Der Aasgeier

Der prominenteste Wahlverlierer der USA läßt wieder einmal keine Chance ungenutzt.

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20 Kommentare zu “Der Aasgeier”

  1. 7.05.2008 | 19:05

    *kopfschüttel* Da ich schon mal in Burma war ekelt mich diese Art der Leichenfledderei (oder wie soll man das sonst nennnen?) noch mehr an.

  2. Buenavista
    7.05.2008 | 20:38

    Da kann ich mich mal ohne Vorbehalte anschließen. Und hoffen, dass diese verdammte Junta endlich an einigen noch vorhandenen Bäumen aufgeknüpft wird.

  3. 7.05.2008 | 21:33

    @Buenavista:

    Würdest du uns den Gefallen tun und etwas deinen Ton mäßigen. Hier wird bitte niemand aufgeknüpft, auch nicht verbal. Und könnte es evtl. sein, dass ihr beide von zwei unterschiedlichen “Leichenfledderern” redet?

  4. Buenavista
    7.05.2008 | 21:55

    Nein, mir ist schon klar, wer gemeint war. Aber die Milde gegenüber der birmesischen Junta verwundert mich ein wenig. Birma kenne ich auch. Und die Junta ist eine der übelsten Diktaturen, die momentan existiert.

  5. Michel
    7.05.2008 | 22:12

    Im Sinne eines reziproken Rechts scheint mir aufknüpfen eine angemessene Vorgehensweise zu sein. Angesichts der Ausmaßes an Unheil die die Junta anrichten, dürfte man sich bei Vielen auch über die Beweiserhebung keine Gedanken machen zu müssen. Wo ist also das Problem?

  6. F. Alfonzo
    7.05.2008 | 23:19

    @ Michel:

    Meine Meinung dazu: Leute, die andere aufknüpfen lassen, sind nicht besser als die Aufgeknüpften selbst.
    Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass Buenavista solch eine Auffassung nicht ernsthaft vertritt, sondern dass ihm angesichts der Situation in Burma nur der Kragen geplatzt ist.

    => Deshalb die Aufforderung zur Mäßigung. Während eines Tobsuchtsanfalls kann man keine guten Kommentare abgeben (weiss ich aus eigener Erfahrung ;-)

  7. Buenavista
    8.05.2008 | 0:25

    F. Alfonzo, du hast natürlich recht. Ich vermeine mich aber zu erinnern, dass das Ende Saddams hier nicht übermäßig beklagt worden ist.

    Übrigens kann man die Junta in Birma auch nach einem ganz fairen Prozess aufknüpfen. Besser?

    Was den Aasgeier betrifft: Ich mag es auch nicht, wenn dieser Herr gewissermaßen uns Kohlendioxiderzeugern unterstellt, wir seien zumindest mittelbar für die vielen Toten in Birma verantwortlich.

    Selbst wenn man unterstellt, dass es globale Erwärmung gibt, diese von Menschen verursacht ist und zu vermehrten Wirbelstürmen führt, wäre das Argument nicht akzeptabel. Erstens kann ein häufigeres Auftreten von Wirbelstürmen auch ganz andere Ursachen haben und zweitens treten sie gar nicht häufiger auf. Böse Wirbelstürme gibt es seit je her, und in der Karibik gab es die letzten zwei Jahre fast gar keinen.

    “Schuld” an diesem Wirbelsturm ist kein Mensch, aber eine ganz erhebliche Mitschuld an dessen verheerenden Folgen trägt die Junta, deeren Tage jetzt hoffentlich endlich gezählt sind.

    Ich habe in Birma gesehen, wie menschenverachtend die Junta dort mit dem einfachen Volk umgeht. Und das setzt sich auch nach dem Sturm fort. Also wenn der Herr Friedensnobelpreisträger schon den Mund aufmacht, dann bitte dazu.

  8. F. Alfonzo
    8.05.2008 | 0:27

    @ R.A.:
    Kleine Anmerkung: Der Link führt nicht mehr zu seinem Bestimmungsort.
    Aktuell:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/warme_aasgeier_stuerzen_sich_auf_burma/

    Anmerkung nebenbei:
    Die USA sind die Nation mit dem höchsten pro-Kopf Ausstoß an CO2 (im Moment; vielleicht können sie den schwarzen Peter in ein paar Jahren den Chinesen zuschieben).
    Und: Die USA werden auch mal ganz gerne von Naturkatastrophen gebeutelt. Sei es aktuell die Tornado-Serie im mittleren Westen, oder so was wie der Sturm, der New Orleans vernichtet hat.

    Wenn da also wirklich eine Kausalität bestehen sollte, gehören die US-Amerikaner zu den ersten, die das merken werden, und sind vermutlich auch die ersten, die dagegen angehen werden (Weil sie die reichste der “gebeutelten” Nationen weltweit sind). Es reicht ja, wenn man sein Häuschen alle 3 Jahre neu aufbauen muss; einmal im Jahr will das da wohl niemand machen.
    Nachdem die Bevölkerung in den USA auch nicht völlig verblödet ist, wird sie, falls sie es für nötig erachtet, auch eine Regierung wählen, die das beendet.

    OK, so oder so ist meine Betrachtungsweise wissenschaftlich ziemlich naiv; ich hab auch keine Ahnung von dieser Wissenschaft. Warum aber maulen die Amis nicht rum, wenn die Naturkatastrophen angeblich schlimmer werden?
    Weil sich die Naturkatastrophen immer nur arme Länder aussuchen?

    …und vor Allem: Wer braucht in diesem Entscheidungsprozess Al Gore? Wenn er Menschen überzeugen könnte, wäre er Präsident anstelle G.W.’s geworden; wenn ihm aber die eigene Bevölkerung nicht mal die Führung des eigenen Landes (eindeutig) zutraut, wie will denn der die “Klimakatastrophe” verhindern?
    …absurdisch.

  9. F. Alfonzo
    8.05.2008 | 0:33

    F. Alfonzo, du hast natürlich recht. Ich vermeine mich aber zu erinnern, dass das Ende Saddams hier nicht übermäßig beklagt worden ist.

    Übrigens kann man die Junta in Birma auch nach einem ganz fairen Prozess aufknüpfen. Besser?

    Nein, nicht besser.
    Ein fairer Prozess ist das, was die Aufknüpfenden der Aufknüpfer unter einem solchen verstehen. Ich glaube ich habe diesen Blog noch nicht besucht, als Saddam das Zeitliche gesegnet hat, würde mich aber wundern, wenn ein Liberaler es gutgeheissen hätte, dass Person x durch Staatsmacht y umgebracht wird.
    Falls ich mich täuschen sollte, so ist dies zumindest meine Auffassung darüber, wie man mit Menschen (auch mit Schwerverbrechern und Diktatoren) umgehen sollte.

  10. Buenavista
    8.05.2008 | 1:19

    F. Alfonzo

    Ich bin gegen die Todesstrafe. Ab morgen gilt das auch wieder für die birmesische Junta. Du hast recht, man sollte nicht posten, wenn man wütend ist.

  11. R.A.
    8.05.2008 | 10:57

    Ich bin ja nun prinzipiell ein Gegner der Todesstrafe. Was dann auch heißt, selbst bei so üblen Fällen wie der Junta in Burma wäre ich nicht bereit, selber am Seil zu ziehen um sie aufzuknüpfen.

    Aber umgekehrt würde ich auch keinen Finger rühren um andere Leute an einer solchen Hinrichtung zu hindern.

    Wahrscheinlich würde ich mir da sogar ein Gefühl der Zufriedenheit erlauben.
    So wie das bei Saddam oder Ceaucescu der Fall war (und wenn man 1990 auch das DDR-Politbüro auf rumänische Art behandelt hätte, wäre es mir auch recht gewesen).

    Wenn jemand als Diktator mit Gewalt und Mord herrscht, gehört so ein Ende eben zum Berufsrisiko.

  12. R.A.
    8.05.2008 | 11:02

    @F. Alfonzo:
    Danke für die Link-Korrektur.

    Die USA sind die Nation mit dem höchsten pro-Kopf Ausstoß an CO2

    Jein.

    Man darf nicht vergessen, daß die USA zwei große strukturelle Nachteile haben:
    In einem großen Teil des Landes gibt es relativ extreme Klimabedingungen (sehr kalt im Norden, sehr heiß im Süden), die auf normale Wohnbedingungen zu korrigieren mehr Energie braucht als in unserem milden deutschen Klima.
    Und es ist ein sehr großes Land, mit entsprechend mehr Aufwand für Verkehr aller Art.

    Wenn man beide Effekte rausrechnet, um zu einem fairen Vergleich zu kommen, brauchen sie pro Kopf nicht mehr Energie als wir Deutsche (wenn die Berechnungen stimmen, die ich mal gelesen haben, ohne sie hier verlinken zu können).

    Wobei natürlich hier wie dort noch einiges an Sparsamkeit möglich wäre.
    Angefangen beim bekannten Beispiel der Luxusvilla des hier diskutierten Heuchlers, der ja ein ganz besonders extremer Energiewatz ist.

  13. FG
    8.05.2008 | 12:35

    Angefangen beim bekannten Beispiel der Luxusvilla des hier diskutierten Heuchlers, der ja ein ganz besonders extremer Energiewatz ist.

    Ach Gottla. Wenn wir schon beim relativieren sind (übrigens sollte statt dem “jein” besser ein “ja, aber” stehen), dann bitte komplett. Danke.

  14. R.A.
    8.05.2008 | 13:05

    @FG:
    Das ist aber nun lächerlich.
    Im Artikel steht letztlich nur drin, daß die Vorwürfe zuerst von konservativen Gore-Gegnern gebracht wurden. Was nun ziemlich irrelevant ist.

    Denn sie entsprechen der Wahrheit - jedenfalls hat Gore nie auch nur den Versuch gemacht, sie zu bestreiten oder gar zu widerlegen.

    Bleibt also nur die Ausrede, der Energiewatz hätte mit irgendwelchen Ablaßscheinen (die er übrigens bei seiner eigenen Firma kauft) einen Ausgleich herbeigeführt.
    Und diese Ausrede ist eher peinlich.

  15. Buenavista
    8.05.2008 | 18:05

    Inzwischen würde ich sagen, was die Junta tut ist Genozid durch Unterlassen.

  16. 9.05.2008 | 8:35

    @R.A.:
    Ich bin ja weit davon entfernt, Gore in Schutz nehmen zu wollen. Aber in dem Artikel steht auch noch, dass es sich um Ökostrom handelt, der da verbraucht wird. Was ja doch nicht ganz irrelevant ist.

  17. R.A.
    9.05.2008 | 11:37

    @Karsten:
    Ich halte das für völlig irrelevant.
    Das ganz Konzept, “Ökostrom” getrennt zu verkaufen ist ausgemachter Schwindel.

    Wenn Gore insgesamt weniger Strom verbrauchen würde, dann würde dieser “Ökostrom” eben von anderen Leuten verbraucht und damit “normale” Stromerzeugung vermeiden helfen.

  18. R.A.
    9.05.2008 | 15:20

    Dieser Artikel paßt ganz gut hierher, besonders der letzte Satz.

  19. Buenavista
    9.05.2008 | 17:51

    Sag ich doch. Und bisher höre ich noch nicht mal eine (ohnehin nutzlose) Verurteilung der Junta durch den Sicherheitsrat, geschweige denn ein Mandat, die Hilfsgüter eben ohne “Respektierung der Souveränität” zu den Verhungernden zu bringen.

    Wozu zum Teufel ist die UNO eigentlich da wenn nicht hierfür?

  20. F. Alfonzo
    10.05.2008 | 1:08

    @ all, speziell Buenavista:

    Zwar off-topic, aber:
    Die UNO kann zwar ein politisches Statement abgeben (wie du schon gesagt hast: ohnehin nutzlos), bräuchte aber selbst dafür Wochen; bis etwas darüber hinaus gehendes beschlossen würde, wären die Leute vermutlich schon verhungert.

    Ich frag mich, ob man (ich unterstelle, dass “man” wirklich helfen will, welcher Staat/welche Organisation damit auch immer gemeint ist) das Problem der politischen Differenzen der Junta und den westlichen Staaten nicht dadurch untergraben könnte, dass man die Hilfslieferungen einfach nach Thailand schickt; aus Thailand scheint die Militärregierung ja Lieferungen anzunehmen.

    Damit hätten die “Verantwortlichen” ihr Gesicht bewahrt und könnten sich als die großen Retter präsentieren… vielleicht stelle ich mir das aber auch zu einfach vor.

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