Kurzer Zwischenruf zu Barack Obama

Bevor sich noch mehr Liberale wundern, dass auf diesem Blog Barack Obama unterstützt wird, möchte ich kurz festhalten, dass ich im Moment der einzige Autor dieses Blogs bin, der zu erkennen gegeben hat, dass er Barack Obama in der parteiinternen Vorentscheidung der Demokraten den Vorzug vor Hillary Clinton geben würde. (Das liegt übrigens mehr an Hillary Clinton als an Barack Obama.)

Und ich sehe mich selbst nicht als liberal an - jedenfalls nicht im Sinne dessen, was in der liberalen deutschsprachigen Blogger-Szene unter liberal verstanden wird. Als Indiz für eine Spaltung der Liberalen und Libertären in deren Haltung gegenüber Barack Obama taugt mein Endorsement in Bezug auf die Vorwahlen also nicht.Zu Barack Obama werde ich noch einen eigenen Eintrag schreiben; weitere Nachfragen zu dem Thema werden die Umsetzung dieses Vorhabens allerdings nicht beschleunigen.

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42 Kommentare zu “Kurzer Zwischenruf zu Barack Obama”

  1. 12.02.2008 | 22:30

    Wer von “Spaltung” redet, hat eine Einheitsfront im Hinterkopf. Ich hasse Einheitsfronten.

  2. stefanolix
    12.02.2008 | 22:34

    Ich habe zwar bisher nichts dazu zu erkennen gegeben, aber allein stehst Du mit dieser Meinung nicht. Das sage ich jetzt nicht erst heute abend, weil ich mich erst seit heute um die amerikanischen Vorwahlen kümmere, sondern weil mich die Landes- und Kommunalpolitik momentan stark desillusioniert.

    Ich weiß, dass man mit dem »Prinzip des Wechsels« ein böses Erwachen erleben kann. Ohne Obama und Schröder auch nur im Geringsten vergleichen zu wollen: wir hatten ein ähnliches Prinzip ja am Ende der Ära Helmut Kohl und zu Beginn der Rot/Grünen Koalition. Damals haben sich auch viele Leute Hoffnungen gemacht und sind dann bitter enttäuscht worden (gut, manche Hoffnungen wurden allerdings auch nicht zu Unrecht enttäuscht, aber das steht auf einem anderen Blatt).

    Ich bin also misstrauisch. Aber wenn man einkalkuliert, dass die jeweiligen Partner immer einen Einfluss auf den Präsidenten oder die Präsidentin haben, ist mir die Kombination »Obama« immer noch wesentlich lieber als die Kombination »Clinton«. Und einem amerikanischen Präsidenten sind genügend Grenzen gesetzt, so dass die Person wiederum auch nicht so wichtig wäre. Insgesamt würde ich es also besser finden, wenn Obama ins Rennen ginge. Aber eigentlich bin ich ja nur Zuschauer.

  3. stefanolix
    12.02.2008 | 22:38

    Ach und zur »Spaltung« wollte ich noch etwas sagen: Wir wären keine Liberalen, wenn wir alle der gleichen Meinung wären. Wie sollte das denn funktionieren? Die Wahlen in den USA betreffen doch keine Fragen der Grundrechte oder der liberalen Prinzipien. Und Fraktionszwang ist noch nicht eingeführt;-)

  4. R.A.
    13.02.2008 | 10:21

    Mir war nicht klar, daß Du Obama erst einmal nur für besser als Clinton hältst - da bin ich nämlich noch völlig dabei.
    Ansonsten sehe ich halt wenig, was für ihn spricht.
    Ist aber insgesamt nicht so, daß mich das Kandidatenfeld beider Parteien besonders begeistert hätte.

  5. 13.02.2008 | 11:06

    Wie, Marian, siehste dich immer noch als Sozialdemokraten? ;)

    Ich bin übrigens auch für Obama. Und habe das auch hier und dort schon einmal erwähnt.

  6. 13.02.2008 | 11:28

    R.A.,

    dass es mir in erster Hinsicht um die Wahl zwischen Obama und Clinton ging, habe ich sowohl hier als auch bei Zettel mehrfach betont. Mittlerweile würde ich Obama aber auch den Vorzug vor McCain geben.

    Karsten,

    meine Einsicht, kein Liberaler i.S.d. deutschen liberalen Blogger zu sein, beinhaltet kein Bekenntnis zur Sozialdemokratie.

  7. 13.02.2008 | 12:29

    “i.S.d. deutschen liberalen Blogger”

    Die ja auch alle unisono dieselben Ansichten haben.

  8. 13.02.2008 | 12:42

    Rayson,

    in dem Zusammenhang, um den es hier geht, gibt es m.E. ein eindeutiges Muster: Wenn in einer Wahl der Kandidat, der noch ehesten liberale Positionen vertritt, chancenlos ist, dann wird - von den Paxxis abgesehen, die in dieser Hinsicht konsequent sind - immer der rechte Kandidat unterstützt - und der linke gebasht.

    Besonders absurd finde ich das in Bezug auf Italien.

  9. 13.02.2008 | 13:01

    @Marian

    Ich wäre nicht für McCain, hätte er nicht z.B. in Sachen Freihandel und Krankenversicherung die liberaleren Positionen (und die bessere Irak-Politik, aber das hat nichts mit Liberalismus, sondern nur mit Verantwortung zu tun).

    Und dass “die” Liberalen in den Blogs sich alle für Berlusconi aussprächen, halte ich auch für ein Gerücht. Vielleicht unterliegst du da ja demselben Irrtum wie schon bei Zettel, der sich eben nicht - wie tatsächlich andere Blogger aus dem “liberalen” Umfeld - für Sarkozy ausgesprochen hat.

    Und da sich z.B. meinereiner als Teil der “liberalen Blogosphäre” sieht, verstehe ich die pauschale Behauptung noch weniger.

  10. stefanolix
    13.02.2008 | 13:52

    In Italien würde ich wahrscheinlich überhaupt nicht mehr wählen gehen, aber wenn ich wählen gehen würde, dann würde ich sicher nicht Herrn Berlusconi wählen. Berlusconi und der Rechtsstaat — das ist eine zu lange und zu unschöne Geschichte für mich …

    Bei den US-Wahlen: McCain gegen Obama — und dann soll der Bessere gewinnen;-)

  11. Libertarian
    13.02.2008 | 18:20

    in dem Zusammenhang, um den es hier geht, gibt es m.E. ein eindeutiges Muster: Wenn in einer Wahl der Kandidat, der noch ehesten liberale Positionen vertritt, chancenlos ist, dann wird - von den Paxxis abgesehen, die in dieser Hinsicht konsequent sind - immer der rechte Kandidat unterstützt - und der linke gebasht.

    Besonders absurd finde ich das in Bezug auf Italien.

    Zutreffende Beobachtung!

  12. 13.02.2008 | 19:44

    [...] Marian Wirth von den B.L.O.G.is beschreibt, am Beispiel der derzeit geführten Blogger-Diskussionen um die amerikanischen Präsidentschafts-Vorwahlen, ein empirisch belegbar tatsächlich immer weiderkehrendes Paradigma der liberalen Debatte: in dem Zusammenhang, um den es hier geht, gibt es m.E. ein eindeutiges Muster: Wenn in einer Wahl der Kandidat, der noch ehesten liberale Positionen vertritt, chancenlos ist, dann wird - von den Paxxis abgesehen, die in dieser Hinsicht konsequent sind - immer der rechte Kandidat unterstützt - und der linke gebasht. [...]

  13. Milfweed
    13.02.2008 | 22:33

    Bei den US-Wahlen: McCain gegen Obama — und dann soll der Bessere gewinnen;-)

    Dann hoffe ich mal stark, dass Obama in so einem Zweikampf gewinnen wird. Warum? McCain mag zwar der für die Medien liberalste Republikaner sein (heute ARD Tagesthemen kam es wieder)und auch für euch liberal sein - Freihandel und Krankenversicherung - aber wenn er im Irak noch 100 Jahre sein will, wenn “nötig”, und schon Stimmung gegen den Iran anheizt, dann ist er langfristig sogar sehr liberal-schädlich: Patriot Act 5.4 (wegen Terrorgefahr aus Pakistan, der Krieg nach dem Iran ;) ) usw. usf.

  14. 13.02.2008 | 23:11

    Was ist eigentlich “Stimmung gegen den Iran anheizen”? Wenn man dagegen ist, dass die Atommacht werden? Zugegeben, da hat Obama mehr Eier. Der will ja nur in Pakistan militärisch eingreifen (wahrscheinlich um zu “heilen”), was die Terrorgefahr natürlich zum Erliegen brächte.

    Ach, ich liebe diese Schwarz-Weiß-Bilder und die Sehnsucht nach dem Heiland.

  15. 14.02.2008 | 4:51

    @Rayson:
    An einen Heiland glaube ich nicht. Aber ich muss auf jeden Fall sagen, dass mir jemand, der mit Krieg und Frieden nachdenklich und verantwortungsvoll umgeht, lieber ist als einer, der bei diesem Thema ein ‘lustiges’ “Bomb bomb bomb bomb Iran” singt…

  16. 14.02.2008 | 10:46

    @Karsten

    Was die Jungs singen oder in einer Mikrofonprobe sagen, ist mir eigentlich egal. Wichtiger wäre mir, was sie vorhaben. Und ein Abzug der US-Truppen aus dem Irak ist vielleicht populär, aber ganz sicher nicht nachdenklich und verantwortungsvoll.

  17. 14.02.2008 | 11:05

    @Rayson:

    Nix da Mikrofonprobe. Plumber Hurra-Militarismus ist bei John McCain nun einmal politische Botschaft, da kann man wenig dran deuteln…

  18. 14.02.2008 | 11:15

    @Karsten

    Die Mikrofonprobe war eine Anspielung auf Ronald Reagan…

    Aber da ich immer daran interessiert bin, meine mangelnden Kenntnisse über die US-Präsidentschaftskandidaten zu erweitern, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du mir zeigen könntest, wo diese politische Botschaft zum Ausdruck kommt.

    In einem Angriff auf pakistanisches Territorium wohl eher nicht.

  19. 14.02.2008 | 13:25

    @Rayson:

    Sag bloß, Du kennst das hier nicht? Und wenn Du mit dieser Suchanfrage zu Google gehst und die Beiträge (von Freunden und Gegnern McCains) liest, wirst Du feststellen, dass er bei jeder außenpolitischen Frage konsistent für die Option ist, die den größten Militäreinsatz bedeutet.
    Und wenn es nicht gleich ein militärischer Angriff ist, dann will er mit Druck und Drohungen etwas erreichen - wie bei China, das er wegen Nordkorea und Darfur unter Druck setzen will.

    Alles in allem finde ich McCain außenpolitisch (und das ist für uns ja das wirklich Wichtige) eher erschreckend.

  20. 14.02.2008 | 13:50

    @Karsten

    Ich kann deinen Argumenten nicht folgen.

    Statt mich auf Hörensagen zu verlassen, bevorzuge ich, die Vorstellungen des Kandidaten selbst zu studieren. Man kann das, wie bei Obama auch (Marian hat den Link gebracht), anhand eines Artikels in “Foreign Affairs” tun.

    Ich finde darin sehr viele aus meiner Sicht interessante und wichtige Ansätze. Einen signifikanten Unterschied in Sachen Militäreinsätze zu Obama kann ich nur in der Haltung zum Irak, wo McCain weitermachen will, und zu Pakistan, wo Obama sich einen solchen konkret vorstellen kann, finden. In beiden Fällen halte ich die Position McCains für richtig.

    Druck auf Staaten auszuüben, die eine verhängnisvolle Politik betreiben oder eine solche wesentlich unterstützen, ist im übrigen ein diplomatisches und kein militärisches Mittel. Ich hoffe für die Menschen in Darfur und als Mittel gegen die Verbreitung von Atomwaffen doch sehr stark, dass der künftige Präsident der USA einen solchen Druck auszuüben willens und in der Lage sein wird.

  21. R.A.
    14.02.2008 | 14:03

    @Karsten:
    > wie bei China,
    > das er wegen
    > Nordkorea und
    > Darfur unter
    > Druck setzen
    > will.
    Sehr vernünftig von ihm.
    Ansonsten schließe ich mich Rayson an.

  22. 14.02.2008 | 15:08

    @Rayson/R.A.:
    Na gut, dann können wir in dieser Frage wohl keine Einigkeit erzeugen. Den Auftritt von McCain, der hinter meinem ersten Link steckt, kann man zwar kaum als “Hörensagen” bezeichnen - aber wenn ihr in einem solchen Verhalten keine erschreckende Haltung zu Fragen militärischer Optionen seht, wundert mich das doch sehr.
    “Send an airmail message”, verlangte der Mann aus dem Publikum - und meinte damit Bombardements. “Bomb Iran”, singt der Politiker als Antwort und lacht. Ich für meinen Teil finde das mehr als beängstigend.

  23. 14.02.2008 | 15:47

    aber wenn ihr in einem solchen Verhalten keine erschreckende Haltung zu Fragen militärischer Optionen seht, wundert mich das doch sehr.

    Mich würde wundern, wenn jemand daraus ein außenpolitisches Statement machen wollte, das den in Zeitschriftenbeiträgen und Interviews verdeutlichten außenpolitischen Vorstellungen und Ideen nicht nur eine gleichrangige, sondern sogar eine überlegene Rolle einzunehmen in der Lage sei.

    Allerdings ist wohl eins richtig und auch in dem Video sichtbar geworden: McCain kann sehr emotional reagieren. Wie schrieb doch der Economist:

    He knows as much about foreign affairs and military issues as anybody in public life. Or take judgment. True, he has a reputation as a hothead. But he’s a hothead who cools down.

    Ich würde dem Youtube-Video ungefähr dieselbe Aussagekraft bei der Beurteilung des Kandidaten beimessen wie den kubanischen Flaggen in Unterstützerbüros für Obama.

  24. 14.02.2008 | 15:54

    Übrigens, um das noch abzurunden: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Obama auf China keinen solchen Druck ausüben würde.

  25. R.A.
    14.02.2008 | 16:10

    @Karsten:
    > dann können
    > wir in dieser
    > Frage wohl
    > keine Einigkeit
    > erzeugen.
    Das schadet ja nun auch nicht.
    Ich gebe auch gerne zu, daß mein vorläufiges Urteil in dieser Personalie auf einer sehr lückenhaften Informationsbasis beruht.
    Da die Amis bei ihrer Präsidentenwahl sowieso nicht auf mich hören werden, will ich da gar nicht so viel Zeit reinstecken.

    > Den Auftritt
    > von McCain,
    > der hinter
    > meinem ersten
    > Link steckt,
    Irgendwann hatte ich das mal bei einer Diskussion hier ausführlicher dargestellt: Youtube-Links schaue ich mir nur in seltenen Ausnahmefällen an.

    Deine Beschreibung jetzt hat mir also mehr geholfen.

    Und grundsätzlich halte ich “airmail messages” à la Osirak für ein sehr geeignetes Mittel in so schwierigen Situationen - gerade wenn man einen größeren militärischen Konflikt vermeiden will.

  26. DDH
    14.02.2008 | 16:42

    Tolle Beweisführung: Obama ist also alles das nicht, was seine linkspazifistischen Unterstützer sich von ihm erwarten. Er will nämlich militärische Optionen durchaus auf dem Tisch lassen (Iran, Pakistan). Vor diesem Hintergrund wird es aber noch erklärungsbedürftiger, warum die einer interventionistischen Außenpolitik grundsätzlich wohlgesonnenen Rechtsliberalen (wobei ich Rayson, diese Inkarnation eines ewig unentschiedenen Paulskirchenliberalen, jetzt bestimmt nicht zu den “Falken” rechne, seine Position ist wie immer “differentiert”, i.e. wischi-waschi, also das was er Obama vorwirft) sich so an ihm reiben?

  27. DDH
    14.02.2008 | 16:44

    Hier mal ein Kandidaten-Check, der einigermaßen plausibel ist:

    http://publiusendures.blogspot.com/2008/02/grading-candidates.html

  28. DDH
    14.02.2008 | 16:47

    Es gibt übrigens auch viele Amerikaner, die die Schnauze vollhaben. Und für die bleibt Obama trotzdem noch am ehesten wählbar: http://www.lifeloveandliberty.com/2008/02/13/fuck-the-united-states-of-america-there-i-said-it/

  29. FG
    14.02.2008 | 16:50

    @ Rayson

    Ich würde dem Youtube-Video ungefähr dieselbe Aussagekraft bei der Beurteilung des Kandidaten beimessen wie den kubanischen Flaggen in Unterstützerbüros für Obama.

    Die kubanische Flagge sagt allerdings wirklich rein gar nichts aus, da die kubanische Flagge seit mehr als 100 Jahren unverändert ist und auch von erzkonservativen Exil-Kubanern in den USA gerne gezeigt wird.

  30. 14.02.2008 | 16:55

    @DDH

    Danke, ich fasse das als Kompliment auf ;-)

    Übrigens reibe ich mich auch nicht an Obama. Mir missfällt sein Kampagnenstil, aber ich habe noch nie einen Unternehmer dafür kritisiert, dass seine Werbung ankommt. In zwei Aspeken, die mich als Deutschen besonders interessieren, ziehe ich aber die Standpunkte McCains vor: Irak und Freihandel.

    Obama hat übrigens darüber hinaus noch ein Problem, das nicht nur ihm, sondern allen “shooting stars” eigen ist: Ihm fehlt es etwas an “track record”, an dem man seine Wahlkampfrhetorik messen könnte. Bei einem Senator wäre das z.B. die Information, wie er in wichtigen politischen Fragen abgestimmt hat. In einem Vergleich zu Abstimmungen über Freihandelsfragen steht da bei ihm z.B. fast nur “nicht im Senat”, und man bekommt als einzigen Hinweis nur, dass er in all den diese Fragen betreffenden Abstimmungen seit seiner Mitgliedschaft ebenso wie Hillary gestimmt hat, man also bei beiden eine vergleichbare politische Einstellung in dieser Sache annehmen kann.

  31. 14.02.2008 | 16:56

    @FG

    Ok, dann eben kubanische Flagge mit Che-Portrait darin, du Klugscheißer ;-)

  32. DDH
    14.02.2008 | 17:07

    @Rayson: Man weiß (und der “sozialliberale” Blogger Dr. Dean beklagt es), daß Obama tendenziell marktfreundlicher ist als Clinton (David D. Friedman und irgendwelche Reason-Blogger wiesen darauf hin) aber er wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, das jetzt herauszustellen, wo er 1.) Blue Collar Voters in Ohio und Pennsylvania braucht und 2.) auf Edwards’ Endorsement scharf ist.

    Ich finde allerdings, daß McCain aus wirtschaftsliberaler Sicht deutlich hinter Giuliani zurückfällt (ups: Hab ich gerade was Nettes über Giuliani gesagt?).

    Publius Endures s.o. faßt das alles ja sehr schön in einer “Synopse” (gell, Du bist Theologe? ;-) ) zusammen.

  33. DDH
    14.02.2008 | 17:10

    Die Flagge hat der Obama nicht aufgehängt!!!

    Niemand kann was für seine Anhänger, sonst bring ich hier gleich mal in Bezug auf Bush die guilt by associaton-Nummer… :-P

  34. 14.02.2008 | 17:24

    @DDH

    Die Flagge hat der Obama nicht aufgehängt!!!

    Aber vielleicht macht es ihn nachdenklich, woher er seine Stimmen hat? ;-) Aber das meinte ich doch: Wenn irgendwelche Typen irgendeine Flagge in irgendein Büro hängen, bastele ich daraus keine Aussage über die Politik des Kandidaten Obama.

    Über Bush kannst du hier übrigens bringen, was du willst, es würde dir höchstens eine OT-Vorwurf einhandeln: Seine Fans in diesem Blog kannst du vermutlich am Finger einer Hand abzählen.

    Mit Guilianis wirtschaftlichen Positionen habe ich mich übrigens nicht befasst. So sehr interessiert mich der US-Wahlkampf dann doch nicht, dass ich mich mit den ausgeschiedenen oder den chancenlosen ;-) Bewerbern lange aufhalten würde.

  35. R.A.
    14.02.2008 | 17:36

    > Seine Fans in
    > diesem Blog
    > kannst du
    > vermutlich am
    > Finger einer
    > Hand abzählen.
    Hier!

    (Man sollte einen schönen Blogger-Tag auch mit einer netten Provokation abschließen).

    Übrigens hat meine Obama-Skepsis wesentlich damit zu tun, daß er mir zu sehr herumschrödert.
    Ich kann diesen leeren Politikstil nicht ab.

  36. 14.02.2008 | 17:43

    An dich hatte ich dabei zuallererst gedacht, lieber R.A. ;-)

    Was den Schröder-Vergleich angeht: Der startete als Linker, wanderte dann rhetorisch in die Mitte, versprach davon ebenso schwammig eine “neue” und wurde von einer Welle des Wechselgefühls getragen. Soweit gibt es Parallelen. Allerdings hat Obama keinen Oskar an der Seite.

  37. 14.02.2008 | 18:07

    @Rayson:

    Zwischen dem Aufhängen einer Flagge durch Obamas Anhänger und dem Auftritt McCains selbst bei diesem Wahlkampfauftritt sehe ich aber doch noch einen deutlichen Unterschied.

  38. DDH
    14.02.2008 | 18:15

    in dem Zusammenhang, um den es hier geht, gibt es m.E. ein eindeutiges Muster: Wenn in einer Wahl der Kandidat, der noch ehesten liberale Positionen vertritt, chancenlos ist, dann wird - von den Paxxis abgesehen, die in dieser Hinsicht konsequent sind - immer der rechte Kandidat unterstützt - und der linke gebasht.

    Besonders absurd finde ich das in Bezug auf Italien.

    @Marian: Auch das dürfte ein Teil der Erklärung sein!

  39. 14.02.2008 | 19:46

    @Karsten

    Es ist ein Unterschied in der Sache, aber keiner in der Relevanz.

  40. 16.02.2008 | 21:19
  41. DDH
    13.03.2008 | 16:56

    Mir gehen hier langsam die Attribute aus, um das noch zu kommentieren. Durchtrieben oder verschlagen ist für alles was mit HRC zu tun hat die Untertreibung des Jahrhunderts!

    Diese Frau Clinton (samt dem sie umgebenden Polit-Milieu) ist einfach nur widerlich. Und das ist kein Chauvi-Spruch, denn viele Frauen (z.B. Samantha Power) sehen es ähnlich!

    Ich verabscheue ja wirklich diesen Kriegs- held(?) oder doch eher - verbrecher (?) McCain. Gebe ich offen zu. - Aber sollte die alte Clinton mit dieser Serienanfertigung schmutziger Nummern (Intensivtäterin! Roland Koch, übernehmen Sie!) sich die Nominierung ergaunern, dann würde sogar ich als libertärer (der eigentlich zur Wahlenthaltung aufrufen müßte) Non-Interventionist (der eigentlich zur Wahl von Ron Paul allenfalls aufrufen dürfte) und Kulturprogressiver (der normalerweise zur Wahl der DEMs nur aufrufen könnte) zu McCains Wahl aufrufen, um sie zu bestrafen. Ich müßte also 3 mal über meinen Schatten springen! Aber das wär’s wert! Die Clinton ist so dermaßen unterirdisch und charakterlich von allen Kandidaten am ungeeigntesten, ins Oval Office einzuziehen, daß ich dann zu jeder Schandtat bereit wäre!

  42. R.A.
    13.03.2008 | 17:22

    @DDH:
    Ich kann Deine Abneigung gegen die Frau ja größtenteils nachvollziehen - aber was ist jetzt der konkrete Anlaß für diese Suada?

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