26. Februar 2008
Hochgerechnet
Arbeitsplatzabbau ist derzeit ein Verkaufsschlager der Massenmedien. Also ist es attraktiv den Beschäftigungsabbau möglichst hoch auszuweisen: Wer bringt die Schlagzeile mit den höchsten Entlassungszahlen? Und dazu bedienen sich manche Journalisten besonders durchsichtiger Methoden der “Hochrechnung”. So liest man heute bei tagesschau.de:
Allein in Deutschland würden bis zu 2000 Stellen gestrichen, weltweit seien es 3800, teilte die Siemens AG in München mit. Von weiteren 3000 Beschäftigten will sich Siemens durch Verkäufe und Partnerschaften trennen. Damit stehen insgesamt 6800 Arbeitsplätze zur Disposition.
Ich kann so manchen verstehen, der immer wieder in Bastiats “Was man sieht und was man nicht sieht”-Falle tappt, aber derartiger Nonsens stößt schon an die Grenzen des Tolerierbaren. So tun, als würden Verkäufe und Aufgabenauslagerungen Werksschließungen entsprechen. Keine Ahnung wer so etwas ernst nimmt. Aber dennoch, haben die Öffentlich-Rechtlichen einen Verbildungsauftrag?
Verfasst von SteffenH um 10:33 Uhr in der Kategorie Politik, Presse / SPON- und taz-Blog, Wirtschaft (Trackback)