Pressewetterfrösche

Die Tagesschau unkt tiefsinnig, ohne sich weiter mit konkreten Daten aufzuhalten:

Ein einzelnes Unwetter an sich ist für diese Jahreszeit nicht weiter ungewöhnlich. So was hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Ein Gewitter bei dem innerhalb von einer halben Stunde 70 Liter fallen, kann schon mal vorkommen. Ungewöhnlich ist aber, dass diese subtropische Wetterlage nun schon so lange anhält. Dass ist wie beim Würfeln. Wenn man einmal eine Sechs würfelt ist das nicht weiter ungewöhnlich. Wenn man aber fünf mal hintereinander eine Sechs würfelt, fragt man sich natürlich schon, ob das alles mit rechten Dingen zugeht. So ist das bei dieser Wetterlage auch. Ein Unwetter im Mai ist nicht ungewöhnlich, soviel Tage hintereinander schon.

Der Deutsche Wetterdienst berichtet trocken über das diesjährige Frühjahrswetter:

Ein ganz normaler Frühling

In Deutschland stand der Frühling 2008 im starken Gegensatz zum Vorjahr. März und April waren nasser, kälter und sonnenscheinärmer als 2007, der Mai deutlich trockener und viel sonniger als im Vorjahr. Insgesamt zeigte sich der Frühling 2008 recht typisch. Er war im Vergleich zum langjährigen Mittel leicht zu warm und sonnig und bot eine durchschnittliche Niederschlagsbilanz. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 100 Messstationen.

Es kommt eben darauf an wer für wen die Nachrichten macht.

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34 Kommentare zu “Pressewetterfrösche”

  1. Lina
    2.06.2008 | 19:31

    Demnach braucht es *Tiefsinn*, um den Bürger via Staatsfernsehen hinsichtlich seiner Zukunftsaufgaben zu stimulieren? Wer ist wohl der eigentliche Hersteller & Lieferant solcher Bedenklichkeiten, ja, Lügen, wenn doch die verfügbare Quelle, der staatsfinanzierte Wetterdienst, etwas ganz Unbedenkliches zu vermelden hat? In deren tägliche Redaktionskonferenzen würde ich gern mal hineinhören; müssen lauter ferngesteuerte Lügner zusammensitzen, oder wie?

    Sich auf lügenhafte Weise die Legitimation dafür holen zu wollen, dass in Zukunft viel, viel Geld in den Klimaschutz zu fliessen habe, ist eine blanke Unverschämtheit. Du sagst es.

  2. Michel
    2.06.2008 | 20:18

    Echt vielen Dank das ihr euch auch mit sochen Dingen beschäftigt. Das die so schamlos Demagogie betreiben, ist wirklich erschütternt.

  3. FG
    2.06.2008 | 21:29

    Dir ist aber schon aufgefallen, dass sich die beiden Aussagen mit zwei Unterschiedlichen Dingen beschäftigen? Äpfel und Birnen und so? Der DWD spricht von den Durchschnittstemperatur und -niederschlag des ganzen Monats bzw. sogar von drei Monaten , unabhngig von der Streuung der Einzelwerte. Und mit Durchschnitt und Streuung und so kennst Du Dich ja aus. Und die Tagesschau übrigens auch.
    Die Diplom-Metereologin und Leiterin der ARD-Wetterredaktion Silke Hansen (die kompetenz- und datenmäßig uns beide um Längen schlagen dürfte) hingegen schreibt von der bei mir grade im Moment spektakulär zu Ende gehenden außergewöhnlich lange andauernden Zufuhr von subtropischer Luft in den vergangenen 5 oder 6 Tgeen und der damit ungewöhnlich lange andauernden extremen Gewitterneigung. Oder von dem, wie es der DWD heute so schön umschreibt, “Brisantem Sommerwetter”.

    Nee Steffen, das war gar nix. Es sei denn Du möchtest jtzt wieder eine ellenlange Exegese einzelner Begrifflichkeiten mit diversen denkbaren Bedeutungsnyancen starten.

  4. 2.06.2008 | 21:39

    >>…fragt man sich natürlich schon, ob das alles mit rechten Dingen >>zugeht.

    Na, das klingt ja sehr wissenschaftlich! Hochachtung vor der Autorin, die mit dieser Einsicht zeigt, wie weit sie uns voraus ist. Vor allem, weil die Skepsis keinen Bezug hat und für den gesamten Artikel (mehr Unwetter befürchtet) keine Rolle spielt. Wer da wohl die Würfel manipuliert hat?

  5. FG
    2.06.2008 | 21:41

    Ich muss mich berichtigen: Frau Hansen ist nur Leiterin der hr-Wetterredaktion.

  6. 3.06.2008 | 9:30

    @FG:

    Ich sehe das nicht so. Relevant ist die Wetterlage im langfristigen Vergleich und die ist im Durchschnitt für den Mai nicht ungewöhnlich, auch wenn das Ende verregnet war. In dem Tagesschauartikel wird ohne auch nur einen Atemzug an Datenmaterial zu verschwenden ein Bedrohungsszenario angedeutet, dass selbst bei 5 bis 6 Tagen subtropischer Luft nichts Ungewöhnliches für unser Wetter impliziert. Bevor ich also nicht eine längere Zeitreihe über die Brisanz dieses Wetters gesehen habe ist das alles üble Kaffeesatzleserei. Und da macht auch der Beitrag des DWD keine Ausnahme, da lediglich bemerkt wird, dass das Wetter wegen seiner möglichen Folgen brisant ist. Von irgendetwas Außergewöhnlichem in langer Frist steht da nichts. Wenigstens sparen sich die DWD-Kollegen auch das Orakeln.

  7. R.A.
    3.06.2008 | 9:36

    Wenn man aber fünf mal hintereinander eine Sechs würfelt, fragt man sich natürlich schon, ob das alles mit rechten Dingen zugeht.

    Von Statistik hat sie also auch keine Ahnung.

    Wenn man lange genug würfelt (und ein paar Jahre mal 365 Tage sind lange genug) kommt man selbstverständlich immer wieder auf auffällige Ergebnisse.

    Vielleicht sollte die gute Frau weniger Klimaquatschmeldungen lesen und schreiben, sondern lieber mal öfter mit Familie und Freunden etwas wie “Siedler von Catan” spielen - dann lernt sie mehr Realitätsbezug als in der Redaktion.

  8. 3.06.2008 | 9:42

    @FG:

    Noch etwas. Wie wir beide wissen, ist der Klimawandel ein globales Phänomen, also kann man aus den von der Tagesschau dokumentierten Temperaturabweichungen vom langfristigen Mittel (abgesehen davon, dass dieses Mittel zwischen 1961 und 1990 vollkommen willkürlich gewählt ist) nichts über eine Verbindung mit dem globalen Klimawandel und dessen mutmaßliche menschliche Ursachen ableiten. Leider sind die aktuellen Daten zur globalen Mitteltemperatur für den Monat Mai noch nicht draußen, so dass wir nicht beurteilen können, ob die Sommertage in Deutschland auch nur halbwegs als Vorboten der Katastrophe herhalten können.

  9. FG
    3.06.2008 | 10:03

    Lieber Steffen, ich sehe in dem tagesschauartikel kein Bedrohungsszenarion und keinen Hinweis auf den Klimawandel. Ich habe mir fast gedacht, dass Du das anders siehst.
    Insofern müssen wir an dieser Stelle gar nicht über den Unterschied von Wetter und Klima reden, den kennen wir beide. Allerdings hast Du den (Flüchtigkeits-)Fehler begangen, zwei Dinge zusammenzuwurschteln, die sehr wenig bis nix miteinander zu tun haben.

    Du schreibst zum DWD-Beitrag “Von irgendetwas Außergewöhnlichem in langer Frist steht da nichts.” Im tagesschauartikel auch nicht. Es ging es um die aktuelle Wetterlage, bzw die der vergangenen paar Tage. Sowas macht die Redaktion täglich. Ich stimme zu dass der eine Satz etwas merkwürdig klingt, aber er bezieht sich syntaktisch eindeutig auf die mehrere Tage andauernde extreme Zufuhr von subtropischer Luft im Süden und Südwesten Deutschlands. Man mag das ja in Berlin nicht so mitbekommen haben, aber es war schon eine außergewöhnliche Wetterlage. Und über nix anderes schreibt die gute Frau.

  10. 3.06.2008 | 10:15

    Lieber Steffen, ich sehe in dem tagesschauartikel kein Bedrohungsszenarion

    Interessant, wie verschieden Aussagen wahrgenommen werden.
    Wenn jemand von “Ungewöhnlichem” und “nicht mit rechten Dingen” Zugehendem raunt, ist das für mich durchaus eine latent bedrohlich klingenden Aussage.

  11. 3.06.2008 | 10:17

    @FG

    >>Lieber Steffen, ich sehe in dem tagesschauartikel kein >>Bedrohungsszenarion und keinen Hinweis auf den Klimawandel.

    Das ist richtig, aber ohne Bezug auf den Klimawandel macht der Halbsatz “ob das alles mit rechten Dingen zugeht” keinen Sinn. Der ist komplett überflüssig.

    @R.A.

    Genau. Und Ansonsten wäre aus auch “auffällig unauffällig”.

  12. FG
    3.06.2008 | 10:31

    Das ist richtig, aber ohne Bezug auf den Klimawandel macht der Halbsatz “ob das alles mit rechten Dingen zugeht” keinen Sinn.

    Echt? Welchen Sinn ergibt (ich bin für deutsches Deutsch) er denn mit Bezug auf den Klimawandel?
    Nach meinem Dafürhalten auch keinen. Es wird das Bild von den paar Sechsern hintereinander gebracht und die den meisten Menschen naheliegende Reaktion “das gibts doch nicht”. Dann wird wieder der Bezug zum aktuellen Wetter gebracht und dargestellt, dass es das sehr wohl gibt, auch wenn es “ungewöhnlich” ist, also eher selten und in der Regel nicht zu erwarten. Ich gebe zu, dass man das deutlicher hätte formulieren können. Aber aus dem Gesamtzusammenhang des Artikels heraus ist der Bezug zum Klimawandel abwegig.
    Ich bin absolut dafür, irreführende Berichterstattung aufzudecken. Das gewählte Beispiel ist ein äußerst untaugliches. Und das ganze mit einem Vergleich zu einem anderen Text zu garnieren, der sich mit etwas völlig anderem beschäftigt ist nicht grade ein Beleg für eine sachliche Auseinandersetzung.

  13. FG
    3.06.2008 | 10:42

    @ Boche

    Das wörtchen “ungewöhnlich” war in den vergangenen Tagen in zahlreichen Berichten zur Wetterlage zu finden. Und bei einer ungewöhnlichen Wetterlage finde ich das Wort “ungewöhnlich” überhaupt nicht ungewöhnlich. Bleibt das “mit rechten Dingen”. Es wird nicht behauptet, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und ob man da ein raunen vernimmt hängt wohl mehr mit den Erwartungen des Lesers als mit dem tatsächlich Geschriebenen zusammen.

  14. 3.06.2008 | 10:50

    Und von welchen Erwartungen kann der Schreiber solcher Texte wohl ausgehen?

  15. 3.06.2008 | 10:52

    @FG

    Es wird nicht behauptet, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht.

    Natürlich nicht. Deshalb schrieb ich ja vom Raunen. “Da fragt man sich natürlich schon, ob das alles mit rechten Dingen zugeht” ist das der Prototyp des Raunens.

    Aber geschenkt. Deine Erwartungen an das Geschriebene sind dann eben anders.

  16. 3.06.2008 | 10:55

    @FG

    Sie haben recht, dass die Wahrnehmung vom Erfahrungs- und Erwartungshintergrund des Lesers abhängt. Das wissen aber auch die Autoren. Die fehlende Erwähnung des Begriffs Klimawandels lässt deswegen nciht darauf schliessen, dass nicht ganz bewusst auf ihn angespielt wird.

    Der Begriff “ungewöhnlich” ist in der Tat nicht ungewöhnlich und für sich allein genommen harmlos. Er steht jedoch nach der Frage “ob das alles mit rechten Dingen zu geht” und ist damit eine Bestätigung ebendieser:

    >>…fragt man sich natürlich schon, ob das alles mit rechten >>Dingen zugeht. So ist das bei dieser Wetterlage auch. Ein >>Unwetter im Mai ist nicht ungewöhnlich, soviel Tage >>hintereinander schon.

    Heisst übersetzt: Es geht nicht mit rechten Dingen zu. Und jetzt nehmen wir den gesellschaftlichen Hintergrund hinzu. Ist es wahrscheinlich, dass die Frau an Hexen glaubt? Eher nein. An Bestrafung durch Gott für irgendwelche Sünden? Hmm. Welchem Zweck dient die Aussage, dass es nicht mit rechten Dingen zugehe?

  17. 3.06.2008 | 10:57

    @FG:

    Ich sehe das wie Rayson. Der dramatisierende Unterton in diesem Text spielt ganz eindeutig dem latenten Bedrohungsszenario in die Hände. Weshalb sonst sollte eine solche Bemerkung Sinn machen? Es bleibt dabei, dass nur ein langfristiger Vergleich etwas Unübliches an ein paar aufeinanderfolgenden Gewittertagen aufdecken könnte. Das ist nicht erfolgt.

    Auch wenn beide von mir genannten Textstellen nicht in direktem Zusammenhang zueinander stehen, so ist doch für eine relative Betrachtung die DWD-Analyse relevant, weil sie eine Aussage über vergleichbare Wetterlagen erlaubt. Die Bezugnahme auf eine einzelne Wetterlage ohne Vergleichsdaten ist dagegen vollkommen willkürlich und kann nur eine suggestive Funktion haben.

  18. FG
    3.06.2008 | 10:59

    @Rayson
    Du meinst, die gute Frau sollte davon ausgehen, dass ein vielseitig interessierter Ökonom auf der Suche nach Belegen für die Klimahysterie sich gleich auf ihre mittelprächtige Formluierung stürzt und daraus ihre weltpolitische Agenda ableitet? Ja, das sollte sie wohl tun.

  19. 3.06.2008 | 11:02

    @FG

    Nein, aber es sollte ihr bekannt sein, dass jeglicher Bericht über Wetter und Klima sofort unter dem Gesichtspunkt Klimawandel betrachtet wird. Von Journalisten und vom “kleinen Mann auf der Strasse”

  20. 3.06.2008 | 11:04

    @FG:

    Wo lebst du eigentlich? Ich für meinen Teil in Deutschland, wo jeden Tag eine neue Klimakuh durch Dorf gejagt wird und von leichtgläubigen Medienkonsumenten gern für bare Münze genommen wird. Welche Funktion sollte deiner Meinung nach dieses Orakeln in der Pressemitteilung haben? Eine alternative Erklärung würde mich brennend interessieren.

  21. stefanolix
    3.06.2008 | 11:04

    Leser oder Fernsehzuschauer erwarten, dass Information und Meinung getrennt sind.

    Information: es gab Ende Mai heftige Unwetter mit Hagel und starkem Regen.

    Meinung: Das kann doch eigentlich nicht mit rechten Dingen zugehen.

    Die Leiterin einer Redaktion muss beides voneinander trennen können. Der oben zitierte Absatz gehört in dieser Form nicht in das Informationsangebot der Tagesschau. Als Kommentar im kostenlosen Stadtanzeiger von Hintertupfingen könnte man so etwas durchgehen lassen.

  22. FG
    3.06.2008 | 11:10

    Steffen, ich sehe kein Orakeln. Das ist wohl der Punkt, der uns unterscheidet.

    Stefanolix, das was Du als Meinung bezeichnest kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Die Wetterlage wird eindeutig als ungewöhnlich aber nicht unmöglich beschrieben.

  23. 3.06.2008 | 11:13

    Die informationshungrigen Konsumenten wurden mit der Möglichkeit vertraut gemacht, dass irgendwas mit dem ungewöhnlichen Wetter nicht mit rechten Dingen zugehen könnte.

    Natürlich schlussfolgert kein Zuschauer von Wetter zu Klima. Das ist ja geradezu eine absurde Annahme, Steffen!

  24. 3.06.2008 | 11:14

    Ergänzend:

    Nee FG, das war gar nix.

  25. stefanolix
    3.06.2008 | 11:19

    @FG — Entschuldige bitte, aber dieser ganze Absatz hat mit seriöser Information nichts zu tun:

    Dass ist wie beim Würfeln. Wenn man einmal eine Sechs würfelt ist das nicht weiter ungewöhnlich. Wenn man aber fünf mal hintereinander eine Sechs würfelt, fragt man sich natürlich schon, ob das alles mit rechten Dingen zugeht. So ist das bei dieser Wetterlage auch. Ein Unwetter im Mai ist nicht ungewöhnlich, soviel Tage hintereinander schon.

  26. FG
    3.06.2008 | 11:19

    Wenn ich die Reaktionen hier zusammenfasse, dann ging es in Steffens Beitrag mehr um die erwartete Rezeption des tagesschauartikels als um den Artikel selbst. Nungut, damit kann ich leben.

  27. 3.06.2008 | 11:20

    @FG:

    Die Wetterlage war als ungewöhnlich orakelt, weil keine Vergleichsdaten zu vorherigen Jahren bzw. Jahrzehnten genannt wurden. Ich halte meine Klappe, wenn das erfolgt. Kein Wunder also, dass da etwas nicht mit Rechten Dingen zuging. Evtl. kannst du ja etwas finden, um deine Unterstützung der Presseberichterstattung zu untermauern.

  28. 3.06.2008 | 11:22

    >>Wenn ich die Reaktionen hier zusammenfasse, dann ging es in >>Steffens Beitrag mehr um die erwartete Rezeption des >>tagesschauartikels als um den Artikel selbst.

    Die immer teil eines Artikels ist.

  29. 3.06.2008 | 11:24

    Und das Raunerische des Artikels haben wir ja nun auch ausführlich betrachtet. Insofern ging es durchaus um den Artikel selbst. Von Beginn an.

  30. R.A.
    3.06.2008 | 11:25

    @FG:

    dann ging es in Steffens Beitrag mehr um die erwartete Rezeption des tagesschauartikels als um den Artikel selbst.

    Natürlich.
    So ein Artikel wird doch nicht im Moor versenkt, sondern soll rezipiert werden und wirken.

    Und für diese beabsichtigte Rezeption gehört natürlich der Kontext dazu.
    Und der ist halt heute von der “Klimakatastrophe” dominiert, als Ersatz für frühere Themen wie “Hexerei”.

    Wer so einen Artikel schreibt, berücksichtigt diesen Kontext und zu diskutieren ist daher durchaus die zu erwartende Rezeption.

  31. 3.06.2008 | 13:42

    schönes Schlusswort (-:

  32. FG
    3.06.2008 | 16:14

    Also empfehlen wir allen Medien, die etwas über das Wetter schreiben wollen und nichts über das Klima oder gar den Klimawandel, einen Standarddisclaimer, um allen Missverständnissen vorzubeugen, in etwa so:

    Dieser Artikel behandelt ausschließlich das aktuelle Wetter, die aktuelle Wetterlage oder einezelne Wettererereignisse. Aus diesen Einzelangaben allein können keinerlei Aussagen über das Klima oder einen etwaigen Klimawandel abgeleitet werden. Der Autor/die Autorin impliziert mit diesem Artikel keinerlei Aussage zum Klima oder zu einem etwaigen Klimawandel.

    Als Wetterfrosch würde ich mich da von der Leiter stürzen.

  33. 3.06.2008 | 16:26

    Statt eines Disclaimers würde es ein Schwurbel- und Geraune-Verzicht auch tun.

  34. 3.06.2008 | 16:39

    @FG:

    Mit einem derartigen Disclamer würden aber die Redakteure der Öffentlich Rechtlichen Rundfunkanstalten weder ihrem staatlichen Propagandaauftrag noch ihren selbstauferlegte ideologischen Scheuklappen Genüge tun können. Wie eintönig wäre die Arbeit eines Redakteurs, würde er sich lediglich auf die Wiedergabe von mit Daten belegbaren Informationen beschränken.

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