US-Präsident: Ein unglaublich einfacher Job

Da es ja noch nicht einmal mehr ein Jahr dauert, bis der nächste Inauguration Day vor der Tür steht, habe ich mir mal die Eidesformel angeschaut. Ich war überrascht, dass POTUS doch ein recht entspannter Job ist. Jedenfalls, wenn man die amerikanische Eidesformel mit der deutschen vergleicht:

Oath of office of the President of the United States (United States Constitution, Article 2, Section 1, Clause 8)

I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States.

Ich, [Name] schwöre [oder bekräftige] dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausführen und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften wahren, schützen und verteidigen werde.

“So help me God” steht nicht in der Verfassung.

Amtseid (Art. 56 Satz 1 Grundgesetz)

Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Nach Art. 56 Satz 2 GG kann der Eid auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.

Wenn ich es recht bedenke, braucht man eigentlich nicht mehr über den Unterschied zwischen Amerika und Deutschland zu wissen. Vergleiche die Eidesformeln, mein Freund.

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7 Kommentare zu “US-Präsident: Ein unglaublich einfacher Job”

  1. 22.01.2008 | 21:26

    Was soll ich daraus herleiten? Dass die Stellung des Präsidenten eine ganz andere ist als die des Bundeskanzlers? Dass der Bundeskanzereid etwas moderner ist als der Präsidenteneid von Siebzehnhundertschnee? Dass den Grundgesetz-Schreibern noch die Erfahrungen des Dutzendjährigen Reiches lebhaft vor Augen hatten und deshalb den Reichkanzlereid um “seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden” ergänzten?

  2. Thomas
    22.01.2008 | 21:47

    Man könnte daraus herleiten, dass Amerikaner sich kürzer fassen können und dass Deutsche mehr Pathos und Schmalz brauchen.

  3. 22.01.2008 | 22:28

    Ey, nix gegen Hölderlin!

  4. FG
    23.01.2008 | 8:06

    Man könnte daraus herleiten, dass … Deutsche mehr Pathos und Schmalz brauchen.

    Hallo? Solemnly? Kein Pathos?

    Außerdem weiss ich nicht, warum “faithfully execute the Office of President of the United States” auf einen entspannten Job hindeuten soll. Ich habe die genaue Arbeitsplatzbeschreibung zwar noch nie gelesen, aber etwas aufwändiger als Sparkassenbeamter dürfte das wohl schon sein, so als Commander in Chief etc.

  5. Milfweed
    23.01.2008 | 14:11

    Ich freue mich jetzt schon tierisch diesen Eid demnächst von Ron Paul hören zu dürfen :)

  6. 23.01.2008 | 14:35

    Wäre das dann nicht Amtsanmaßung?

  7. Milfweed
    23.01.2008 | 16:40

    @ Björn
    Du gehst davon aus, dass das nicht passieren wird, wie? ^^
    aber wenn die Amis bald 10 Dollar für ein Stück Brötchen ausgeben müssen dann überlegen sie es sich gut wen sie wählen.

    :D

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