17. Februar 2008
Das ist dem Dehm aber unangenehm
So dogmatisch wolle man nicht sein, der DKP die Zusammenarbeit zu verweigern. Sagt der niedersächsische SED-Landesobere Dehm in Bezug auf die Debatte um die Zusammenarbeit zwischen seiner Partei und der DKP (zitiert im linken Boulevard).
Den Dehm darf man nach Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main “Stasi-Informant” nennen, was im Zusammenhang natürlich besonders lustig ist. Mindestens so lustig, wie der Umstand, dass es die DKP wohl ohne damals überwiesene SED-Millionen heute vielleicht gar nicht geben würde. Dass DKP-Mitglieder in der DDR paramilitärisch ausgebildet worden sein sollen, um im Westen Sabotage zu betreiben, interessiert heute wohl sowieso nicht mehr. Ist halt links, ist halt irgendwie trotzdem gut und bündnisfähig.
Weiterhin werden dort folgende Äußerungen des Stasi-Informanten Dehm berichtet:
Der Landesvorsitzende bestätigte, er habe seinen Parteifreunden in einer E-Mail mit Blick auf die Wegner-Äußerungen geschrieben: “Was uns bleibt, ist Schadensbegrenzung und starke Nerven und auch mal: Klappe halten.”
Bis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg sollten die Funktionsträger von breiten inhaltlichen Debatten über Mauertote, Revolution und Stasi dringend absehen.
Natürlich möchte die SED von einer breiten, ihr unangenehmen Diskussion ihrer Vergangenheit absehen. Noch kann sie die aber nicht verbieten. Blöd, das.
Was mich immer wieder erstaunt, ist, dass die West-Linken die Usurpation des Begriffes “links” durch die Nachfolger von Honecker und Ulbricht so widerstandslos hinnehmen. Es sollte nicht erstaunen, dass mich dieser Umstand noch misstrauischer gegen das macht, was sich politisch links nennt.
Verfasst von Boche um 12:37 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)