Gegen den populistischen Mainstream

Gregory N. Mankiw hat die Koalition der Ökonomen gegen fiskalische Konjunkturinterventionen versammelt. Wer dennoch stimuliert werden möchte muss schon zugeben, dass er sein täglich Brot lieber dem Steuerzahler abluchsen als gegen Leistung vom Konsumenten eintauschen möchte. Also, Hosen runter!

Ähnliche Beiträge


13 Kommentare zu “Gegen den populistischen Mainstream”

  1. 27.01.2008 | 13:19

    Beim Wort “Stimulieren” drängt sich die Parallele geradezu auf:

    Ein staatliches Konjunkturprogramm gleicht dem Versuch, die Geburtenrate durch kostenlos verteilte Pornos zu erhöhen.

  2. 27.01.2008 | 13:20

    Ich glaube, es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß Mankiw auch noch einen guten Grund für die Ablehnung des Stimulus geliefert hat: einen alles andere als katastrophalen Arbeitsmarkt.

    http://gregmankiw.blogspot.com/2008/01/ui-claims-point-to-healthy-labor-market.html

  3. 27.01.2008 | 15:02

    @rayson:

    Schönes Bild, wer würde sich nicht über kostenlose Pornos freuen, ganz gleich, ob Kinderwunsch besteht oder nicht. ;-)

  4. stefanolix
    27.01.2008 | 15:15

    @SteffenH: Ich weiß nicht, wie das die Akteure und Anbieter der Pornos sehen würden [aber ich kann da kaum mitreden: ich gehörte sowieso noch nie zum Kundenkreis dieser Anbieter und ich habe bisher sehr wenige ihrer Produkte gesehen];-)

  5. Parker8
    27.01.2008 | 15:34

    Mankiw selber findet natürlich nicht steuerliche Stimuli grundsätzlich verwerflich. Er war ja selber für solche verantwortlich. Er befindet sich jetzt halt in der “too early (to tell)”-Fraktion.

    Andere gehören zur “too late (to avert)”-Fraktion. Dann gibt es noch die “too small”-Fraktion. Die Koalition gegen Stimuli ist jedenfalls nicht so klar identifizierbar.

    Auf deutsche Beobachter mag das alles wie tuwinischer Kehlkopfgesang wirken. Vielleicht ist Wirtschaftspolitik tatsächlich auch ein Kulturphänomen.

  6. 27.01.2008 | 15:44

    @stefanolix:

    Besser wäre noch eine staatlich geförderte Mindestpornokonsumquote. Damit würden auch die Anbieter gut leben können.

  7. 27.01.2008 | 17:03

    Mir ist immer noch nicht klar wo hier der große Aufreger sein soll und wenn alle Ökonomen sagen - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, siehe Paul Krugman - es bringe nichts, da bin ich schon versucht als Laie an das Gegenteil zu glauben. Aus deutscher Sicht ist das amerikanische Programm vielleicht sogar effizient im Vergleich zu dem affigen Aufwand den manche Steuerzahler machen um wenigstens ihre Steuerschuld in die Zukunft zu verschieben.

  8. 27.01.2008 | 17:06

    Steffen, da hast Du was falsch verstanden: Das höchste Ziel des Staates besteht ja schließlich darin, gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern UND seine Schäfchen auf den richtigen sittlichen Weg zu führen. Also kann ein Mindestkonsumquote keine Lösung sein. Eher schon eine Subvention für die Produktion, gekoppelt mit einer Vorschrift zur sofortigen Vernichtung des Produkts nach Fertigstellung.

  9. 27.01.2008 | 17:15

    @Klaus

    und wenn alle Fachwissenschaftler sagen, es bringe nichts, da bin ich schon versucht als Laie an das Gegenteil zu glauben

    Das wäre als Laie wohl so ziemlich das dämlichste, was man tun kann. Und in Bezug auf sehr viele Dinge auch direkt tödlich. Der Nachteil der Ökonomie ist, dass ökonomischer Schwachsinn für den Einzelnen jenseits simplen kaufmännischen Rechnens meist völlig unschädlich zu glauben ist. Nur wenn der Einzelne Politiker ist, hat er die Möglichkeit, damit Schaden anzurichten. Und dann auch noch so, dass für seine Laienfreunde nicht wirklich erkennbar ist, worauf er zurückzuführen ist.

    Effizienzbegriffe, die die Überlegenheit staatlicher Zwangsprogramme mit der Möglichkeit begründen, dass Indivuduen sich irrational verhalten, sind bei Liberalen übrigens nicht so beliebt.

  10. stefanolix
    27.01.2008 | 17:23

    Wenn der Staat kostenlos Pornos verteilen würde, dann müsste er zunächst welche in Auftrag geben. Wir wissen alle, was für ein Ergebnis dabei wahrscheinlich entstünde und ich zweifle, ob man damit die Geburtenrate anheben könnte;-)

    Aber wenn gute Pornos kostenlos verteilt würden, wäre das Ergebnis genauso bedenklich: dann würde nämlich der Rest der Porno-Industrie (der nicht für den Staat produziert) in die sichere Pleite gehen. Und die restlichen Unternehmen wären vom Staat abhängig. Auch keine schöne Vorstellung …

  11. 27.01.2008 | 17:45

    @ Rayson
    Der Knackpunkt hier sind die unterschiedlichen Erklärungsmodelle warum es nichts bringen soll, die mich als Laien skeptisch machen. Aber sei sicher: *ich* brauche keine Steuersenkungen und sonstige Steuergeschenke.

  12. 27.01.2008 | 17:52

    @stefanolix

    All das passt ja perfekt ins Bild :-)

    @Klaus

    Gerade wenn unterschiedliche Modelle zum selben Schluss kommen, wäre die Folgerung, der Schluss müsse falsch sein, sehr - äh - merkwürdig.

    Etwas überraschen tut mich allerdings dein Bekenntnis, dass du z.B. Umsatz- und Mineralölsteuer anscheinend gerne zahlst. Ist das Verfassungspatriotismus?

  13. 27.01.2008 | 18:12

    @ Rayson
    Ich darf mal auf das Wort “versucht” in meinem ersten Beitrag hinweisen, sollte also keine logische Schlussfolgerung sein.

    In der Tat komme ich mit meinem Geld gut aus und das Benzin kann ruhig teurer werden, das stört mein Fahrrad nicht ;-)

Bad Behavior has blocked 1621 access attempts in the last 7 days.