Ein Leben ohne SPON

Der Kollege von “Libertas Cara” hat mich inspiriert: Ab heute ist bei mir Schluss mit “Spiegel Online”.

Aktualität und Breite sprachen immer für dieses Medium. Andererseits nervten die hier oft thematisierten Gegensätze zwischen Überschrift und “Teaser” auf der einen und dem jeweiligen Text auf der anderen Seite. Mittlerweile aber bekommt man den Eindruck, als habe SPON eine Agenda jenseits der Berichterstattung, und die beginnt immer mehr aufzustoßen. Hinzu kommt die Praxis, zunächst allgemein verfügbare Beiträge nach einer gewissen Zeit in den Bezahlbereich zu verschieben, was insbesondere Bloggern einigermaßen lästig ist.

Auch die Gastbeiträge nerven im Verhältnis von 2:1. Ich brauche keine rappenden Möchtegernstars und keine abgehalfterten Politikwissenschaftler, die mir da die Welt erklären. Ein Hubert Kleinert macht noch keinen Sommer.

Internet ist einfach: Schwupps, weg ist das Lesezeichen.

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5 Kommentare zu “Ein Leben ohne SPON”

  1. 2.02.2008 | 18:40

    Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Durchhalten der Abstinenz und kann Dir jetzt schon sagen: Es ist ein herrliches Gefühl! ;-)

  2. e.r.
    2.02.2008 | 19:16

    ich werd wohl auch mitmachen. für feedjunkies is spon eh nix, da nur die überschriften gepostet werden. sieht man mal von der rubrik wissenschaft ab, is das eh nur BILD für leute, die meinen, sie gehören nicht der *unterschicht* an.

  3. Angi
    2.02.2008 | 20:41

    Besonders unappetitlich die nicht mal getarnte Vermischung zwischen “journalistischen” Artikeln und Werbung, besonders im Bereich Strom.

  4. 3.02.2008 | 11:13

    [...] Die Frage, was für ein Typ Obama ist, möchte ich dabei unbeantwortet lassen. Auf welche Berater er hören wird, sollte er zum Präsidenten gewählt werden, weiß ich natürlich nicht - ich hoffe nur, es wird nicht das Obama-Girl sein (ich hoffe, Rayson akzeptiert alte SpOn-Links, trotz seiner weisen Entscheidung, Spiegel Online ab sofort zu meiden). Welche Berater in außen- und sicherheitspolitischen Fragen Obama hat, ist hier aufgeführt: The War Over the Wonks. Washington Post, October 2, 2007 [...]

  5. R.A.
    4.02.2008 | 10:43

    Die Kritik an SpOn teile ich ja.
    Aber drei Punkte veranlassen mich, weiterhin dort mitzulesen:
    1.) Ich kenne keine andere Seite, auf der man Neuigkeiten so schnell und komplett mitbekomme.
    2.) Da sehr viele Leute ihr Weltbild von SpOn beziehen, muß man alleine für die Gegenargumentation wissen, was dort behauptet wird.
    3.) Broder ist hervorragend.

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