Impression in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt

Ein Grüppchen von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands verteilt seine “systemkritischen” Propagandablättchen. Kaum jemand interessiert sich für sie.

Auch nicht die ein paar Meter entfernten Polizisten, die einem Fahrradfahrer “Absteigen!” hinterherrufen. Verärgert, weil sie ihn nicht mehr erwischen und von seinem verkehrskrimiellen Tun, nämlich dem Fahren auf dem Fußweg, abbringen können.

Zwei Ereignisse ohne Zusammenhang. Und doch eine Momentaufnahme, die mich als Ex-Ossi aus unklarem Grund froh macht, im Hier und Heute zu leben.

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20 Kommentare zu “Impression in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt”

  1. 13.02.2008 | 14:42

    Freut mich für den Radfahrer. Aber was hast du gegen die MLPD? Die machen bei uns jeden Montag eine Montagsdemonstration, und da lernt man immer wieder was dazu, z.B. dass unsere Armut davon herrührt, dass zuviel produziert wird. Das habe ich noch nicht gewusst und hat man mir hier vorenthalten :-)

  2. 13.02.2008 | 14:47

    Ich habe doch nichts gegen die gesagt. Jede öffentliche Erwähnung ist doch im Gegenteil bestimmt ein Geschenk, das man ihnen machen kann, oder?

  3. stefanolix
    13.02.2008 | 15:31

    In der DDR-Zeit wären so viele Polizisten vor Ort gewesen, dass sie den Fahrradfahrer garantiert erwischt hätten;-)
    Übrigens wird das Radfahren auf dem Fußweg in vielen Städten durch falsche Verkehrsplanung geradezu provoziert.

    Die MLPD hätte damals in einer Fußgängerzone im Osten keine Chance gehabt. Auf abweichende Linke waren SED und MfS überhaupt nicht gut zu sprechen.

  4. 13.02.2008 | 16:08

    Noch mehr würde ich mich freuen, wenn die MLDP ihre Propagandaveranstaltung in einer verrauchten Kneipe machen könnte, um die ich dann nicht nur wegen der Raucherei einen hohen Bogen machen würde. Aber man kann halt nicht alles auf einmal haben… ;-)

  5. stefanolix
    13.02.2008 | 16:31

    Sind die Raucher nicht schon genug gestraft? ;-)

  6. Libertarian
    13.02.2008 | 18:15

    „Wenn im Staat Meinungsfreiheit jedoch taktisch zugestanden wird, um wahre Veränderungen zu verhindern, ist das Verdoppelung der Barbarei.“ Stefan Blankertz, Die Therapie der Gesellschaft.

  7. 13.02.2008 | 18:17

    @libertarian

    Die Propagandazettelchen der Kommunisten habe ich tatsächlich und nicht nur taktisch in die Hände gedrückt bekommen.

  8. 13.02.2008 | 18:19

    @Boche

    Damit bringt dieser Staat doch seine ganze Perfidie zum Ausdruck.

  9. Libertarian
    13.02.2008 | 18:22

    @Boche & Rayson: Ihr habt mich schon verstanden!

  10. 13.02.2008 | 20:47

    @Libertarian

    Es macht mich nicht froh, dass es so ist, glaubs mir.

  11. Lina
    14.02.2008 | 10:55

    Schöne Momentaufnahme, lieber Boche, die mir als Nicht-Ex-Ossi, sondern als Dauer-Wessi so sehr in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass ich sie gar nicht mehr zu würdigen wusste.

    Daraufhin habe ich einen kleinen Selbstversuch gemacht, indem ich bei Rot über eine Fussgängerampel ging, obwohl eine Polizeistreife davor parkte - und wollte es kaum glauben: die beiden Insassen sprangen nicht sofort heraus, sondern blieben sitzen! - Perfider Nebengedanke: Sollten wir neuerdings auf der Strasse “mehr Freiheit wagen” können als zukünftig im Netz ;-)?

  12. 14.02.2008 | 10:57

    Ich hoffe nur, du hast bei deinem Selbstversuch trotzdem vorher nach links und rechts geschaut, liebe Lina? ;-)

  13. Lina
    14.02.2008 | 11:50

    Doch, sonst hätte ich Dir wohl kaum davon berichten können, lieber Boche ;-)!

  14. 14.02.2008 | 11:54

    Nun ja, ich hatte mir in meinen sorgenvollen Gedanken eine bis auf eine Kommentartipp-Hand eingegipste Lina vorgestellt. Schön, dass es nicht so ist! ;-)

  15. FG
    14.02.2008 | 11:56

    Daraufhin habe ich einen kleinen Selbstversuch gemacht, indem ich bei Rot über eine Fussgängerampel ging, obwohl eine Polizeistreife davor parkte - und wollte es kaum glauben: die beiden Insassen sprangen nicht sofort heraus, sondern blieben sitzen!

    Klarer Fall: zu kalt!

  16. 14.02.2008 | 12:06

    Dann würde die Klimaerwärmung ja zu freiheitsbeschränkender Polizeiaktivität führen.

  17. 14.02.2008 | 13:51

    @Boche:

    Glücklicherweise soll es ja nicht nur wärmer werden, da sind ja noch diese dubiosen “Extremwetterereignisse”. Wenns also nicht mehr die Kälte ist, dann werden die Vopos (ach das waren noch Zeiten) wegen Regen oder Sturm im Auto hocken bleiben. Klimawandel macht dann vielleicht doch frei.

  18. 14.02.2008 | 13:53

    Auch richtig. :-)

  19. Rainer Felting
    17.02.2008 | 18:55

    Ein kaum glaublicher Vorgang. Die Verschmutzung unserer Umwelt mit Propaganda ist auch sehr schön von einem Iraker, zu Gast in Hamburg, aufgezeigt worden:

    http://www.oturn.net/sketch/hamburg-partei-werbung.html

    Macht weiter so!
    Rainer

  20. boris baran
    19.02.2008 | 13:54

    diese szene erfüllt als ehemaligen bewohner des “gefängnisses der völker”, des “reiches des bösen” und nun stolzen bewohners der westlichen welt mit großer genugtuung: der extremismus, egal braun, rot oder grün (grün ist die farbe des islam) kann nur auf instabilität und arnut gedeihen. da wir vor beidem sicher sind haben wir von solchen gesellen nix zu befürchten, ausser, die würden versuchen, diese zustände herbeiführen, was ich nich denke…

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