19. Januar 2008
Obama lobt Reagan
Unabhängig davon, wie man zu den beiden Kandidaten im Rennen um die US-Präsidentschaft steht, verfolgen John McCain und Barack Obama m.E. zumindest interessante Strategien.
Während McCain den von der wirtschaftlichen Lage dort gebeutelten Wählern in Michigan erzählte, ihre Jobs seien nicht verloren, sondern halt jetzt woanders, ist Barack Obama gedanklich offenbar schon in der Endausscheidung:
Obama stieß mit positiven Äußerungen über die Regierungszeit von Ronald Reagan auf Kritik seiner Rivalen. Der Republikaner habe vor einem Vierteljahrhundert Amerika in einer Weise verändert, wie es der Demokrat Bill Clinton nicht getan habe, sagte Obama in einem Zeitungsinterview. Die Republikaner seien damals die Partei der neuen Ideen gewesen.
Clinton sagte, sie könne diese Einschätzung der jüngeren Vergangenheit nicht teilen. Es sei kaum eine gute Idee gewesen, die Altersversorgung zu privatisieren, den Mindestlohn abzuschaffen, die Gesundheitsleistungen zu kürzen und den Staat in die Verschuldung zu treiben. Der bislang drittplatzierte Bewerber John Edwards stellte nach Obamas Äußerungen dessen Positionen in der Arbeits- und Sozialpolitik in Frage. Reagan habe die Gewerkschaften unterdrückt und das Steuersystem zugunsten der reichsten Amerikaner verändert.
(Quelle: F.A.Z.)
Verfasst von Marian Wirth um 20:34 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)