30. Januar 2008
Daniel Kehlmann über österreichische Kulturpolitik
Aus einem wunderbaren Interview mit dem Schriftsteller Daniel Kehlmann:
(…) Sie sind halber Österreicher, haben einen österreichischen Pass, eigentlich müsste man sich hier um Sie reißen.
Kehlmann: Voriges Jahr wollten ein österreichischer Theaterverleger und ich einen Termin bei der Kulturministerin, erfolglos, es wurde uns nur angeboten, mit einem Mitarbeiter zu sprechen. Dann bekam der Verleger vom Minister-Büro noch einen Anruf, in Wikipedia stünde unter Daniel Kehlmann „in München geboren“, das sei ja kein österreichischer Autor. Dabei habe ich vom österreichischen Staat Stipendien bekommen! Das ist der Musterfall, wie Kulturpolitik nicht laufen sollte: man fördert jemanden, und wenn er einen dann nicht mehr braucht, sagt man, den kennen wir nicht.
Verfasst von Marian Wirth um 15:08 Uhr in der Kategorie Kultur, Politik (Trackback)