7. Juli 2008
Gegenüberstellungen (I): Die Obama-Legende
Beim IuF-Blog wird In einem anderen Zusammenhang auf die Wahlkampftätigkeit Paul Krugmans verwiesen. Für mich Anlass, es meinem Kollegen Boche nachzutun und auch eine kleine Serie zu starten, an der sich die geschätzten Mitautoren natürlich beteiligen können.
Paul Krugman im Tagesspiegel am 5. Juli 2008 (Fragesteller kursiv):
Ließen sich die Risiken eliminieren?
Natürlich, wir brauchen nur ein Basel II. Eigentlich brauchen wir nur ein Abkommen zwischen der Bank of England, der Europäischen Zentralbank und der Fed, das Hedge-Fonds und Investmentbanken zur Offenlegung zwingt. Bernankes Erfolg im Umgang mit der Krise wird vermutlich eher dazu führen, dass der politische Wille für mehr Regulierung wieder schwindet. Doch mit Obama im Weißen Haus und einer Mehrheit der Demokraten im Senat und Repräsentantenhaus sähe es natürlich ganz anders aus …
Die Wall Street will nicht nur; sie zahlt auch. Die Banken und Broker im New Yorker Finanzviertel haben bereits 9,5 Mio. Dollar in die Wahlkampfkasse von Barack Obama investiert – fast doppelt so viel wie auf das Konto von John McCain. Offizielle Unterlagen zeigen, dass vier der fünf größten Obama-Spender Angestellte von Goldman Sachs, UBS, JP Morgan und Citigroup sind.
P.S.: Im Gegensatz zu Methoden, die woanders sehr beliebt sind, wird hier natürlich differenziert: Das Zitat zeigt nur, dass Krugman politisch festgelegt ist - ein ausgezeichneter Ökonom bleibt er selbstverständlich dennoch.
Verfasst von Rayson um 11:13 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)