12. Februar 2008
EU-Kommission: Computer sind zu billig
Reuters meldet Razzien der Wettbewerbshüter in Intels Zentrale in München und großen Elektronikmärkten wegen des Verdachts auf illegale Geschäftspraktiken und Missbrauch seiner dominierenden Wettbewerbsposition. Das Vergehen? Zu niedrige Preise:
The raids come as Intel faces a closed hearing in Brussels next month on charges that it slashed prices below cost and offered huge rebates in an attempt to drive smaller competitor Advanced Micro Devices Inc out of the market.
Keine Kostendeckenden Preise? Intel verkauft seine Prozessoren nicht kostendeckend und macht bei seinem hohen Marktanteil weit höhere Verluste als die Wettbewerber mit geringeren Verkaufszahlen. Tolle Drohkulisse, die nur funktioniert, wenn Intel sie bis zum Suizid dauerhaft aufrecht hält. Wettbewerber bräuchten nur darauf warten bis Intel sich selbst vom Markt verramscht hat, um dann erfolgreich ins Geschäft einzusteigen. Meine Interpretation: Nachdem die 262 Mill. Euro Subvention für den Konkurrenten AMD in Dresden nicht gereicht haben den lahmenden Absatz anzukurbeln wird wieder einmal die politische Keule geschwungen. Wäre ja auch zu schade, wenn man die 496000 Euro für jeden der 565 Jobs in den Sand gesetzt hätte und vielleicht noch ein zweites Bochum erlebte. Da sollen die Konsumenten lieber mehr Geld für ihre neuen Computer hinblättern. Die Dinger sind ohnehin schlecht fürs Klima…
Verfasst von SteffenH um 19:30 Uhr in der Kategorie Politik, Wirtschaftspolitik (Trackback)