Dicke Spießer

Sie muss ja in Sachen Übergewicht Bescheid wissen:

„Bildung und Information sind zwar wichtig, sie wirken aber erst mittelfristig. Die Mitverursacher der Übergewichtsprobleme, also die Ernährungs- und Werbewirtschaft, werden komplett geschont“

Das war jetzt eine recht billige Retourkutsche. Wer aber so dreist Bevormundung propagiert, hat es verdient.

Die Grünen stehen inzwischen, neben ihrem Kernthema Ökohysterie, nur noch für eine patriarchalische Spießermoral. Peinlich.
Auf den ersten Blick mag der Wandel von der alternativen Partei der Aussteiger zur Partei der Süßigkeiten-Verbieter merkwürdig erscheinen. Aber psychologisch betrachtet ist es nicht allzu verwunderlich, dass die Gegner der Spießer selbst zu den schlimmsten mutieren. Im herzlichen Hass verbundene Feinde haben eben doch wohl meist recht viel gemeinsam.

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8 Kommentare zu “Dicke Spießer”

  1. FAB.
    25.06.2008 | 17:51

    Da leg ich doch gleich mal die Searchers auf. Bevor die auch verboten werden.

    … bei den Grünen dann aber doch eigentlich eher eine matriarchalische Spießermoral, oder? Was ein echter Patriarch ist, kommt wohl eher selten als Ernährungsberater daher …

  2. 25.06.2008 | 19:15

    [...] Boche schreibt angesichts jüngster Äußerungen von Bärbel Höhn von den Grünen “Die Grünen stehen inzwischen, neben ihrem Kernthema Ökohysterie, nur noch für eine patriarchalische Spießermoral,” [...]

  3. 25.06.2008 | 19:20

    Gegen Grün hilft doch RoundUp. Ich spende 1 Flasche. Wer sprüht?

  4. Herbert
    25.06.2008 | 22:56

    Süssigkeiten-Verbieten ist Unsinn: wo die Dicken doch ganz von alleine zurückbleiben werden, wenn sie ihre Pfunde wegen des teuren Sprits nicht mehr bewegen können. Die strammen Radler werden siegen!

  5. stefanolix
    25.06.2008 | 23:13

    @Herbert: Und die strammen Läufer!

    Frau Höhn hat ja eine dermaßen sportliche Figur: sie scheint noch nie mit Süßigkeiten in Berührung gekommen zu sein oder immer sehr viel Sport getrieben zu haben. Insofern würde ich sie wirklich als erste konsultieren, wenn es mir an Ratschlägen zur gesunden Ernährung mangelte*;-)

    Es gibt nur einen Verursacher für »Übergewichtsprobleme«: das ist der stolze Träger des Übergewichts. Es gibt auch nur einen, der dieses Problem lösen könnte: das ist der selbe Mensch. Liberale stehen für Eigenverantwortung, Grüne stehen für staatliche Bevormundung. Gut, dass Frau Höhn das so schön bestätigt …

    —-

    (*) Nein, im Ernst: warum haben die Grünen denn nicht wenigstens Frau Künast an die Ernährungsfront geschickt?

  6. 26.06.2008 | 0:35

    Das siehst du falsch stefanolix. Frau Höhn mimt in diesem Schauspiel die sagenumwobene Figur der Betroffenen. ;)
    Betroffene haben per Definition immer Recht.

    Prognose: Nachdem ein griechischer Ex-Raucher Anti-Raucher-Gesetze propagiert hat wird ein englischer Ex-Alkoholiker Anti-Alkohol-Gesetze propagieren und eine deutsche Fettleibige wird auf Mission für Anti-Fett-Gesetze sein.

  7. stefanolix
    26.06.2008 | 5:22

    Ich glaube nicht, dass sich Frau Höhn aufgrund der allgegenwärtigen Werbung mit Süßigkeiten vollgestopft hat. Ich vermute eher, dass sie nur biologisch-dynamisch hergestellte Lebensmittel aus der eigenen Region beim lokalen Bio-Händler kauft. Für diese Lebensmittel wird kaum Werbung gemacht und diese Werbung will sie sicher auch nicht verbieten. Nein, es stimmt einfach das Verhältnis zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch nicht. Das würde aber bei vielen »Betroffenen« auch nicht stimmen, wenn die Werbung verboten wäre.

  8. 26.06.2008 | 16:50

    [...] Boche zieht mal wieder über die Grünen her, ganz aktuell über dicke (grüne) Spießer. [...]

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