Hisbollah-Chefplaner mit eigenen Waffen geschlagen - wer war’s?

Bei Al Sharq kann man interessante Hintergründe zum tödlichen Anschlag auf den Hisbollah-Terroristen Mughniyeh lesen. Ebenfalls wird dort spekuliert, wer dahinter stecken könnte.
Klar, der Mossad ist für Laien wie mich die am natürlichsten erscheinende Antwort. Um so spannender finde ich die anderen genannten Möglichkeiten. Erlauben sie doch einen kleinen Einblick in die Welt, die bei James Bond immer so angenehm spannend aussieht. Und die in Wirklichkeit wohl spannend aber kaum angenehm sein dürfte.

Ach ja, falls die Vorwürfe gegen diesen Mann richtig sind, wofür wohl einiges spricht (selbst Al Sharq nennt ihn einen Terroristen), ist sein Tod sicher nichts, was mein Bedauern verursachte.

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11 Kommentare zu “Hisbollah-Chefplaner mit eigenen Waffen geschlagen - wer war’s?”

  1. R.A.
    14.02.2008 | 14:57

    Da dieser Verbrecher bei einer ganzen Reihe von Geheimdiensten ganz oben auf der Liste stand, sind neben dem Mossad als üblichem Verdächtigen diverse Täter vorstellbar.

    Der SpOn-”Geheimdienstexperte”
    nennt sogar den BND als Möglichkeit.

    Persönlich kann ich mir bei den deutschen Diensten so viel Expertise nicht vorstellen. Wäre ansonsten aber mal eine vernünftige Verwendung für meine Steuergelder.

  2. 14.02.2008 | 16:49

    Mord als vernünftige Verwendung von Steuergeldern? Uiii, da geht aber jemand weit aus der Schafspelzdeckung. Gehts noch?

  3. 14.02.2008 | 16:58

    Zumindest eine sinnvolle Verwendung deutscher Steuergelder könnte ich darin auch nicht erkennen. Wäre dann wohl auch illegal.

  4. R.A.
    14.02.2008 | 17:42

    Wieso denn “Mord”?
    Das impliziert eine moralische Verwerflichkeit, die hier bestimmt nicht gegeben ist.

    Und da nun ein großer Teil von Steuergeldern für Sicherheit ausgegeben wird (oft mit fragwürdiger Effizienz), wäre die Ausschaltung eines Chef-Terroristen auf jeden Fall vernünftig.
    Und es ist bestimmt vernünftiger solche Hintermänner zu erwischen als daß die Bundeswehr irgendwelches Taliban-Fußvolk incl. Kollateralopfer abschießt.

    Rayson mag recht haben, daß es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt (noch ein Grund, warum ich hier nicht den BND als Täter sehe).

    Aber gerechtfertigt ist die Tötung allemal.

  5. 14.02.2008 | 17:48

    Nee, so nicht, R.A.!

    Wir können doch keine deutschen staatlichen Organisationen in der Weltgeschichte herumschicken, um bei Übeltätern vorläufige Erschießungen vornehmen zu lassen.

    Erstens gilt bei uns jemand erst dann als schuldig, wenn er von einem Gericht verurteilt wurde, und zweitens gibt es hier auch keine Todesstrafe. Das ist kein territorialer Zufall, sondern Teil des Wertesystems dieses Staates, das der selbstverständlich auch im Ausland nicht einfach in die Tonne treten kann.

  6. R.A.
    14.02.2008 | 18:13

    @Rayson:
    Es geht hier nicht um normale Strafjustiz, sondern letztlich um Kriegsrecht.

    Wenn es um einen Gangsterboß ginge, der irgendwo in Deutschland seinen Wohnsitz hat, hättest Du völlig recht.
    Der müßte normal verhaftet, vor ein Gericht gestellt, mit Beweisen verurteilt werden - und bekäme dann ungeachtet seiner Untaten maximal eine Haftstrafe.
    Und das ist auch völlig richtig so.

    Wir haben es aber hier mit einer Bedrohung von außen zu tun, die Möglichkeiten des normalen Rechtsstaats stehen nicht zur Verfügung.

    Die Bundeswehr in Afghanistan würde übrigens nicht anders handeln, und wäre dazu auch völlig berechtigt.

    Wenn die in ihrem Sektor (der zwar vergleichsweise friedlicher sein mag als der Süden, aber eben auch nicht völlig sicher) angegriffen wird, dann wird sie schießen.
    Und wenn sie erfährt, daß der Drahtzieher dieser Angriffe in irgendeinem Gebäude hockt, gut gesichert - dann schickt sie bestimmt keinen Haftbefehl vorbei, sondern im Zweifelsfall einen Bomber.
    Und wenn die Bombe trifft, wird im Hauptquartier der Sekt aufgemacht.

    Mit Todesstrafe hat das nichts zu tun, und generell finde ich es immer besser, wenn man die Führungsfiguren ausschaltet, und nicht immer nur das Fußvolk für diese Verbrecher den Kopf hinhalten muß.

  7. Gomez Davila
    14.02.2008 | 18:36

    @R.A.:

    Dazu müssten wir allerdings mit Syrien Krieg führen, wenn hier das Kriegsrecht gelten soll, um die Aussage - “Wäre ansonsten aber mal eine vernünftige Verwendung für meine Steuergelder” - von dem Verdacht zu entkräften, hier wäre gemeint, es wäre gut, Mord mit Steuergeldern zu finanzieren. Zumindest kann man nicht einfach in einem anderen Land Leute umbringen, selbst wenn das aus Sicherheitsgründen seine Berechtigung hätte. Das normale Procedere wäre: Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten dieses Landes - Verhaftung - Auslieferung - Gericht.
    Und aus dem Fußvolk wachsen neue Führungsfiguren nach, besonders nach solchen Aktionen.

  8. 14.02.2008 | 20:51

    Ziehen wir uns nicht an der wohl sowieso abwegigen Vermutung hoch, der BND steckte dahinter. Der war es wohl kaum. Und er hätte tatsächlich kein überzeugendes Mandat dafür. Der Mossad meines Erachtens aber schon. Und Mord würde ich es auch nicht nennen.

  9. Die Stimme aus dem Off
    14.02.2008 | 23:40

    Ich denke es war die Fatah im Auftrag bzw. mit Unterstützung der Saudis. Wenn ich Recht habe, dann gibt es bald eine Antwort, natürlich wieder von “israelischer” Seite.

  10. R.A.
    15.02.2008 | 10:12

    @Gomez:
    > Dazu müssten wir
    > allerdings mit
    > Syrien Krieg
    > führen, …
    Theoretisch ja - denn Syrien unterstützt ja diese Terroraktivitäten, die eben auch gegen Deutschland gerichtet sind.

    Wenn es in Syrien einen funktionierenden Rechtsstaat gäbe, wäre das Prozedere in der Tat klar mit Amtshilfe, Auslieferung und Gerichtsverfahren.

    Weil sich Syrien dem aber verweigert, greifen eben andere Rechtsgrundlagen.
    Und beim Recht auf Selbstverteidigung ist ein Staat sehr wohl berechtigt, eine Gefahr durch so eine Bombe zu beseitigen, wenn andere Mittel nicht möglich sind.

    Natürlich war es nicht der BND. Er könnte es nicht und nach deutschem Recht hat er nicht die Befugnis dazu.
    Aber nach dem Völkerrecht wäre es Deutschland sehr wohl gestattet, einen Dienst so operieren zu lassen wie es der Mossad tut.

    Von “Mord” kann bei dieser Sache auf jeden Fall keine Rede sein.

  11. boris baran
    19.02.2008 | 13:41

    one turd one flush.
    eine ausgezeichnete nachricht, die liquidierung dieses mörders. möge es so allen terroristen geschehen!
    und zu den spekulationen wers war: ALLE hatten nen grund in umzulegen: sämtliche geheimdienste des westens, weil er gegen sie terrorismus verübte, die saudis, weil sie eine sache fürchteten wie mit der al-quaida (die geister die ich rief) und schließlich jemand aus der hisbollah, weil er dessen posten wollte.
    auf jedenfall, für den, ders war, Y’shar Koach (Shkoyach — A mashed together version of Yasher Koach, literally, “May your strength be straightened.” Loosely translated as “Way to go,” or “More power to ya”!)!!!!!!

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