Immer feste druff!

Hier steht schwarz auf weiß, was die SED vorhat:

Im ersten Jahr würde ein Ausgabenvolumen von 40 Milliarden Euro schon 600.000 Arbeitsplätze vor allem im Handwerk, im öffentlichen Dienst und im öffentlich geförderten Bereich schaffen. Nach vier Jahren wächst die Beschäftigung auf über eine Million zusätzliche Arbeitsplätze. Das kurbelt das Wachstum an, gibt ihm eine sozial-ökologische Richtung, entlastet die Sozialversicherungen und steigert die Erträge aus der Einkommensteuer, aber auch aus den Gewinnsteuern der privaten Unternehmen bereits im ersten Jahr um rund 20 Milliarden Euro.

(Quelle)

Man möchte eine Bastiat-Gesamtausgabe nehmen und sie dem Verfasser dieser Zeilen auf den Kopf hauen. Bis er oder sie begreift. Immer druff auf den Kopf, der so viel ökonomischen Unsinn enthält!
Das Geld wird aus der einen Tasche genommen und in die andere geschoben. Und wie durch Zauberei entstehen dadurch Arbeitsplätze. Aus dem Nichts. Weil die Kommunisten das so wollen. Und das aus dem Nichts entstandene Wachstum führt dann zu noch mehr Wachstum. Und zu noch mehr Nichts.
Toll! (Im althergebrachten Sinne des Wortes.)

Diese Arbeitsplätze (die natürlich nicht aus dem Nichts entstehen sondern nur andere ersetzen) entstehen aber, und da nehmen sie kein Blatt vor den Mund, vor allem “im öffentlichen Dienst und im öffentlich geförderten Bereich”. Kurzum: Staatsentlohnung ist das Ideal. Nicht der Bürger entscheidet sondern die Bürokratie.
Kommt mir sehr bekannt vor. Erstaunlich, dass diese schmierige Bande damit so offen hausieren geht und sich trotzdem noch Blöde finden, die sie wählen.

Wobei: Blöd muss man nicht unbedingt sein. Die Staatsentlohnung zu Zeiten der DDR war nicht für jeden unangenehm. Sie war bequem.
Zumindest dann, wenn man faul war. Wenn man auf Bessere neidisch war. Wenn man die Klappe zu halten bereit war. Oder wenn man Karriere durch Seilschaften und ideologische Hörigkeit machen wollte statt durch Fleiß oder Erfindungsreichtum. (Letzteres erinnert mich dann wieder an diverse Parteikarrieren zu heutigen Zeiten, in denen junge Menschen direkt von der Uni oder irgendeinem Gewerkschaftssessel in die Politik wechseln.)

Ähnliche Beiträge


11 Kommentare zu “Immer feste druff!”

  1. 27.05.2008 | 12:40

    [...] von califax am Dienstag, 27. Mai 2008 Bei den Liberalen drüben rauft man sich die Haare: Man möchte eine Bastiat-Gesamtausgabe nehmen und sie dem Verfasser dieser Zeilen auf den Kopf [...]

  2. e.r.
    27.05.2008 | 13:02

    off topic:

    mal ehrlich boche, bist du nicht arschkriecher und speichellecker kannst du doch (zumindest) im deutschen kapitalismus auch nix werden. Werd das vielleicht mal im selbstversuch zu widerlegen suchen. pessimistisch wie ich bin, denke ich es wird an deutscher kleingeisterei scheitern, trotz toller sonntagsreden, muss ich wohl noch warten bis buffet und murdoch die brd aufgekauft haben.

  3. 27.05.2008 | 13:28

    @e.r.

    Ich kenne genug Leute, die ohne Speichelleckerei hier etwas geworden sind. Schwarzmalerei spielt nur den besagten Feinden der Freiheit in die Hände.

  4. e.r.
    27.05.2008 | 13:43

    @boche

    konnten die auch andere werte als die etablierten durchsetzen?

    Da ich “libertärer Anarchist” ( :) )bin würd mich mal deine Definition von Freiheit interessieren.

  5. 27.05.2008 | 13:45

    “Werte durchsetzen”? Was soll das denn sein?

  6. e.r.
    27.05.2008 | 14:33

    ach ja, wir sind ja hier in d-land, da darf man nicht voraussetzen, dass selbst leute wie john stuart mill werte postuliert haben…

  7. 27.05.2008 | 14:38

    Soll ich dem entnehmen, dass mit “durchsetzen” “postulieren” gemeint ist? Oder umgekehrt?

    Tut mir leid, noch redest du für mich in Rätseln.

  8. 27.05.2008 | 14:40

    Aber boche, das ist doch notwendig: Wenn man “mal so” von den Kapitalisten 40 Milliarden zusätzlich an Einnahmen haben will, dann benötigt man zuerst mal enstprechende Finanzbeamte (um das Geld zu ermitteln), Polizisten (um die Kapitalisten zu überwachen) und Bauarbeiter (um eine Mauer um die BRD zu ziehen, das keiner flüchtet). Dazu werden noch Waffen, Selbstschussanlagen, Stacheldraht usw. benötigt.

    Das sind tausende von neuen Arbeitsplätzen, die bisher nicht vorhanden waren und unzulässigerweise auch noch verhindert worden sind von diesen Weicheiern, die immer was von “Freiheit” faseln.

    Und schon hat man
    a) Sündenböcke
    b) Vollbeschäftigung

    Ganz einfach, nicht ?

  9. Eloman
    27.05.2008 | 16:05

    Und wenn diese Knallköppe erst ihre neue DDR geschaffen haben, wer spielt dann die Rolle der BRD, die (man verzeihe mir die Fäkalsprache) den ganzen Laden am kacken gehalten hat????

  10. F.Alfonzo
    28.05.2008 | 4:18

    Gelungener Beitrag, Boche.

    Übrigens: Das Generieren von Wohlstand aus durch Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst entstandenem “Nichts” unterliegt der gleichen Logik, nach der Bürokratieabbau auch zu höherer Arbeitslosigkeit und damit sinkendem Wohlstand führt; das hört man ja auch ab und zu.

    …in sich stimmt die Argumentation ja schon, man muss nur fest genug ans “Nichts” und dessen Multiplikatoreffekte glauben :-)

  11. 29.05.2008 | 13:14

    [...] muss mal Boche verlinken. Über seine Erläuterungen des linken Wirtschaftsdenkens habe ich sehr gelacht. [...]

Bad Behavior has blocked 2078 access attempts in the last 7 days.