25. März 2008
Verliebt
Da ist wohl jemand sehr in seine Rolle als Außenseiter verliebt und kann nicht von ihr lassen.
Verfasst von Boche um 10:56 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
Da ist wohl jemand sehr in seine Rolle als Außenseiter verliebt und kann nicht von ihr lassen.
Verfasst von Boche um 10:56 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
Oswald?
Link.
Nein, da will nur jemand die große Lücke des Friedrich Merz schließen und das in einer Partei, in der es immerhin noch Chancen aufs Mitregieren gibt ![]()
@stecki
Merz war ja zum Schluss der Inbegriff des Außenseiters. Also stimmt dein Vergleich.
Merz mag in Angies Girls-Camp & Co ein Außenseiter sein, aber innerhalb der Partei in toto ist er es absolut nicht. Im Gegenteil. Und in der Politik kann viel passieren. Daher geben ich die Hoffnung nicht auf, daß einmal Merz Kanzler, Kirchhof Finanzminister, Metzger Arbeitsminister und gern auch ein Liberaler Wirtschaftsminister wird ![]()
Ich dagegen gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir dann auf den Wirtschaftsminister verzichten können. Aber als Justiz- und Innenminister wünsche ich mir (echte und kompetente) Liberale.
@stecki
Glaube und Hoffnung gehören wohl nicht nur in die Religion sondern auch die Politik.
Eine liberalere Union sehe ich nicht kommen.
@Boche: Wenn Glaube und Hoffnung nichts in der Politik zu suchen haben, warum treten noch Leute in marginalisierte Haufen wie die FDP ein? ![]()
Die Union ist (wirtschafts)liberaler, als Du vielleicht denkst.
Man kann beim Wechsel zu Union auch etwas Berechnung unterstellen. Wenn er in den Bundestag will, dann gibt es bei der CDU sicherer einen Landeslisten-Platz als bei der FDP. Jedenfalls von der reinen Anzahl her.
@Boche
Warum sollte es, wenn Metzger der CDU beitritt, dafür sprechen, dass er die Rolle eines Aussenseiters mag. Anscheinend will Metzger Politiker sein und gestalten können, dafür sucht er sich eine Partei, in der er am ehesten glaubt füt seine Ideen Zustimmung zu bekommen und die Aussichten auf Macht verspricht. Welche Partei sollte das sein, ausser der CDU? Etwa die FDP, die Partei der Apotheker?
Die Union ist (wirtschafts)liberaler, als Du vielleicht denkst.
Dann wäre sie, das “Du” mal auf mich beziehend, immer noch ziemlich marktfeindlich ![]()
Man kann beim Wechsel zu Union auch etwas Berechnung unterstellen.
Sicher auch. Aber nicht nur. Grüne sind als Wertkonservative gefühlt meist näher an der CDU - der keine besonderen Werte vorgebende Liberalismus ist denen zu “kalt”.
Etwa die FDP, die Partei der Apotheker?
Die kenne ich gar nicht.
@ Rayson
Du kennst die “Partei der Apotheker” nicht? Das ist doch die, die seit “Dreikönig” nicht länger “Klientel-Partei” heissen will.
Zur FDP zu gehen, wird für Metzger als Person vermutlich nicht nur Marginalisierung, sondern sogar Stigmatisierung bedeuten; ist doch schliesslich ein tatkräftiges und wortgewaltiges “Cleverle”, oder?
Schade eigentlich, dass es nicht anders kommen konnte ;-)…
Wenn ich auch antworten darf: die FDP ist für mich lediglich eine Partei, die etwas liberaler als andere Parteien ist.
Nur weil hier oben “Bissige Liberale” steht, bin ich nicht (kritik- und bedenkenlos) für die FDP. Eine politische Partei wird wohl nie ganz ohne Klientel sein, zumindest kenne ich bisher keine solche Partei. Ich glaube übrigens nicht, dass die FDP nun besonders viel für Apotheker täte, wenn sie denn könnte …
Der FDP warf er Egoismus vor. Die Liberalen seien zu wenig nachhaltig.
Falsch, vor allem die verletzte Eitelkeit jüngerer FDPler wird lange währen.
@stefanolix
Nur weil hier oben “Bissige Liberale” steht, bin ich nicht (kritik- und bedenkenlos) für die FDP.
Bin ich auch nicht deshalb, weil ich im Besitz so eines blau-gelben Plastikkärtchens bin.
@N. Neumann
Falsch, vor allem die verletzte Eitelkeit jüngerer FDPler wird lange währen.
Ja? Hat sich denn schon einer geäußert?
@ stefanolix
“Ich glaube übrigens nicht, dass die FDP nun besonders viel für Apotheker täte, wenn sie denn könnte …”
Sag das nicht! Gerade was blutbildendende Medikamente betrifft, dürfte die FDP hohen Bedarf haben, nachdem Eigenblutbehandlungen wegen - so sorry! - kollektiver Blutleere ausscheiden.
Ich meine ja nur: ein Vollblutpolitiker wie Metzger sucht keinen Aderlass, wenn er an die Konserven kann…
(Es ist vielleicht ein wenig ungerecht, was ich da sage, aber der FDP fehlt nicht an Grips, aber IMHO an Saft…)
@N. Neumann
Falsch, vor allem die verletzte Eitelkeit jüngerer FDPler wird lange währen.
Ja? Hat sich denn schon einer geäußert?
Direkt nicht. ![]()
Und indirekt?
Mal abwarten:
“Ich finde es ungewöhnlich, dass er vorher mit niemandem in der CDU korrespondiert hat”
CDU-Biberach-Kreisvorsitzender Josef Rief in der der FTD. Von Metzgers angestrebtem Wechsel in die CDU habe er erst aus der Presse erfahren.
Und dann Direktkandidat werden wollen?
Etwa die FDP, die Partei der Apotheker?
Die kenne ich gar nicht.
Nö - Abneigung gegen Kritiker von Elchen. Ich kann mich jedenfalls nicht an die Versuche zur vollständigen Abschaffung standesrechtlicher Privilegien erinnern, die allein der heldenhafte Widerstand der FDP gegen die mit Macht vorwärtsdringende Phalanx aller anderen Parteien abgeschmettert hätte.
Demnächst kommt noch einer auf die Idee, die Grünen als Partei des Militärs zu bezeichnen, weil sie für den Krieg gegen Serbien gestimmt haben…
Natürlich fürchten jetzt einige Politiker, dass ihre Kreise gestört werden könnten. Ein Oswald Metzger wäre in jedem CDU-Kreisverband zunächst ein »enfant terrible«.
@Parker8: Hast Du keine seriösen Quellen?;-)
Nein, aber im Ernst: Der Artikel gehört IMHO nicht zur Information, sondern eher zur Meinungsmache.
Dass die FDP es nicht schafft, sich zu einer Position gegen den allgemeinen IHK-Zwang aufzuschwingen, bedaure ich sehr. Aber andererseits schafft das auch keine andere Partei;-)
Zum »Meisterzwang«: wie das Zertifikat heißt, ist mir relativ egal. Aber ich will einen Fachmann an irgendeinem formellen Merkmal erkennen können und dann die Möglichkeit haben, bei ihm zu kaufen oder ihn zu beauftragen. Wenn es also keinen Meisterzwang gibt, muss es wenigstens ein Recht geben, diesen »Titel« zu führen. — Merkwürdigerweise bin ich z.B. noch nie richtig reingefallen, wenn ich meine Brötchen oder Christstollen bei einem Mitglied der Bäckerinnung gekauft habe — von anderen Produkten will ich höflich schweigen.
@stefanolix
Die Lokalfürsten versteigen sich ja schon zur Hoffnung, Metzgers Aufnahmeantrag werde abgelehnt. Da wäre ich wirklich mal auf die Begründung gespannt, denn dieser zufolge müsste wahrscheinlich mehr als die Hälfte der Mitglieder die Partei sofort wegen erschlichener Aufnahme verlassen…
Gegen freiwillige Qualitätszertifikate hat kein Mensch etwas. Aber dass dein Bäcker so einen super Stollen backt, hat sicher nichts damit zu tun, dass er etwas Betriebswirtschaft gelernt hat - Backen können muss man schon als Geselle.
Der Geselle muss einen Stollen backen können. Das kann eine Hausfrau auch. Der Meister muss aber dafür sorgen, dass tausend Stollen effizient und in gleichbleibender Qualität gebacken werden. — Ach, was erzähle ich mitten im Frühling jemandem außerhalb Dresdens vom Stollen: gib mir im Advent 2008 Deine Adresse und ich schicke Dir einen richtigen zertifizierten Stollen, dann weißt Du, was ich meine;-)
Am besten gleich zwei, denn den zweiten knalle ich dann dem hiesigen Bäcker auf den Tisch und verlange, dass er auch sowas hinbekommt, schließlich hat er auch den “Großen Befähigungsnachweis”
Der Meister muss aber dafür sorgen, dass tausend Stollen effizient und in gleichbleibender Qualität gebacken werden.
Muss er. Aber wie schaffen andere Unternehmer oder Manager Ähnliches mit ihren Produkten ganz ohne Meisterbrief?
@ stefanolix
Mein zertifizierter Osterfladen von der Hofbäckerei war auch nicht schlecht; ach, was rede ich da: Ostern ist ja auch schon vorbei…
(Gib’ mir doch mal Deine Adresse für nächstes Jahr ;-), ja?)
Rayson, Dein Bäcker muss keinen Dresdner Christstollen backen können. Wie ich weiß, habt Ihr eine sehr gute lokale Koch- und Backtradition und braucht darin keine Nachhilfe. Lasst unseren Bäckern das Geschäft mit den Christstollen;-)
Natürlich kann man Stollen industriell in noch viel größerer Stückzahl herstellen. Aber der Kenner wird solchen Stollen nicht akzeptieren. Das verhält sich wohl ähnlich wie mit dem Wein …
Lina, ich würde mir die Osterfladen vielleicht doch lieber persönlich kaufen und gleich noch einen Spaziergang über Euren schönsten Markt unternehmen. Einen Christstollen kann man versenden und [sogar bis Ostern] lagern, einen Osterfladen muss man wohl eher frisch kaufen.
So, genug vom Essen geplaudert. Bevor ich noch mal Appetit bekomme, gehe ich besser schlafen;-)
Da muß ich doch mal ganz unpolitisch anmerken, daß ich weder in Dresden noch sonstwo von irgendeinem Bäckermeister einen Christstollen kaufen konnte, der sich auch nur annähernd mit meinem selbstgebackenen hätte messen können.
Ansonsten finde ich Metzgers Verhalten befremdlich: Da macht er sich schon seit Monaten mit Parteiwechselabsichten rum, und dann hat er nicht mal ein Gespräch mit dem lokalen Kreisverband geführt.
Aufnehmen werden sie ihn wohl - aber jemand der so grob unhöflich und kommunikationsunwillig ist, sollte m. E. kein Mandat bekommen.
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