Was hat es mit der Jahreszeit zu tun, dass mein Unwille, Beiträge für B.L.O.G. zu verfassen, immer mehr wächst? Nix. Der Grund der Unlust ist ein anderer: Alles ist gesagt. Zu jeder denkbaren aktuellen Frage lässt sich meine Meinung begründet aus dem ableiten, was ich bereits geschrieben habe. Und ich schaffe es eben nicht wie ein Politiker, anstandslos bekannten Mist immer wieder zu wiederholen.
Wer wissen will, was ich denke, der lese Hayek, Eucken, Buchanan und Erhard, und irgendwo in diesem Spannungsfeld wird er mich wiederfinden.
Gegen den quasi-sozialistischen Komment dieser Republik immer wieder anzugehen, ist eine Sache für Don Quichotte. Klar hat es seinen Reiz, bei Gewohnheitslinken die Gesichtszüge entgleisen zu sehen, wenn man sie mit konsequent liberaler Argumentation konfrontiert. Aber auch dieser Effekt nutzt sich ab.
Was also bleibt? Der eigene Ärger jedenfalls ist verraucht - zu sehr sind die meisten Menschen von ihrem Discount-Weg in die endgültige Armut überzeugt.
Reizt mich die hundertste Wiederholung beliebiger Phrasen noch? Bestimmt nicht.
Entweder ich finde neue Gründe, längere Texte zu verfassen, oder ich ziehe meinen Nutzen aus einer Existenz als Zyniker. Sollen alle Dummen meinetwegen dumm sterben und Verderben über die Welt bringen. Wenn ich mit meinem Gott einigermaßen im Reinen bin, soll mir all das egal sein.