Brett vorm Kopf…

… oder mit den Worten von Hartmut Kliemt:

Der durchschnittliche theoretische Ethiker hat anscheinend ebensolche Schwierigkeiten wie jeder andere zu begreifen, dass die je eigenen Vorstellungen vom Gemeinwohl am Ende nicht das Gemeinwohl, sondern nur je eigene Vorstellungen vom allgemeinen Wohl definieren.

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23 Kommentare zu “Brett vorm Kopf…”

  1. Lina
    1.05.2008 | 12:29

    Saft- und kraftloser Versuch über den Vorzug von Eigennutz zu Lasten eines wie auch immer definierten Gemeinwohls. Cool! Was Hannah Arendt noch die “merkwürdige Selbstlosigkeit der Massen” nannte, wird hier zur Diskreditierung notwendig veranlagter Formen sozialer Anteilnahme - und ihres Ausdrucks im wirtschaftlichen Geschehen.

    Bei allem Respekt vor der Materialsammlung empfinde ich den Text als einen Aufruf zu smarter Rücksichtslosigkeit. Schöne neue Welt.

  2. 1.05.2008 | 19:16

    @lina:

    Es wäre schön, wenn du versuchen würdest bei der Lektüre von Ökonomentexten dein klischeehaftes Denken über das was Ökonomen nach deiner Meinung denken abzuschalten. Das Zitat war m.E. so bemerkenswert, weil es so schön darauf abstellte, dass ein Gemeinwohlkonzept immer subjektiv ist und nie Allgemeingültigkeitsanspruch für sich reklamieren kann. Kliemt redet an keiner Stelle dem Egoismus das Wort, jedoch wehrt er sich gegen eine zwangsläufig an Informationsdefiziten scheiternden kollektivistischen Auffassung von Gemeinwohl. Ich erinnere mich dir schon einmal vorgeschlagen zu haben, den Kollektivismus im Gut sein wollen gegen das Gut sein können in einem von dir überschaubaren und kontrollierbaren Kontext auszutauschen. Ich habe 21 Jahre meines Lebens im Sozialismus gelebt und damit einen ordentlichen Schluck dieses “wie auch immer definierten Gemeinwohls” genießen dürfen. Was sich da im Staatsbürgerkundeunterricht und am Pioniernachmittag immer so großartig angehört hat, war für einige Leute die Hölle auf Erden. Wer hätte das gedacht. Da ist mir individuelle Rücksichtslosigkeit, die keine Chance hat als Gemeinwohlorientierung vermarktet zu werden, wesentlich lieber.

  3. Lina
    1.05.2008 | 20:32

    @ SteffenH

    Bedauerlich, dass ich kein Ex-DDR-Ökonomenhirn habe, dann ginge vielleicht hinein, was Du mir erneut empfiehlst. So geht es nicht hinein, und das ist gut so.

    Das Zitat war OK, ich bezog mich auf den ganzen Text. Wenn der aber nur für Leute vom Fach und spezifischer Herkunft geschrieben und veröffentlicht wurde, dann magst Du mir meine Einmischung und unfachgemässen Auslegung dessen, was ich gelesen habe, noch einmal verzeihen. Geht das (-;?

    Wenn im Text auch gestanden hätte, dass die angeprangerte Selbstlosigkeit Spuren christlicher Prägung, vor allem aber Rudimente unserer kollektivistischen Anfänge aufweist, dann hätte ich ihn anders lesen können. Mir aber (zwischen den Zeilen) existenzielle Grundlagen menschlichen Zusammenlebens als wertlos und hinderlich für die Entfaltung eines freien Markts verkaufen zu wollen, übersteigt meine Aufnahmebereitschaft.

    Und bitte ein für alle Mal notieren: ich bin nicht “pop-betroffen”, es geht mir nicht um (modisches?) Gut-sein-Wollen oder (westlich dekadentes?) Gutmenschentum, wenn ich einen ethikfreien Markt nicht gutheissen kann; ich meine es ernst und sage es.

  4. Lina
    1.05.2008 | 20:51

    @ SteffenH

    P.S.: Du weist auf Deine Herkunft hin. Ich habe schon lange den Eindruck, dass sich hier auf B.L.O.G. nicht von ungefähr 200prozentige Überzeugung Bahn brechen will und dass eine gewisse Blindheit den Auswüchsen kapitalistischen Wirtschaftens gegenüber vorliegt, mit denen wir “Wessies” schon unsere Erfahrungen gemacht haben; deshalb diese auffallend starke Reibung?

  5. Lina
    2.05.2008 | 8:01

    @ SteffenH

    Von der Reibung zur Entschuldigung: Ja, ich will mich entschuldigen! Die Schärfe, die ich in mein Statement hineingebracht habe, war unangemessen und ich bedaure das. Sie kam aus der wiederholten Aufforderung, mich in Sachen, von denen ich Deiner Meinung nach nichts verstehen würde, nicht einzumischen, mich herauszuhalten, mich statt dessen im “Gut-sein-können” zu bestätigen; ein reichlich gewagter, vermessener, überheblicher und unfairer Einwand dazu.

  6. 2.05.2008 | 10:51

    @lina:

    Kein Problem, ich teile hier auch gut aus und finde das so angemessen, denn manchmal treibt der Ärger den Menschen erst zum notwendigen Ehrgeiz zur Schärfung ihrer Argumente. Ich habe nie gesagt, dass du von diesen Dingen nichts verstehst, nur dass mitunter das Argumentieren unter Beachtung der Konsequenzen des vermeintlich Nahe liegenden mitunter etwas zu kurz kommt. Insofern halte ich meine Einwände, wenn auch oft recht direkt formuliert, nicht unbedingt für überheblich oder unfair. Mich langweilen lediglich diese Appelle an diffuse Gerechtigkeits- oder Fairness-Vorstellungen, die so schablonenhaft daherkommen, aber nicht an der Realität getestet wurden. Es ist eben so, wie es das Zitat oben von Kliemt sagt…

    Noch etwas zur Herkunft: Ich bin fast 40, hab also den größten Teil meiner Zeit als Erwachsener im Westen gelebt, in den ich mit 21, einem Vermögen von 1000 DM und dem Ost-Abitur in der Tasche gespült wurde. Die letzten Jahre davor musste ich meine Zeit als Wehrdienstleistender bei den “bewaffneten Organen” der DDR vertrödeln, die mir allerdings auch einen recht guten Einblick in das furchteinflössende Potential wohlmeinender Funktionäre bei der Durchsetzung sozialistischer Gemeinwohlinteressen ermöglicht hat. Zumindest meine Westzeit hat einiges mit Arbeit, aber vor allem viel mit Freiheit und der Möglichkeit mich entfalten zu können zu tun. Dinge die im Osten Mangelware gewesen wären. Du, so vermute ich, bist ein paar Lenze jünger als ich, und hast weder die Ost, noch die Westerfahrungen, zumindest nicht als erwachsender Mensch mit Verantwortung für dich selbst. Insofern wäre ich mit Urteilen über die Erfahrungen deiner ostdeutschen Zeitgenossen und ihre Fähigkeit den real existierenden Kapitalismus einschätzen zu können etwas vorsichtiger. Für mich ist es regelmäßig verwunderlich, wie Menschen mit ausschließlicher Westerfahrung angesichts kollektivistischer Utopien bar jeder Empirie so ins Schwärmen geraten können, geschweige denn einen Anflug von Skepsis verspüren.

  7. Gomez
    2.05.2008 | 15:14

    Wie üblich bei diesem Blog: Eine Mixtur aus durchaus Richtigem und Haarsträubendem, verunglückte Metaphern inklusive (”Gemeinwohlsirenen” - meine Güte!).

    Da wird kritisiert, die Unternehmer würden an aristokratischen Idealen gemessen, nur den Arbeitern ließe man die Verfolgung eigener Interessen durchgehen - ich muß die vielen Gürtel-enger-schnallen-Appelle an die Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten wohl geträumt haben. Da wird das “unwürdige Spektakel” beklagt, als den Sozen gesagt wurde, auch die Nazis seien Sozialisten gewesen - nur um am Ende des Absatzes in die selbe Tröte zu pusten. Da wird richtigerweise eingesehen, daß eine “Ordnung zu unterstützen, die es jedem erlaubt, möglichst weitgehend seine je eigenen Vorstellungen zu realisieren”, eben auch nur eine bestimmte Auffassung unter vielen ist. Aber er macht nichts draus.

    Denn so richtig die Warnung vor dem Kollektivismus ist: Auch eine abstrakte Zielsetzung ist eine inhaltliche - nämlich mit dem Inhalt, keine inhaltlichen Ziele zuzulassen. Daß die sich dann trotzdem Bahn brechen, zeigt ja die Entstehung der im Text geschmähten “Ethiken”.

    Btw: Was ist denn ein “durchschnittlicher theoretischer Ethiker”? Einer, bei dem es zum John Rawls nicht gereicht hat?

  8. Buenavista
    2.05.2008 | 18:22

    Seit der Lektüre über die hier beklagte Beendigung des “freiwilligen Arbeitsverhältnisses” ausgebeuteter bulgarischer Arbeiter mit 70-Stunden-Woche ohne Sozialversicherung scheint mir die Überschrift dieses Blogbeitrags symptomatisch für manche Poster hier zu sein.

  9. stefanolix
    3.05.2008 | 19:19

    Quatsch. Es muss grundsätzlich erlaubt sein, darüber zu diskutieren, was diese Arbeiter dazu treibt, sich hier extremen Belastungen auszusetzen. Das stellt uns doch nicht in eine Reihe mit denen, die Arbeiter aus dem ehemaligen Ostblock möglicherweise mit Erpressung und anderen illegalen Methoden an den Rand der Sklaverei getrieben haben.

    Gehen wir für einen Augenblick davon aus, dass der Auftraggeber die 700 Euro netto ausgezahlt hat, dass die Arbeiter zu jedem Zeitpunkt frei waren und dass für die Bauarbeiterbaracke keine Miete verlangt wurde. Gehen wir für einen Augenblick davon aus, dass die Arbeiter in zwei Wochen dreizehn Schichten zu je 12 Stunden gearbeitet haben — weil ihnen in »harter Währung« das Dreifache ihres Lohnes im Heimatland winkte.

    Ich habe das kurz vor der Wende auch mal für ein Vierteljahr gemacht und ich hätte es sicher auch eine Weile länger durchgehalten: vor meinem Wehrdienst hatte ich die Möglichkeit, auf einer RGW-Baustelle in der Ukraine zu solchen Bedingungen zu arbeiten. Es gab im Prinzip nur Arbeiten und Schlafen, aller 14 Tage einen freien Sonntag. Ich konnte mir nachher viele Wünsche erfüllen und will die Erfahrung nicht missen. Das treibt Leute in hochbezahlte Schufterei für kurze Zeit. Es muss nicht jeder nachvollziehen können. Aber vielleicht fehlen dem, der das nicht nachvollziehen kann, auch sonst einige Erfahrungen und Antriebskräfte …

  10. Lina
    3.05.2008 | 19:22

    @ SteffenH

    Zitat: “Für mich ist es regelmäßig verwunderlich, wie Menschen mit ausschließlicher Westerfahrung angesichts kollektivistischer Utopien bar jeder Empirie so ins Schwärmen geraten können, geschweige denn einen Anflug von Skepsis verspüren.”

    Mich wundert nicht, was Dich wundert. Unser aller eingeprägte Erfahrung reicht viel weiter zurück als etwa bis zu den fetten Wirtschaftswunderjahren oder dem erlösenden Mauerfall. Dieser “Anflug von Skepsis” gegenüber kollektivistischer Utopien, den Du vermisst, ist auch im “unerfahrenen” Westen gut ausgebildet, aber letztlich wie ein Übermass an “Selbstlosigkeit” auch nur eines von vielen latenten Symptomen, deren wirksame Therapie schon unsere Gene zu verhindern scheinen. Empirisch gesehen gibt es Menschen, die frei (und selbstständig), andere, die unter Diktat leben (versorgen und versorgt werden) wollen. Deshalb kann es politisch nur noch darum gehen, alle Aufgeklärtheit darauf zu verwenden, auf rechtsstaatliche und - wenn es nach mir ginge (-; - vorzugsweise liberale Weise den gangbaren Mittelweg zu finden, der dem Einzelnen ein Optimum an Entfaltung und (Bewegungs-) Freiheit garantiert.

    (Das war jetzt - sorry! - eine mir wichtige Standortbeschreibung, damit Du entgegen Deiner ignoranten Einordnung Bescheid weisst, dass ich weder bei den “Sozen” noch bei den puristischen und egozentrischen Verfechtern eines deregulierten Marktes eine “Heimat” sehe, sondern dass ich aufmerksam zwischen den Stühlen sitze, wo neben mir, links und rechts, noch viele frei sind.)

  11. stefanolix
    3.05.2008 | 19:50

    @Lina: Und worauf sitzt Du zwischen den Stühlen;-) ? — Ich hoffe, Du sitzt gut, ich möchte Dir nämlich vorsichtig widersprechen: lange nicht allen Menschen ist diese Erfahrung eingeprägt und die Tendenz scheint mir besorgniserregend. Dein liberaler und rechtssicherer Mittelweg könnte schon bald so sehr zugewachsen sein, dass dort kaum noch jemand durchkommt. Deshalb ist es wichtig, dort öfter mal zu jäten — und dafür schreiben wir hier.

  12. 3.05.2008 | 20:38

    [...] Sicher melden sich jetzt Libertäre und sagen mir, dass doch aber jegliche Staatsschule zu verurteilen sei. Sicher melden sich Österreich-Hasser und sagen mir, dass ich doch gerade in allem das Falsche sähe. Und die Anhänger des linkssozialen Bevormundungskartells werden sicher auf die geschützten Sonderräume verweisen, die man den Behinderten doch nicht nehmen dürfe. Aber weil es hier um Selbstbestimmung, um Grundrechte, um Bildung und um Wirtschaft geht, ist das ein Thema für unser liberales Blog. Auch wenn nun vielleicht wieder einige andere meinen, wir hätten ein Brett vor dem Kopf … damit muss man eben manchmal leben. [...]

  13. Lina
    3.05.2008 | 22:16

    @ stefanolix

    Wo man zwischen den Stühlen sitzt? Na, auf dem Boden (der Tatsachen) natürlich, da, wo einen auch heftiger Widerspruch nicht so leicht umwerfen kann (-;.

    Im Ernst: wir haben doch alles schon durch, oder anders gesagt: “Wir haben verstanden” - solange uns (wenn das Deine Besorgnis ist?) keine Verteilungskrise wg. Hungers ereilt. Nur er könnte wieder rückwärtsgewandte Ideologien gesellschaftsfähig machen und schlimme zivilisatorische Rückschritte bewirken.

    Ansonsten haben wir uns als aufgeklärte und in Demokratie erfahrene westliche Gesellschaften doch daran gewöhnt, dass es uns (dank freier & sozialer Marktwirtschaft!) viel zu gut geht, als dass es uns nochmal freiwillig schlecht gehen wollte; da bin ich mir ziemlich sicher. Vielleicht ärgern uns derzeit noch einige dieser krass eklatanten Ungleichheiten im System, aber vielleicht gewöhnen wir uns ja dran - was eine echt evolutionäre Leistung wäre (-;…

    Wie also (inzwischen reichlich OT…) gesagt, bin ich (westlich) optimistisch, auch wenn das Pendel der Geschichte wieder einmal in eine Gegenrichtung zeigt - was Euch ehemalige Zwangssozialisten offenbar erblassen lässt. Und das bisschen Unkraut auf dem Mittelweg kriegen wir auch noch weg - sofern es das Auge einiger weniger Betrachter (wie mir) stört. Wir kommen da durch, verlass Dich drauf - es sei denn (siehe oben)…

  14. stefanolix
    3.05.2008 | 22:39

    »Zwischen den Stühlen sitzt man auf dem Boden der Tatsachen« — den Spruch merke ich mir. Ich bin skeptisch, ob es allein durch den Hunger geschehen kann.

    Auf diesem Weg, da wächst kein kleines Unkraut, das ist schon ein dichtes und dorniges Gestrüpp. Schau Dir den wachsenden Einfluss der Staatsgläubigen an. Der Staat soll alles richten: mehr Rente bei nachlassender Anzahl und Zahlungsfähigkeit der Beitragszahler — was offensichtlich nur erreicht werden kann, wenn man alle anderen Möglichkeiten der Kapitalanlage immer unattraktiver macht (vulgo: stärker besteuert). Der Staat zahlt wohl infolge der Rentenerhöhung auch bald mehr ALG-II — natürlich bei extrem eingeschränkten Zuverdienstmöglichkeiten — und verteuert schon seit zehn Jahren die Energie durch massive Abgabenerhöhungen zugunsten der Sozialsysteme.

  15. Lina
    3.05.2008 | 23:32

    @ stefanolix

    Darf ich Dir Mut machen? Ich glaube trotz allem nicht an ein linkes Bündnis zum Wahljahr 2009 - geht doch die CSU (der eigenen Wahlen wegen…) seit heute schon mal mit der Ankündigung grosszügiger Steuererleichterungen voraus - will den Weg also freihauen (-;…

  16. stefanolix
    3.05.2008 | 23:55

    Das siehst Du möglicherweise zu optimistisch: die Ankündigung der Steuererleichterungen ist doch wieder nichts als Dünger für das nachwachsende Gestrüpp;-)

    Was kündigt die CSU denn in ihrer Verzweiflung an? Die Wiederherstellung der »Pendlerpauschale«? Dazu hat Zettel einen interessanten Artikel geschrieben. Sonst noch populistische Neuigkeiten aus der CSU?;-)

  17. 4.05.2008 | 14:56

    @Gomez

    Glückwunsch für den misslungenen Versuch, alle Autoren dieses Blogs pauschal zu beurteilen. Mach selbst einen auf, dann reden wir auf Augenhöhe.

  18. Gomez
    4.05.2008 | 16:01

    @Rayson:

    Ein Mißverständnis. Wieder einmal. Keineswegs war es meine Absicht, die Autoren dieses Blogs pauschal zu beurteilen. Ich würde es als Unhöflichkeit betrachten, die Autoren vom B.L.O.G. auch nur zu beurteilen, und bedaure die Fälle, wo das mir aus fehlender Contenance unterlaufen sein sollte.

    Mein Kommentar bezieht sich selbstverständlich auf den Blog “Wirtschaftliche Freiheit”, genauer auf den Text “Sirenen der Selbstlosigkeit” von Hartmut Kliemt, den SteffenH oben verlinkt hat. Das Mißverständnis ist sicher deshalb zustande gekommen, weil es schon ab dem zweiten Kommentar gar nicht mehr unmittelbar um Kliemts Text geht. Allerdings hätte schon durch das von mir herbeizitierte “Gemeinwohlsirenen” klar sein können, daß ich mich nicht auf SteffenH´s anmoderierende Worte beziehe.

  19. 4.05.2008 | 16:19

    @Gomez

    Ok, dann sorry für das Missverständnis.

    Ich reagiere immer sehr empfindlich auf Verallgemeinerungen dieses Blog betreffend, da die Autoren ja mitunter auch sehr unterschiedliche Ansichten haben.

  20. Gomez
    4.05.2008 | 16:25

    @Rayson: “Ich reagiere immer sehr empfindlich auf Verallgemeinerungen dieses Blog betreffend,”

    Hab ich schon gemerkt.

    “da die Autoren ja mitunter auch sehr unterschiedliche Ansichten haben.”

    Das finde ich ja auch gut am B.L.O.G.: Kein weltanschaulicher Einheitsbrei, kein Fan-Gejohle in den Kommentaren.

  21. Lina
    4.05.2008 | 19:03

    @ stefanolix

    Zitat: “Das treibt Leute in hochbezahlte Schufterei für kurze Zeit. Es muss nicht jeder nachvollziehen können. Aber vielleicht fehlen dem, der das nicht nachvollziehen kann, auch sonst einige Erfahrungen und Antriebskräfte … ”

    Kleiner Seitenhieb auf vermeintlich satt & faul gewesene “Wessis”? Doch, ich kann das nachvollziehen und trage in Ergänzung die (eben nicht fehlenden!) “Erfahrungen und Antriebskräfte” - West - nach: tatsächlich “hochbezahlt” war etwa die “Schufterei” auf Ölplattformen vor Norwegen, wo es sich auch für einen Westdeutschen lohnte, für das 5-fache seines Heimatlohns ein halbes Jahr lang zu arbeiten - mit einem bemerkenswerten Unterschied zu heutigen Bedingungen, wie ich finde: sie erhielten für diesselbe Arbeit den selben Lohn wie ihre norwegischen Kollegen. Und sie taten es, weil es auch hier noch “viele Wünsche” offen waren…

  22. stefanolix
    4.05.2008 | 19:21

    Lina, bevor ich zu einem Seitenhieb aushole, sage ich es vorher an. Ich betone (normalerweise) zwischen West- und Ostdeutschen keinen Unterschied mehr. Es sollte also definitiv kein Seitenhieb über die innerdeutsche Grenze sein. — Wer sich in dieser Weise auf eine hochbezahlte Schufterei einlässt, der kann den Standardlohn und die Kaufkraft im Land der Auftraggeber eigentlich vernachlässigen. Ein Vergleich zwischen uns DDR-Arbeitern und der Landbevölkerung in der Ukraine wäre völlig absurd gewesen. In welchen Zuständen die Menschen dort gelebt haben, das kann man sich einfach nicht vorstellen, ohne dort gewesen zu sein. Wir lebten fast wie in einem Raumschiff.

  23. 5.05.2008 | 0:07

    @stefanolix:

    ..fast wie in einem Raumschiff.

    Stimmt. Aber es hatte nur fürs linke Triebwerk Treibstoff, daher die Bruchlandung.

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