EM-Notizen, Gewinner und Verlierer

Gewinner

Spanien - Natürlich, der Europameister. Alle Spiele gewonnen, und das bis zum Schluss in einem überzeugenden, erfrischenden Stil.

Deutschland - Na klar: Oder erinnert sich etwa keiner mehr an die beiden Europameisterschaften davor?

Türkei - Stehaufmännchen dieser EM und beschämend faire Verlierer.

Fans - Das Leben ist kurz, und wenn es Spaß macht, um so schöner.

Tom Bartels - Für mich seit dieser EM der einzige Kommentator außer Marcel Reif, den ich ertragen mag.

Schweizer Fernsehen (und Bezieher von Digital-TV) - Stromausfall? Was für ein Stromausfall?

Verlierer

Griechenland - Panta rhei ist nochmal aus welcher Sprache?

Frankreich - Namen sind Schall und Rauch.

Gastgeber - Keine Stimmung, kein Viertelfinale: Selten war eine EM für Gastgeber spaßbefreiter.

UEFA - Kein Fingerspitzengefühl, kein Notstromaggregat: Keine EM-Reife für den Verband.

Öffentlich-rechtliches Fernsehen - Netzer/Delling und Tom Bartels waren die Lichtblicke, alles andere vor allem um die EM herum war nur ein extrem aufgeblasener Windbeutel. Geht’s nicht auch für ein paar Euro weniger ‘ne Nummer kleiner?

Antideutsche Blogger - Das kann nicht ohne Magengeschwür enden, wenn man sich gezwungen sieht, eine insgesamt fröhliche, drei Wochen dauernde Party krampfhaft mit Nazi- und Judenverfolgungsvergleichen überziehen zu müssen.

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16 Kommentare zu “EM-Notizen, Gewinner und Verlierer”

  1. 30.06.2008 | 8:27

    [...] B.L.O.G.: EM-Notizen, Gewinner und Verlierer [...]

  2. 30.06.2008 | 8:57

    Antideutsche Blogger und EM? War da was?

  3. 30.06.2008 | 9:25

    @che: wenn da was war, habe ich es nicht beachtet - (außer liza, aber den zähle ich erstens nicht wirklich zu den “Antideutschen” und zweitens versteht er IMO deutlich mehr vom Fußball als ein Sportjournalist der Normalausführung).

  4. 30.06.2008 | 10:03

    Wenn Tom Bartels auch der Finale-Kommentator war, dann habe ich da meine Zweifel. Ewige Leichenreden über Fouls und dann auch noch die schöne Fehleinschätzung in der 33. Minute, dass der Ballverlust kein gefährlicher sei …

  5. Frank
    30.06.2008 | 10:43

    Wie man Deppling und Schwätzer als “Lichtblicke” bezeichnen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Zum großen Teil habe ich bei den beiden den Ton ausgestellt, weil die einfach unerträglich waren. Kerner / Klopp / Meier haben vorgemacht, wie es deutlich besser geht…

    Und der Punkt “Schweizer Fernsehen (und Bezieher von Digital-TV) - Stromausfall? Was für ein Stromausfall?” gehört doch eigentlich eher unter Gewinner und nicht unter Verlierer, oder?

  6. 30.06.2008 | 12:54

    @che

    Ich will damit nicht wieder einen dieser Streite lostreten, den die Blogosphäre nicht braucht. Möge jeder selbst anhand seiner Bloglektüren beurteilen, ob meine Einschätzung auf irgendwas zutrifft oder nicht.

    @MartinM

    Fußballerisch hat Liza bestimmt eine Menge Ahnung. Mehr als der Urs wahrscheinlich…

    @Frank

    Stimmt, das war falsch zugeordnet.

  7. multi_io
    30.06.2008 | 14:19

    > außer liza, aber den zähle ich erstens nicht wirklich zu den “Antideutschen”

    Na klar ey[tm], einer, der es nicht auf die Reihe kriegt, auch nur einen Blogartikel ohne mindestens drei Nazi-Referenzen (hohoho!) zu schreiben, ist kein “Antideutscher”. Und meine Omma ist die verschollene Anastasia Nikolajewna Romanowa, und der Sozialismus siegt. Druschba! :-P

  8. 30.06.2008 | 16:36

    Die Betonung muss aber darauf gelegt werden, dass der Sozialismus MIT Zarin Alexandra siegt.

    BtW Kolumbus ist ja auch mit 5 Schiffen losgefahren von denen 2 vom Rand gefallen sind…

  9. Buenavista
    30.06.2008 | 16:44

    Wahrscheinlich kann man einen Finalisten, der nur mit einem Tor das Finale verliert, nicht zu den Verlierern zählen.

    De facto hat Deutschland aber die ganze EM über nur insgesamt 60 Minuten guten Fußball gespielt.

    Unfassbar, dass die Spanier gegen diese Abwehr nur ein Tor geschossen haben. Und dass sich eine deutsche Mannschaft in einem Finale nicht gegen einen läppischen 0:1 Rückstand aufbäumt, hat es ja wohl auch noch nicht gegeben.

  10. 30.06.2008 | 20:18

    @Buenavista

    De facto hat Deutschland aber die ganze EM über nur insgesamt 60 Minuten guten Fußball gespielt.

    Siehste mal: Die deutsche Mannschaft hat es gar nicht nötig, permanenten Laufstegfußball zu spielen und schafft’s doch in Finale. Die Heidi Klums und Claudia Schiffers unter den Nationalmannschaften sind mit Ausnahme Spaniens alle schon vorher gescheitert.

    Vielleicht sollte manchen mal wieder ins Gedächtnis gerufen werden, worum es bei Fußball geht, nämlich darum ein Tor mehr zu schießen als die andere Mannschaft. Das hat Deutschland bis auf’s Finale die ganze Zeit geleistet und das ist es, was wirklich zählt. Das ganze Getanze, Gehüpfe und Gerenne ist nur Mittel zum Zweck.

    Und dass sich eine deutsche Mannschaft in einem Finale nicht gegen einen läppischen 0:1 Rückstand aufbäumt, hat es ja wohl auch noch nicht gegeben.

    Hier muss ich Dir allerdings Recht geben. Wahrscheinlich waren deshalb nicht so viele Tränen in den Augen der deutschen Spieler zu sehen. Man hatte sich schon deutlich vor Abpfiff mit dem Ergebnis zufriedengegeben. Sozialismus, das Predigen und Fördern der Mittelmäßigkeit (bzw. -massigkeit) geht eben auch am Fußball nicht einfach spurlos vorbei.

  11. 30.06.2008 | 20:27

    Ich kann ja damit leben, wenn “wir” mit 1:0 gewinnen und nicht schön spielen. Aber 1:0 verlieren ist doof, dann lieber 3:2, da gibt es wenigstens Tore zu sehen.

  12. Buenavista
    30.06.2008 | 20:56

    Ich finde, da hat Kahn gefehlt. Der hätte seine Leute noch in der 93. Minute nach vorne geprügelt (das meine ich wörtlich) und wär selbst noch mit.

    Die letzten 5 Minuten waren einfach unfassbar. Ist doch völlig egal, ob man noch eins reinkriegt. Ein Glückstreffer und es ist Verlängerung.

    Die Spanier waren gut aber nicht unschlagbar.

  13. multi_io
    30.06.2008 | 22:20

    @Marco

    Sozialismus, das Predigen und Fördern der Mittelmäßigkeit (bzw. -massigkeit) geht eben auch am Fußball nicht einfach spurlos vorbei.”

    Entschuldigung, aber warst du der Komiker, der 2006 (ich glaube, es war bei S&W) auch schon das Ausscheiden gegen Italien in der Verlängerung auf mangelnde “Elitenbildung” in Deutschland zurückführen wollte? :-P

  14. Buenavista
    30.06.2008 | 22:38

    Der Sozialismus hatte allerdings mit Elitenbildung beim Sport nie ein Problem, solange es Goldmedaillen regnete.

  15. 30.06.2008 | 22:58

    Richtig.

  16. 1.07.2008 | 2:51

    @ multi_io

    Ich bin sicherlich der Letzte, der ElitenBILDUNG, also wohl die Einrichtung staatlicher Strukturen, um dieses zu “erreichen”, befürwortet. Freiheit, einfach nur Freiheit, dann gibt es Eliten von ganz allein.

    Aber zugegeben, der Erklärungsansatz mit dem Sozialismus lässt sich auf Empirie nicht unbedingt stützen. War eher so’n Bauchding.

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