Wir Deutschen…

…haben eine ausgeprägte Neigung stets anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ob das nun bei Lebensmittelpreisen oder einfach nur im privaten Alltag der Fall ist. Ein besonders anschauliches Beispiel ist mir in einem Testbericht für ein Smart-Phone aufgefallen:

Das Gerät ist optisch gut gelungen und auch gut verarbeitet. Das verspiegelte Display ist zwar schick, wird jedoch sehr schnell fleckig wenn man das Telefon am Ohr hat was ein paar Minuspunkte gibt.

Vielleicht sollte sich der User einfach vor jedem Anruf die Ohren waschen.

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11 Kommentare zu “Wir Deutschen…”

  1. Emma
    8.05.2008 | 9:53

    Gnade! Warum muss ich hier immer mehr besserwisserische, pedantische, an den Haaren herbeigezogene Wortklaubereien lesen? Dieser Mief von enttäuschter Weltverbesserei erinnert mich so furchtbar an linksintellektuelles Getue von vor 25 Jahren: wir wissen alles besser, aber die dummen Anderen wollen uns nicht folgen. Natürlich findet man in einem Meer von Meinungen und Websites immer welche, die die eigenen Überlegenheitsgefühle wunderbar bestätigen, aber merkt eigentlich niemand, dass diese kleinen Siege immer unerheblicher und sektiererischer werden?

  2. 8.05.2008 | 13:12

    Mit Hilfe eines mobilen Waschbeckens? Das gibt dann aber nochmal Minuspunkte, wenn ich sowas mitschleppen muss. Nein, ich verstehe deine Kritik wirklich nicht, denn Displays, die man sich während des Telefonierens direkt ans Ohr halten muss, bekommen - vielleicht nicht bei knochentrockenen Typen wie dir - je nach Beschichtung gerne Schlieren. Schön ist das nicht.

  3. 8.05.2008 | 13:18

    @Rayson:

    Das ist aber nicht zu vermeiden, wenn man ein Telefon mit einem so großen Display haben möchte. Ein großes Display ist nämlich einer der Hauptgründe warum manche Leute (ich eingeschlossen) sich solche Smart-Phones kaufen. Wäre es kleiner ausgefallen, hätte der Kollege wahrscheinlich Minuspunkte für ein zu kleines Display vergeben.

  4. tigger
    8.05.2008 | 14:23

    Ist doch gut, wenn ein Produkt kritisiert wird, das gibt den Ingenieuren wieder Anregungen zur Optimierung. Vielleicht entwerfen sie ein smart-phone mit Mikro und Lautsprecher auf der Rückseite :-)

  5. tigger
    8.05.2008 | 14:31

    Wo wären wir ohne Kritiker ? Wir würden uns nie verbessern. Natürlich ist mein Vorschlag wieder kritisierenswert, denn man muss das Telefon nach dem wählen erst einmal in der Hand wenden, bevor man es ans Ohr bringt. Die Handbewegung muss man eben vermarkten, der “smart-flip” :-)

  6. R.A.
    8.05.2008 | 14:55

    Da stellt sich doch die einfache Frage: Gibt es andere Displays, die nicht so leicht verschmieren (z. B. wegen anderer Beschichtung)?

    Falls ja, wäre die Kritik völlig berechtigt.

    Und da diese Tester (ohne ihre sonstige Qualifikation beurteilen zu wollen) wohl häufiger mit verschiedenen Handys zu tun haben als unsereiner, halte ich das für plausibel.

  7. 8.05.2008 | 15:18

    @R.A.:

    Ich benutze seit Jahren ein derartiges Smart-Phone, weil es aufgrund seiner Softwarefülle und einer Wikipedia-Offline-Version schon einige meiner Alltagsprobleme mitgelöst hat. Dabei ist mir natürlich aufgefallen, dass Körperfett am Display haften bleibt. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, wie sich das verhindern lassen soll. Selbst auf einer matten Oberfläche, für deren Herstellung es spezielle Schutzfolien auch als Reflexionsschutz gibt, lässt sich der Schmiereffekt nicht vermeiden. Eine recht einfache Gegenmaßnahme besteht im Abwischen an den Klamotten, in einer regelmäßigen Reinigung mit einem Papiertaschentuch und man kann gelegentlich auch mit einem speziellen getränktem Displayputztuch nachhelfen. Alles einfache Low-Cost-Lösungen, für die es wohl auch schon technische Alternativen geben soll, aber ich nicht sicher bin ob diese das halten was sie versprechen. Vielleicht frage ich mich ja auch bloß, was manche Leute für Probleme haben… ;-)

  8. R.A.
    8.05.2008 | 15:28

    @Steffen:

    Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, wie sich das verhindern lassen soll.

    Da habe ich noch weniger Ahnung - ich benutze PDA und Handy noch ganz konventionell getrennt.

    Aber ich habe halt so ein naives Grundvertrauen, daß so ein Tester nicht völlig verblödet ist.
    D.h. wenn ihm beim Smartphone A auffällt, daß es verschmiert, dann wird er doch ein Smartphone B kennen, bei dem dies nicht (so sehr) der Fall ist.

    Wenn Verschmieren dagegen der Normalfall bei allen diesen Dingern wäre, dann hätte er das doch gar nicht erwähnt.

    Wie gesagt, nur meine naive Hoffnung ;-)

  9. 8.05.2008 | 15:47

    @R.A.:

    Ich hatte auch schon so manches Telefon an der Backe und alle waren danach verschmiert. Es kann lediglich sein, dass die hochreflektierenden Displays der neusten Geräte (meins ist jetzt zwei Jahre auf dem Markt) besonders fettig werden. Vielleicht war es ja wirklich das falsche Beispiel. Aber Schuld sind trotzdem immer die Anderen.

  10. Lina
    8.05.2008 | 18:52

    SteffenH

    “Vielleicht frage ich mich ja auch bloß, was manche Leute für Probleme haben…”

    Könnte sein. Aber tröste Dich: der zum Smart-Phone passende transpirationsfreie und auch sonstwie körpersäfte- und fettarme Mensch ist schon in der Versuchsphase.

    Ob er auch eine Low-Cost-Lösung wird? Ich bezweifle das (-;…

  11. 8.05.2008 | 22:18

    Eine Lotus-Oberfläche lässt den Schutz zumindest leichter abperlen. Nur dann glänzt das Glas nicht nicht mehr.

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