernt:

Die hochsubventionierte Chip-Industrie im Raum Dresden wird in einigen Jahren das gleiche Debakel erleben. In schöner Regelmäßigkeit verpulvert Georg Milbradt neue Steuermillionen für sein „Silicon Saxony“. Im jüngsten Subventionswettlauf verlor Dresden trotzdem schon gegen New York. Und irgendwann zieht der US-Konzern AMD ganz weiter. Und dann wird wieder demonstriert: Die Wette gilt.

Kommentar: Eins, zwei, viele Nokias. Von Bernd Ziesemer, Handelsblatt

Brauchen eigentlich die Käufer des Handelsblattes solche Kommentare? Also, ich würde mich ärgern, wenn ich Geld dafür bezahlen müsste, etwas zu lesen, was ich schon weiß. Aber das ist ja nicht mein Problem, sondern das der Handelsblatt-Käufer.

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7 Kommentare zu “Heute: Bochum. Morgen: Dresden”

  1. 19.01.2008 | 10:27

    [...] macht mich noch verrückt. So richtig der Kommentar von Herrn Ziesemer im übrigen ist, dieser Satz hier ist einfach nur dumm: Kluge Entwicklungsländer wie China wissen, dass es gegen den Strukturwandel nur ein einziges Mittel gibt: sich ihm nicht zu widersetzen, sondern immer höherwertige Waren zu produzieren. [...]

  2. stefanolix
    19.01.2008 | 10:46

    Das stimmt so nicht ganz. Dresden ist keine verlängerte Werkbank, sondern bei uns gibt es etwas mehr als nur Chipherstellung. Forschung und Entwicklung sind in Dresden gerade in der Halbleiterindustrie sehr eng verbunden: durch die Verzahnung mit den Fraunhofer-Instituten und den Hochschulen, durch Kooperationen der Konzerne untereinander und durch eine deutlich nachhaltigere Ansiedlungspolitik als in NRW.

  3. 19.01.2008 | 10:48

    stefanolix,

    Du kannst ja die Wette von dem Bernd annehmen. Eine Wette unter Bloggern, das wäre ja mal was. Nur über den Zeitpunkt müsstet Ihr Euch dann noch einigen.

  4. stefanolix
    19.01.2008 | 11:20

    Ich wette, dass es länger als in Bochum halten wird ;-)

  5. 19.01.2008 | 11:53

    Was haltet ihr davon so etwas wie Intrade Prediction Markets in deutsch ins Leben zu rufen? Dann können wir fleißig irgendwelche Events verzocken und nebenbei springt noch etwas Kohle ab.

  6. 19.01.2008 | 17:05

    Durch dieses Zitat wird der Kommentar aber erst auf das verkürzt, was Du, Marian, kritisieren willst. Ziesemer weist ja darauf hin, dass das Handelsblatt vor drei Jahren schon das Ende der Handy-Produktion in Deutschland prophezeit hatte. Und jetzt will er seine Gabe wieder unter Beweis stellen. Und bietet eine Wette an.

  7. 19.01.2008 | 20:05

    Moment, Marc. Ich stimme mit Herrn Ziesemer zu 95% überein. Nur zwei Umstände stören mich:

    1.) Dass Herr Ziesemer zu den falschen Leuten predigt. - Dafür, dass andere Journalisten den Schwerpunkt eher auf das Verhalten von Nokia legen und ihren Lesern in Bezug auf die Globalisierung Sand in die Augen streuen und so der EU-Bürokratie und den meisten deutschen Politikern zuarbeiten, kann Herr Ziesemer aber nichts.

    2.) Dass Herr Ziesemer offenbar meint, China sei auf die Globalisierung besser vorbereitet als Deutschland und chinesische Politiker hätten klügere Rezepte als deutsche. - Das habe ich im Folgeeintrag thematisiert.

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