Helmut Schmidt – Deutschlands mutigster Raucher?

Gestern hat ein Freund in trauter Runde erzählt, dass er im Oktober zusammen mit Helmut Schmidt an einer Diskussion in einem Hotel in Shanghai teilgenommen habe. Da es sich um ein amerikanisches Luxus-Kettenhotel gehandelt habe, sei striktes Rauchverbot selbstverständlich gewesen. Als nun Schmidt Anstalten machte, sich eine Zigarette anzuzünden, sei er höflich von einem Hotel-Angestellten auf dieses Rauchverbot hingewiesen worden. Daraufhin habe Schmidt den Hotel-Angestellten etwa 30 Sekunden lang gemustert (wohl ungefähr so, wie er einen Ypsilanti-Wahlkampfspot mustern würde) und dann angefangen zu rauchen – was den Hotel-Angestellten dazu veranlasste, davonzurennen und drei Minuten später mit einem Aschenbecher wiederzukommen.

Abends habe ich dann gelesen, dass Schmidt angezeigt worden sei, weil der Anzeigende ein Foto in der BILD-Zeitung gesehen habe, das den rauchenden Schmidt bei einer Veranstaltung in Hamburg abbildete.

Der Süddeutschen Zeitung war das einen ellenlangen Kommentar wert  (den ich nicht gelesen habe), der wiederum Don Dahlmann dazu veranlasst hat, von der SZ als täglicher Online-Lektüre Abstand zu nehmen.

Bei allem, was man dazu schreiben könnte, sind folgende Fragen bei mir vorherrschend: Was sind das für Leute, die jemanden aufgrund eines Fotos in der BILD-Zeitung anzeigen? Und kann man nicht wenigstens für Bundeskanzler a.D. eine Ausnahme vom Rauchverbot machen?

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44 Kommentare zu “Helmut Schmidt – Deutschlands mutigster Raucher?”

  1. 25.01.2008 | 14:13

    Also, ich finde es gut, dass diese Anzeige kommt – und auch, dass sie ein so großes Medienecho gefunden hat. Erstens leben wir in einem Land, in dem vor dem Gesetz alle gleich sind. Man kann nicht fast allen seiner Besucher das Rauchen untersagen und Helmut Schmidt dann noch einen Aschenbecher hinstellen; genau dieses “Quod licet Jovi” ist ja einer der Gründe, warum die Menschen von unserem politischen und juristischen System so enttäuscht sind. “Gehängt werden immer nur die Kleinen, die Großen machen, was sie wollen”. Also: Wenn schon Rauchverbot, dann am gleichen Ort auch für alle, egal wie wichtig sie sind!

    Zweitens ist schön, dass hier einmal durch alle Medien hindurch gezeigt wird, was für ein Fanatismus, was für ein Wille zur Bevormundung bei vielen Anti-Raucher-Aktivisten vorherrscht. Während die meisten “normalen” Nichtraucher es zwar ganz nett finden, dass die Rauchbelästigung jetzt für sie geringer ist, sind doch viele von ihnen der Ansicht, dass das totale Rauchverbot eigentlich blödsinnig ist – jedenfalls die, mit denen ich spreche. Diejenigen, die das Rauchverbot wirklich klar befürworten sind vielfach solche Blockwarte wie der, der Schmidt hier angezeigt hat. Und da es schon so viele namenlose Leute ohne Medienaufmerksamkeit getroffen hat, ist es schön, dass ein solcher Fall mit Helmut Schmidt auch mal die Öffentlichkeit erreicht.

  2. R.A.
    25.01.2008 | 14:29

    Boah, schwierig.

    Schon richtig, daß Gesetze für alle gleich gelten und man keine Ausnahme für Ex-Kanzler machen kann.

    Ob nun aber die Berichterstattung über Schmidt die Blockwart-Mentalität gewisser Militanter entlarvt – da zweifele ich.

  3. 25.01.2008 | 14:50

    Ich finde die Anzeige (und das Medienecho) ebenfalls gut: Hoffentlich wird dadurch der Irrsinn hinsichtlich des hinter dem sogenannten “Nichtraucherschutz” stehenden Gedankens offensichtlich … aber wahrscheinlich bin ich zu optimistisch

  4. dagny
    25.01.2008 | 15:14

    Anstelle eines quod licet Jovi sollte das Rauchverbot gekippt werden. Zumindest das gesetzlich verordnete.

  5. Buenavista
    25.01.2008 | 16:31

    Ich bin Nichtraucher.
    Aber diese Nichtraucher-Taliban sind mir unangenehmer als ein rauchendes Gegenüber.

    Und ja, diesen Blick von Helmut Schmidt kann ich mir gut vorstellen.

  6. 25.01.2008 | 17:13

    Wenn ich falsch parke und keine Politesse vorbeikommt: Glück gehabt. Wenn dann ein Anwohner zur Polizei rennt und mich dennoch anzeigt, weswegen auch immer, dann ist das Denunziation. Früher hieß das Bockwart oder ABV. Auch mir als Nichtraucher gehen diese faschistoiden Nichtraucher auf den Zeiger, die glauben, für alle anderen mit aufpassen zu müssen. Dass sich keiner aus dem Theater bei Besitzer oder Polizei beschwert hat, sondern ein vermutlich einsamer und mental belasteter Nichtraucheraktivist (wenn man sonst nichts zu tun hat), spricht Bände.
    Ich hätte viel drum gegeben, Schmidts Blick zu sehen.

  7. Buenavista
    25.01.2008 | 17:15

    Ich hab ihn mal gesehen. Gottlob galt er nicht mir.

  8. Fuchur
    25.01.2008 | 17:26

    ROFL! Die Singapur-Story ist einfach perfekt…

  9. 25.01.2008 | 18:07

    Karsten,

    grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Dem quod-licet-Argument möchte ich allerdings entgegenhalten, dass Helmut Schmidt ja nicht angezeigt worden ist, weil er gegen das Rauchverbot verstoßen hat – sondern, weil sein Rauchverbotsverstoß fotografiert und in der BILD veröffentlicht worden ist. Wievielen Wie vielen “bovi” “bobus” passiert das schon?

    Und wenn ich mich auf einem x-beliebigen Gleis zu einer x-beliebigen Zeit auf dem Hauptbahnhof der auf der falschen Rheinseite gelegenen Weltmetropole aufhalte, dann kommt es jedesmal in meiner unmittelbaren Umgebung zu zwei Rauchverbotsmissachtungen pro Minute – ich habe aber noch nicht ein einziges Mal erlebt, dass einer der Raucher auch nur auf seinen Verstoß angesprochen worden wäre, geschweige denn fotografiert oder gar angezeigt.

    Also hat in diesem Fall der “jovi” “Iuppiter” eindeutig die Arschkarte. IMHO.

    Buenavista,

    ich habe mal nach dem Schmidt-Blick gesucht. Ungefähr so wird er geguckt haben (Link).

    Als youtube-Zufallsfund noch: Strauß erklärt die Staatsverschuldung

  10. Lina
    25.01.2008 | 18:32

    @ Marian,

    ja, was sind das bloss für Leute! Ich fürchte, es sind dieselben Leute, denen der “Rauchfrei”-Sicherheitsdienst im Internet einen Online-Meldebogen zur Verfügung stellt, worin sie ihre gesetzlosen Belästigungen mit Ort, Zeit und Namen protokollieren und versenden können – um endlich auch einmal Stasi gespielt zu haben.

    So direkt haben sie ihnen das zwar nicht gesagt; das war doch nur wieder dieser Jo@chim von nebenan, der ihnen kürzlich die Berufsbezeichnung des “informellen Melders” gegedacht hat ;-) .

    Das Gesetz zum Nichtraucherschutz gehört im Sinne einer liberalen Politik und einer freien Marktwirtschaft modifiziert – so oder so! Man kann doch auf Dauer einen so alten Mann nicht zur Galionsfigur des Widerstands machen; wie lange hält er das noch aus ;-) ?

  11. Francois
    25.01.2008 | 19:07

    Nuja, entweder es wird geraucht oder es wird nicht geraucht.

    Es spricht nicht für Schmidt, wenn er derart ignorant durch die Welt zieht. Vielleicht hinterlässt das Alter doch Spuren.

    Und über Leute, die aufgrund von Fotos Anzeige erstatten, sage ich besser nix, bevor hier noch irgendwelche Abmahnanwälte auflaufen.

  12. califax
    25.01.2008 | 19:43

    Der größte Lump im ganzen Land / das ist und bleibt der Denunziant.

  13. 25.01.2008 | 19:56

    Gerade darüber gelesen, dass es bei den Mitternachtsspitzen die Parodie Loki und Smoky” gibt. :-D

  14. 25.01.2008 | 20:08

    Marc,

    ja, hatte ich auch gelesen. Aber die Parodie müsste ja “Smoky und Smoky” heißen. Loki hat ja noch früher mit der Quarzerei angefangen als ihr Gatte.

  15. Buenavista
    25.01.2008 | 20:10

    Doch, es spricht für Schmidt, dass er auf political correctness pfeift.
    Ein Leben, in dem sich jeder 100% an jede Vorschrift hält, und sei sie auch noch so dämlich, ist nicht lebenswert.

    @Marian Wirth… nein der Blick war viel schlimmer, er galt einem (recht hochrangigen) Schwätzer, der sich daraufhin fluchtartig entfernte.

    Und was Strauss betrifft: Bundestagsdebatten mit Strauss, Wehner, Brandt, Schmidt und Carstens waren unbezahlbar.

  16. Jana
    25.01.2008 | 20:18

    die Parodie Loki und Smoky”

    Sorry, aber wenn ich solchen “Humor” seh, wird mir immer wieder klar, daß ich keine Autochthone Deutsche bin. Ich finz unsagbar pein-lich (tut richtig weh).

  17. Jana
    25.01.2008 | 20:22

    Nuja, entweder es wird geraucht oder es wird nicht geraucht.

    He? Man kann doch für sich beschließen, daß man raucht (oder auch nicht). So what?

    Es spricht nicht für Schmidt, wenn er derart ignorant durch die Welt zieht.

    Du verwexlst da was. Jemanden, der sich nicht der Obrigkeit beugt, als Ignoranten zu bezeichnen, zeugt schon von einer Ignoranz sonder gleichen.

  18. Fuchur
    25.01.2008 | 21:21

    Irgendwie muss ich bei der Geschichte an Taxi Driver denken…

  19. 25.01.2008 | 22:09

    Ich bin militante Nichtraucherin und bin für Rauchverbote, weil Rauch Nichtraucher viel mehr belästigt und quält, als sich diese nasenamputierten Nasen überhaupt nur vorstellen können.

    Doch für Schmidt und Loki würde ich glatt eine Ausnahme machen. Und für Humphrey Bogart.

    Was ist es denn für ein Leben, wenn es überhaupt keine Ausnahmen gibt??? Die bestätigen doch nur die Regel.

  20. twex
    26.01.2008 | 8:14

    Wievielen “bovi” … der “jovi” …

    ROMANES EUNT DOMUS!

  21. 26.01.2008 | 10:20

    twex,

    Vielen Dank. Bei der Korrektur habe ich gleich noch den deutschen Rechtschreibfehler korrigiert, den Du mir nicht angestrichen hast.

    ROMANES EUNT DOMUS!

    Den Vergleich halte ich für übertrieben, denn “Romanes gehen das Haus” ist nicht nur falsch, sondern auch unverständlich, während meine Grammatikfehler in Anführungszeichen gesetzt waren, wodurch Lesbarkeit und Verständlichkeit gleichermaßen gewahrt wurden.

  22. Buenavista
    26.01.2008 | 12:43

    [scary music]
    CENTURION:
    What’s this, then? ‘Romanes Eunt Domus’? ‘People called Romanes they go the house’?
    BRIAN:
    It– it says, ‘Romans, go home’.
    CENTURION:
    No, it doesn’t. What’s Latin for ‘Roman’? Come on!
    BRIAN:
    Aah!
    CENTURION:
    Come on!
    BRIAN:
    ‘R– Romanus’?
    CENTURION:
    Goes like…?
    BRIAN:
    ‘Annus’?
    CENTURION:
    Vocative plural of ‘annus’ is…?
    BRIAN:
    Eh. ‘Anni’?
    CENTURION:
    ‘Romani’. ‘Eunt’? What is ‘eunt’?
    BRIAN:
    ‘Go’. Let–
    CENTURION:
    Conjugate the verb ‘to go’.
    BRIAN:
    Uh. ‘Ire’. Uh, ‘eo’. ‘Is’. ‘It’. ‘Imus’. ‘Itis’. ‘Eunt’.
    CENTURION:
    So ‘eunt’ is…?
    BRIAN:
    Ah, huh, third person plural, uh, present indicative. Uh, ‘they go’.
    CENTURION:
    But ‘Romans, go home’ is an order, so you must use the…?
    BRIAN:
    The… imperative!
    CENTURION:
    Which is…?
    BRIAN:
    Umm! Oh. Oh. Um, ‘i’. ‘I’!
    CENTURION:
    How many Romans?
    BRIAN:
    Ah! ‘I’– Plural. Plural. ‘Ite’. ‘Ite’.
    CENTURION:
    ‘Ite’.
    BRIAN:
    Ah. Eh.
    CENTURION:
    ‘Domus’?
    BRIAN:
    Eh.
    CENTURION:
    Nominative?
    BRIAN:
    Oh.
    CENTURION:
    ‘Go home’? This is motion towards. Isn’t it, boy?
    BRIAN:
    Ah. Ah, dative, sir! Ahh! No, not dative! Not the dative, sir! No! Ah! Oh, the… accusative! Accusative! Ah! ‘Domum’, sir! ‘Ad domum’! Ah! Oooh! Ah!
    CENTURION:
    Except that ‘domus’ takes the…?
    BRIAN:
    The locative, sir!
    CENTURION:
    Which is…?!
    BRIAN:
    ‘Domum’.
    CENTURION:
    ‘Domum’.
    BRIAN:
    Aaah! Ah.
    CENTURION:
    ‘Um’. Understand?
    BRIAN:
    Yes, sir.
    CENTURION:
    Now, write it out a hundred times.
    BRIAN:
    Yes, sir. Thank you, sir. Hail Caesar, sir.
    CENTURION:
    Hail Caesar. If it’s not done by sunrise, I’ll cut your balls off.
    BRIAN:
    Oh, thank you, sir. Thank you, sir. Hail Caesar and everything, sir! Oh. Mmm!

    Finished!
    ROMAN SOLDIER STIG:
    Right. Now don’t do it again.
    [CENTURIONS chase BRIAN]
    MAN:
    Hey! Bloody Romans.

  23. Francois
    26.01.2008 | 13:33

    He? Man kann doch für sich beschließen, daß man raucht (oder auch nicht). So what?

    Du verwexlst da was. Jemanden, der sich nicht der Obrigkeit beugt, als Ignoranten zu bezeichnen, zeugt schon von einer Ignoranz sonder gleichen.

    tja, das ist halt das, was ich v.a. an rauchern kritisiere – ignoranz und rücksichtslosigkeit. sie erwarten, dass man als nichtraucher kommentarlos ihren qualm hinnimmt. die gesundheitsgefahr ist viel zu wenig konkret. mich stört einfach, dass man auch als nichtraucher danach stinkt und die eigene wohnung stinkt, wenn man die klamotten nicht direkt in die waschmaschine packt.

  24. 26.01.2008 | 13:44

    Die Nichtraucher kleben den Rauchern doch in aller Regel aus freien Stücken an der Backe. Das haben sich die Raucher doch nicht ausgesucht. Viele würden das auch gerne so bald wie möglich ändern.

  25. Ben Czerny
    26.01.2008 | 13:58

    Es widerspricht zwar jeder Intuition, aber wenn man bei den ganzen Rauchverbotsdebatten der letzten Monate das Wort “Rauchen” durch “Flatulieren” ersetzt, steigert das komischerweise Klarheit und Erkenntnisgewinn!

    Probiert es mal aus.

  26. 26.01.2008 | 14:05

    Hab’s probiert. Steigerte aber nur die Anzahl an Wörtern mit lustigem Klang und noch lustigerer Bedeutung.

  27. 26.01.2008 | 14:11

    Rauchverbot wieder abschaffen.

    Das ist ja furchtbar. Ich finde, eine Anzeige gegen Helmut Schmidt ist ja noch irgendwie originell, weil so lachhaft, aber wenn Hr. X den Nachbarn Hr. Y anzeigt, der dann event. eine Strafe zahlen muss, ist das einfach nur noch eklig.

    In Californien gibt es einen Ort, da haben sie nun auch das Rauchen in den privaten vier Wänden verboten. Einfach nur noch pervers.

  28. Milfweed
    26.01.2008 | 17:27

    Rauchen von Zigaretten ist doch schon noch zum Signum der Unterschicht verkommen, da lob ich mir doch jedes Gegenbeispiel, wie der Statur eines Helmut Schmidts.

    Erst wenn eine Person direkt passiv vom Rauch “geschädigt” wird (und sich auch geschädigt fühlt!!! ) sollte Gegengewalt mit Hilfe des Staates erfolgen.

    Alles andere ist Stasi spielen und eine Anmaßung von Individuen, eine moralische Instanz über andere freie Individuen zu erheben.

  29. Jana
    26.01.2008 | 18:11

    Erst wenn eine Person direkt passiv vom Rauch “geschädigt” wird (und sich auch geschädigt fühlt!!! ) sollte Gegengewalt mit Hilfe des Staates erfolgen.

    Aber nur, wenn der Nichtraucher gezwungen wurde, sich schädigen zu lassen.

  30. Milfweed
    26.01.2008 | 18:41

    Ja, das hätte ich noch hinzufügen können.

  31. 26.01.2008 | 19:16

    Aber nur, wenn der Nichtraucher gezwungen wurde, sich schädigen zu lassen.

    Dann würde mich dann aber interessieren wo “gezwungen” beginnt, denn im Extrem ausgelegt bedeutet das, dass es kaum mehr Nichtraucherzonen geben könnte. Rauche ich in einer Nichtraucherzone, dann müssten die Nichtraucher ja woanders hingehen, falls sie sich gestört fühlen. Flugzeuge oder Züge wären vielleicht eine Ausnahme, aber Kinosääle, Kneipen, etc. wären es nicht mehr. Da sollte schon ein Gleichgewicht beider Interessen herrschen.

  32. 26.01.2008 | 19:40

    In einer Nichtraucherzone darf natürlich nicht geraucht werden. Was Nichtraucherzone ist und was nicht, daß sollte der jeweilige Eigentümer bestimmen dürfen.

  33. 26.01.2008 | 19:43

    Upps…
    “das”

  34. 26.01.2008 | 20:59

    Damit kann ich leben. Wollte nur sicher gehen.

  35. 26.01.2008 | 22:57

    Buenavista,

    nur, um sicher zu gehen, bevor ich Dir meinen personalisierten Helmut-Schmidt-Blick zuwerfe: Du wolltest durch das Posten der Brian-Szene nicht andeuten, dass ich das Zitat vorher nicht kannte, oder?

  36. Buenavista
    27.01.2008 | 0:18

    @Marian

    natürlich nicht, man kann das Zitat ja nur zitieren, wenn man die Szene kennt.

    Aber es ist einfach zu schön, oder?

  37. 27.01.2008 | 0:28

    Buenavista,

    natürlich ist die Szene schön.

    Hier hätte es allerdings auch sein können, dass ich das Zitat, das ja von twex ins Spiel gebracht wurde, in Unkenntnis des Films mal eben selbst übersetzt hätte ;-) .

  38. 27.01.2008 | 0:30

    Irgendwann wird jemand die Schmidts anzeigen, wenn er sich mit beiden in einem Raum befunden hat und mindestens am nächsten Morgen einen leichten Hustenreiz verspürt. Garantiert. Dann siehts natürlich anders aus. Dann könnte die Staatsanwaltschaft unter Handlungsdruck geraten. Oder? Interessanter fand ich, wie gut sich die “Denunziantenkultur” in unserem Land zu entwickeln scheint. Die Kultur des Hinsehens in einem wohl etwas missverstandenen Sinne.

  39. 13.02.2008 | 15:39

    Der ehemalige Bundeskanzler und ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt wehrt sich dagegen, ein “oeffentliches Vorbild” zu sein.
    “Politiker sollen auf ihrem Felde Vorbild sein, aber nicht auf saemtlichen Feldern menschlichen Lebens. Das ist zu viel verlangt”, sagt er dem ZEITmagazin LEBEN.

    Zur Raucher-Debatte um seine Person sagt Schmidt, dass er nicht gegen das Gesetz verstossen wolle, das “war auch neulich im
    Winterhuder Faehrhaus nicht meine Absicht”. Schmidt weiter: “Die Theaterleitung hatte mir ein Tischchen vor den Stuhl gestellt mit
    einem Aschenbecher und einer Tasse Kaffee. Natuerlich habe ich davon Gebrauch gemacht, meine Frau auch, wir haben uns ueberhaupt
    nichts dabei gedacht. Und daraus haben andere einen bewussten Verstoss gegen das Gesetz gemacht.”

    Schmidt will sich das Rauchen zwar nicht verbieten lassen, aber “dem Gesetz muss man gehorchen. Immerhin haben es die Parlamente
    beschlossen”. (…)

  40. 17.02.2008 | 14:28

    Hallo und guten Tag in die Runde.

    Als “leidernschaftlicher” Raucher, falls es sowas gibt, kann ich H Schmidt sehr wohl verstehen. Mir sind die ständigen Gängelungen, Hinweise, Gesetze, Verordnungen etc. auch ein Graus, an jeder Ecke werde ich mit 2 Meter grossen Schildern auf das unter Androhung drakonischer Strafen einzuhaltende Rauchverbot hingewiesen. Ich finde, ECHT REICH !

    Ich bin gern bereit, auf meine Mitmenschen Rücksicht zu nehmen, indem ich im Restaurant, in der Bahn usw. nicht rauche, aber was zu weit geht, geht einfach zu weit. Mit meinen 30 Jahren finde ich, zumindest gelegentlich, noch den Weg in deutsche Diskotheken und musste mit Erschrecken feststellen, dass in der Disko (!!!) heute zum Teil schon Rauchverbote durchgesetzt werden. Ich glaube, ich hab da was verpasst. Wer sich eine Nacht lang ins Partygetümmel stürzt, weit mehr als 100 dB(A) stundenlang auf die Ohren bekommt und aus Nebelkanonen mit GottWeisWas bedieselt wird, kann sich doch unmöglich ernsthanft über Raucher beschweren. An dieser Stelle finde ich die Maßnahme einfach lächerlich.

    Rauchverbot: ja gerne, aber der Deutsche neigt einfach zum Regulierungswahn. Demnächst werden wahrscheinlich auf der Strasse so rote Vierecke aufgemalt, als Markierung für “Raucherzonen”. Wie bereits gesagt: wenn sich in meiner Umgebung Menschen aufhalten, die das Rauchen stört, können sie es gern sagen, und ich mache die Zigarette sofort aus. Wort drauf ! Aber bitte haltet mir nicht andauernd diese hässlichen Schilder vor die Nase.

    Danke, Deutschland.
    Grüsse aus Jena
    Rainer

  41. 17.02.2008 | 14:29

    Oh oh Rechtschreibteufel… Sorry dafür.

  42. 17.02.2008 | 14:49

    Grüße zurück nach Jena!
    Und hier bekommst du garantiert keine Schilder vor die Nase gehalten.
    ;-)

  43. stefanolix
    17.02.2008 | 15:38

    Nein, Rainer, Du kannst beim Kommentieren gern rauchen;-)

    Aber vielleicht sollte man in die Diskussion mal das Wort »Stil« einführen. Es gibt Verhaltensweisen, bei denen mir einfach nur die Wendung »kein guter Stil« einfällt: z.B. wenn jemand um vier Uhr nachmittags zwischen Kindern und Berufstätigen in der Straßenbahn seine Bierflaschen austrinkt oder wenn jemand in der Öffentlichkeit in Rekordzeit eine Großportion billiges und schnelles Essen in sich aufnimmt.

    Und nimm es mir nicht übel, aber an der Spitze der Stilverächter stehen nun mal die Raucher, die ihren Mitmenschen ungerührt Gift ins Gesicht blasen. Ich treffe ja in den Blogs immer nur die höflichen Raucher, die niemals jemanden stören oder belästigen würden — aber in der Öffentlichkeit scheinen sie sich ziemlich rar zu machen;-)

  44. 24.02.2008 | 6:01

    [...] > Es gab mal vor einiger Zeit eine Studie, nach der ein > volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von 35 Milliarden Euro > entstehen würde, wenn alle Raucher in Deutschland plötzlich aufhören > würden zu rauchen. Und wieviel würde das Gesundheitswesen einsparen können, wenn es keinen einzigen Raucher mehr in Deutschland gäbe? Ich vermute mind. dieselbe Summe. > Also ich kann wirklich nicht verstehen, warum man überhaupt Kampagnen > gegen das Rauchen unternimmt. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist > sowieso Rauchverbot (bis auf einzelne ausgewiesene Raucherabteile in > Fernzügen) Wo hast du denn das her? Bisher hatte noch jeder Zug in den ich eingestiegen bin ein oder mehrere Raucherabteile bzw -wägen. Egal ob RB/RE/IC/EC (ICE bin ich noch nicht gefahren). Einzige Ausnahme: Wenn der Zug so klein ist daß er nur aus einem Triebwagen und einem Passagierwagen besteht, dann gibts oft kein Raucherabteil. > Ansonsten wäre ich eher dafür, eine Prämie auszugeben, wenn ein > Raucher das Rentenalter nicht erreicht hat. Aber leider hat der > Raucher dann keine Gelegenheit mehr, das Geld zu verwenden… Aber die Erben [...]

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