28. Januar 2008
Dr. House und die Liberalen
Zunächst dachte ich, es sei nur eine persönliche Vorliebe, ähnlich wie “Navy CIS”. Aber dann entdeckte ich, dass Liberale und Libertäre beinahe gleichermaßen gerne am Dienstag abend RTL einschalten, um sich “Dr. House” anzuschauen.
Ich habe da eine Vermutung, warum dem so ist: House ist als Anti-Mephistopheles, als Geist, der das Gute nicht will, es aber trotzdem immer wieder schafft, eine Metapher der “unsichtbaren Hand” des Adam Smith.
Die nüchtern-empirische Wahrheit ist vielleicht profaner: Da meine Liebste ein sicherer Gradmesser dessen ist, was Frauen in Sachen Kino und Fernsehen mögen (Ausnahme: Boxen!), könnte die Beliebtheit des bekennenden Ekels Dr. House auch auf den hohen Anteilen an Kerls in der liberal-libertären Szene zurückzuführen sein. Denn sie findet ihn zwar interessant genug, um ihn sich gemeinsam mit mir anzuschauen, mag ihn aber sonst nicht. Scheißegal - gut ist der trotzdem.
Verfasst von Rayson um 21:37 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Steckenpferde der Autoren (Trackback)