Nicht alles was hinkt …

… ist ein Vergleich.
Um nicht zu sagen: Nur der besondere Respekt vor Rayson hat mich davon abgehalten, hier als Überschrift “Märschen (2)” für die absonderlichen Vergleiche des Herrn Steingart zu wählen.

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Ein Märschen (I)

Auf einer ebenso fernen wie fiktiven Insel lebten zwei Ehepaare, A und B. Die beiden Paare mochten und verstanden sich, und so beschlossen sie, für immer und ewig zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Um auf dieser Insel zu überleben, konnte man jagen und Landwirtschaft betreiben. Nun ergab es sich, dass die Eheleute A gerne bäuerlich tätig waren, während sich die beiden Bs als besonders geschickte Jäger erwiesen. Und da sowohl die As gerne Wildbret als auch die Bs gerne Gemüse aßen, war diese Arbeitsteilung zum Wohle aller, denn durch Tausch konnten die Bedürfnisse beider Paare gut erfüllt werden. (mehr…)

Geschmacksfrage

Als potentieller FDP-Wähler und mit der Alternative Westerwelle vor Augen muss ich sagen: das wäre wohl eher ein Außenminister nach meinem Geschmack.

Köpft sie!

Die Königin Merkel.

(Natürlich nur politisch, mittels Stimmzettel an der nächsten Wahlurne.)

Artenrassismus!

Ich hasse Inkonsequenz. Zumal bei regelerlassenden Politikern.
Denn was ist mit Rindern, Schafen und sonstigen Fell- und Lederlieferanten?

Der ökologische Turnschuhabdruck

Jetzt ist es amtlich, Sportler sind größere Klimasünder als Stubenhocker:

Through the strictest scientific procedures, the same as those used in a myriad of studies of this type, we have conclusively proven that those people who exercise have a carbon foot (or lung) print 14.29% higher than those who, altruistically it turns out, lie around on the couch. Future studies will examine the additional benefits of progressing to a drunken stupor, a state in which minimal oxygen usage is obtained.

Die logische Konsequenz:

The policy implications of this study are obvious: people must be discouraged immediately from exercising. They should be taught the immorality of it, how their narcissistic habits unnecessarily add to carbon burden of the atmosphere, thus endangering the fragile climate system, and therefore the future for our children.

If we can each stop just one jogger from donning his multi-colored, garish shorts and trotting through the neighborhood, we will have done the Earth a tremendous service.

Absurd? Was anderes soll auch dabei herauskommen, wenn man die Implikationen wahnhafter Klimaschutzpolitik konsequent zu Ende denkt.

Irrtum? Irrtum.

Die Mauer sei Symbol “politischer Verirrung”, sie sei ein “monströser Irrtum”, lese ich.

Unsinn. Niemand der Verantwortlichen hat sich geirrt, keiner hatte sich verirrt. Die Mauer war eine logische Folge sozialistischer Zwangsbeglückung, ein gewollter Akt der herrschenden Clique.

Kein Irrtum. Keine Entschuldigung.

Parteitagsmotto

In der unvergessenen Filmkomödie »Eins, Zwei, Drei« tanzt Liselotte Pulver auf einem Tisch — dabei fällt ein Chruschtschow-Plakat von der Wand und ein Stalin-Plakat kommt dahinter zum Vorschein. Wenn Billy Wilder eine Filmkomödie über die hessische SPD drehen könnte, dann würde beim Parteitag irgendeine sinnfreie Losung von der Wand fallen und dahinter käme ein Ausspruch von Arthur Schopenhauer zum Vorschein, der wie für Ypsilanti & Co. geschrieben ist:

Wie unser Leib in die Gewänder, so ist unser Geist in Lügen verhüllt. Unser Reden, Tun, unser ganzes Wesen, ist lügenhaft: und erst durch diese Hülle hindurch kann man bisweilen unsere wahre Gesinnung erraten, wie durch die Gewänder hindurch die Gestalt des Leibes.

Disclaimer 1: Ich möchte damit nicht andeuten, dass Andrea Ypsilanti selbst auf dem Tisch tanzen soll. Wahrscheinlich fällt die Parole auch schon von der Wand, wenn abends die Genossen von der Linkspartei herüberkommen und alle gemeinsam zur »Internationale« klatschen;-)

Disclaimer 2: Wem das Zitat zu Ypsilantis Wortbruch zu sarkastisch vorkommt, der bedenke bitte, dass sich der Landesvorstand der hessischen SPD ausgerechnet an einem 13. August damit befasst, wie man sich von den Erben der SED am besten zur Macht verhelfen lassen kann. An einem 13. August: das ist auch ein Verrat an allen Sozialdemokraten, die nach der Zwangsvereinigung als Demokraten von der SED verfolgt wurden.

Die SED/PDS/Linkspartei besteht bundesweit immer noch zu 70% aus ehemaligen Mitgliedern der SED und in Zukunft werden auch westdeutsche Altkommunisten wie Wolfgang Gehrcke (MdB über die Landesliste Hessen) Einfluss auf die hessische Politik haben. Die SED/PDS/Linkspartei berät in Hessen bald darüber, um welchen Preis sie die »Minderheitsregierung« aus SPD und Grünen tolerieren will. Dann bestimmen die Kommunisten beispielsweise mit, auf welche Weise der Haushalt aufgestellt wird. Man kann nur darauf hoffen, dass diese Konstruktion bald in sich zusammenfällt und dass die SPD bei Neuwahlen ihr verdientes Ergebnis von 20% einfährt.

Brauchen wir geistiges Eigentum?

Alex Tabarrok ist nicht ganz zufrieden mit dem Handstreich, mit dem Michele Levine und David K. Levine in “Against Intellectual Monopoly” den Schutz geistigen Eigentums in Form von Patenten und Copyrights auf den Müllplatz der Industriepolitik schieben. Während er sich fragt, ob Bücher zukünftig ohne Copyright veröffentlicht werden, hab ich das Sommerloch mit eben solcher Lektüre gestopft. Dank meines inzwischen schon etwas betagten Sony E-Readers war ich dabei nicht einmal gezwungen solche Creative-Commons-Pageturner wie Cory Doctorow’s “Little Brother” oder John Scalzi’s “Agent to the Stars” am PC zu lesen, sondern konnte mich dabei auf einer sommerlichen Wiese entspannen. Autor Larry K. Mason freute sich gar riesig, dass ich ihm die Portierung seines Romans “Invisible Hand” in einschlägige E-Book-Reader-Formate abnehme. Soweit ich weiß lebt etwa Cory Doctorow sehr gut damit, dass er seine Bücher nicht nur über den Buchhandel sehr gut verkauft, sondern auch zum kostenlosen Download ins Internet stellt. Auch andere Autoren wie David D. Friedman oder Lawrence Lessig leisten es sich ihre Bücher den Lesern gratis im Netz zu überlassen und gehen derweil ihren Jobs als renommierte Hochschullehrer nach.

Ob jeder Schriftsteller oder Sachbuchautor ohne Copyright-Schutz noch von seinem Handwerk leben könnte, sei dahingestellt, das Ende guter Bücher wäre jedoch ebenso wenig zu erwarten wie der Niedergang der Popmusik im Zeitalter der MP3-Tauschbörsen. Um den klassischen Buchhandel und die Verlage mache ich mir derweil keine Sorgen, auch wenn für uns der Beruf des Buchhändlers irgendwann genauso fremd sein sollte wie heute der Job den die Dame von der Telefonvermittlung einst ausübte. Die Betroffenen werden schon eine gewinnbringende Beschäftigung auftreiben. Auf jeden Fall wird dann der Autor und sein Werk sowie seine Kreativität aus beidem ein gewinnträchtiges Unternehmen aufzubauen wieder im Vordergrund stehen. Und niemand wird mehr wegen eines geistigen Monopols ein Vermögen aus einer Idee machen können, die so profan ist, dass sie auch jedem anderen talentierten Autor hätte einfallen können.

Georgien

Wenn ich von “russischen Friedenstruppen” lese, werde ich zukünftig nicht nur an Prag 1968 denken sondern nun auch an Georgien des Jahres 2008.

Sommerloch

Was hat es mit der Jahreszeit zu tun, dass mein Unwille, Beiträge für B.L.O.G. zu verfassen, immer mehr wächst? Nix. Der Grund der Unlust ist ein anderer: Alles ist gesagt. Zu jeder denkbaren aktuellen Frage lässt sich meine Meinung begründet aus dem ableiten, was ich bereits geschrieben habe. Und ich schaffe es eben nicht wie ein Politiker, anstandslos bekannten Mist immer wieder zu wiederholen.

Wer wissen will, was ich denke, der lese Hayek, Eucken, Buchanan und Erhard, und irgendwo in diesem Spannungsfeld wird er mich wiederfinden.

Gegen den quasi-sozialistischen Komment dieser Republik immer wieder anzugehen, ist eine Sache für Don Quichotte. Klar hat es seinen Reiz, bei Gewohnheitslinken die Gesichtszüge entgleisen zu sehen, wenn man sie mit konsequent liberaler Argumentation konfrontiert. Aber auch dieser Effekt nutzt sich ab.

Was also bleibt? Der eigene Ärger jedenfalls ist verraucht - zu sehr sind die meisten Menschen von ihrem Discount-Weg in die endgültige Armut überzeugt.

Reizt mich die hundertste Wiederholung beliebiger Phrasen noch? Bestimmt nicht.

Entweder ich finde neue Gründe, längere Texte zu verfassen, oder ich ziehe meinen Nutzen aus einer Existenz als Zyniker. Sollen alle Dummen meinetwegen dumm sterben und Verderben über die Welt bringen. Wenn ich mit meinem Gott einigermaßen im Reinen bin, soll mir all das egal sein.

Kadavergehorsam

Man mag die 1000 US-$ teure Applikation für das iPhone “I Am Rich”, deren Funktion einzig und allein darin besteht einen Beleg für den Reichtum des Besitzers zu präsentieren, mögen oder nicht. Deshalb kann man sie kaufen oder es angewidert bis unbeeindruckt bleiben lassen. Falsch, denn nachdem es politisch korrekten Protest hagelte hat Apple die Software unterwürfig aus seinem Angebot entfernt. Schöne neue Welt, der Zeitgeist befiehlt jetzt schon was in den Läden liegen darf und was nicht. Wenn das so weiter geht brauchen wir nicht einmal mehr eine Regierung die uns bevormundet. Es gibt ja genug Sitten- und Konsumwächter unter uns.

Norbert hat recht

Ich bin bekanntlich kein großer Freund von Internet-Videos à la Youtube. Mir sind Texte lieber, da kann ich ohne Vorspulen recht schnell sehen, wo der Knackpunkt ist und ob mich das Ganze wirklich interessiert.

Aber keine Regel ohne Ausnahme.

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Kommunisten in Sorge um die Demokratie

Die SED sorgt sich um die Demokratie. Der Staatsstreich gefährde die Demokratisierung.
Spricht sie von Chavez’ neuem Coup?
Nein, natürlich nicht. Sondern von Mauretanien.

Und jetzt überlegen wir gemeinsam, warum es “natürlich” ist, dass sie nicht von Chavez spricht.

Sympathisch II

Was dieser Mann beruflich macht, trifft nicht meinen Geschmack. Aber die Souveränität und die erfrischende Selbstverständlichkeit gefällt mir, mit der er sein “Geschäft” beschreibt.

Ins rechte Licht gerückt

Für diejenigen, denen die wackelige Regulierungslogik der Kinderkommission in Sachen Kindersicherheit unheimlich ist, zwei Links zu interessanten Datenquellen. Die Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. ermöglichen einen kleinen Einblick in die relativen Gesundheitsrisiken für Kinder und das EU-Forschungsprojekt susy safe liefert noch einige Daten zu Erstickungsunfällen durch Verschlucken von Fremdkörpern. Bei aller Tragik der Einzelfälle, hier werden Kanonen auf Spatzen abgefeuert

Demokratie? Nicht, wenn es sich vermeiden lässt.

Neuwahlen im kommenden Jahr seien für Ypsilanti keine Lösung, weil die Landes-Partei in diesem Fall mit massiven Verlusten rechnen müsse.

(Quelle: Tagesspiegel)

Darf ich das mal eben übersetzen:
Viele Wähler würden uns heute nicht mehr wählen. Aber hey: Zu spät ist zu spät. Ätschebätsch!

Disclaimer:
Ich traue eine solche taktische Herangehensweise auch Mitgliedern der anderen Parteien zu. Das hat nicht einmal etwas damit zu tun, dass dieses Yps anstandslos genug ist, mit den SED-Genossen zu paktieren, sondern scheint mir eher ein verbreitetes Übel der in Deutschland etablierten Parteienherrschaft zu sein.

Was kriecht da aus dem Sommerloch?

Eines muss man den Libertären lassen: Ihre Behauptung, dass Politik nicht die Lösung sondern das Problem ist, wird reichlich und oft bestätigt. Vor allem wohl in der Sommerpause, wenn auch mal die zweite und dritte Reihe etwas Medienpräsenz abbekommt.

Da beschäftigt sich eine FDP-Politikerin mit dem Überraschungsei. Offenbar ist es tatsächlich so, dass ein politisches Mandat verblödend wirkt. Denn wie kann man denn ernsthaft mit der kognitiven Dissonanz klarkommen, Mitglied einer liberalen Partei zu sein und dann solche bevormundenden Ideen verfolgen wie das Verbot von in Süßigkeiten verpacktem Spielzeug? Und offenbar noch nicht einmal erklären können, welche faktischen Argumente im Sinne von Schadenszahlen für diesen Vorstoß sprächen.

Beim lawblog ist alles weitere zum Thema gesagt worden.

Neue Erkenntnisse von der Achse

Wer kein Rechtspositivist ist, ist ein Anhänger der Scharia.

Gibt es eigentlich ein Mindestniveau an Ahnungslosigkeit, das man als Tagesspiegel-Kommentator erfüllen muss?

Die frohe Botschaft

Only bad news are good news.

Sagt man. Aber wer will nicht auch mal ein wenig Hoffnung schöpfen und gute Nachrichten hören? Zumal heutzutage, wenn allenortens und vor begeisterten Massen von Klima-, Umwelt-, Armuts- oder sonstigen Flagellanten das Ende der Welt gepredigt wird?

Also, die gute Nachricht ist: Die Welt wird wohlhabender.

Das ist gut, weil das weniger Hunger bedeutet. Vielleicht auch weniger Krieg und Gewalt. Weniger Umweltzerstörung sicherlich.

Hoffentlich geht das aber nicht langfristig auch mit dem Pessimismus, der Angst und der Selbstverdrossenheit einher, die uns Reichen eigen geworden ist.

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