Neue Erkenntnisse von der Achse

Wer kein Rechtspositivist ist, ist ein Anhänger der Scharia.

Gibt es eigentlich ein Mindestniveau an Ahnungslosigkeit, das man als Tagesspiegel-Kommentator erfüllen muss?

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10 Kommentare zu “Neue Erkenntnisse von der Achse”

  1. FAB.
    6.08.2008 | 17:19

    Ach, der Herr Lehming. Der hat ja kürzlich schon an gleicher Stelle zu völlig anderem Thema bewiesen, daß er die Kombination aus vollkommen fehlendem Bewußtsein für das eigentliche Problem und apodiktischen Werturteilen ohne weiteres mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

    Erleichtert doch die Orientierung ungemein, wenn man Inkompetenz an Personen festmachen kann.

  2. Lina
    6.08.2008 | 18:00

    Was meinst Du, Rayson? Wo liegt diese “Ahnungslosigkeit” begraben, dass ich sie nicht finde? Ist es nicht so, wie Bonhoeffer sagt, dass das Gebot des Christengottes (ich nenne es: Gewissen) im Zweifelsfall über Staatsrecht gehen soll? Oder ist es das, was Dich erregt:

    Christen haben Glück, ihr Glaube befindet sich heute in Übereinstimmung mit den herrschenden Gesetzen.>/blockquote>

    Weil’s nicht stimmt? Na ja, nicht ganz…

    Nein, jetzt hab’ ich’s! Das ist es:

    Natürlich steht der muslimische Gott über allen weltlichen Gesetzen und Verfassungen – ebenso wie der christliche Gott.

    Wen die Götter lieben - dem geben sie einen Henker und einen Schreiber, dem gleich ist, was Recht ist. - Alles was Recht ist (-;!

  3. R.A.
    6.08.2008 | 18:00

    In der Tat ein abstruser Artikel, hat mich auch ziemlich befremdet.
    Und wie FAB richtig schreibt, nicht der einzige Fehlgriff von Lehming.
    Ich meine mich aber zu erinnern, auch einige recht gute Sachen von ihm gelesen zu haben.

    Er neigt wohl etwas zum Extremen.

  4. 6.08.2008 | 18:16

    @Lina

    Lehming erwähnt selbst Bonhoeffer. Wie man einen Widerstand gegen inhumane Staatsmacht, der sich auf höchste ethische Maßstäbe stützt und sogar das eigene Leben hinzugeben bereit ist, mit dem rigoros weltliches Recht postulierenden und durchsetzenden Machtinstrument Scharia gleichsetzen kann, entzieht sich für mich jeglichen Verständnisses.

  5. Lina
    6.08.2008 | 18:36

    @ Rayson

    Ah! So präzisiert verstehe ich Deine Assoziation - definitiv!

  6. 6.08.2008 | 21:15

    Ja, der Malte Lehming. Der steckt von allen Seiten Prügel ein - das macht ihn aber auch irgendwie wieder sympathisch. Einerseits hat sogar mal Davids Medienkritik auf ihn in höchst kindlich-beleidigter Weise reagiert, andererseits wird er gern auf der Achse zitiert. Ich habe mir da auch noch keine abschließende Meinung gebildet.

  7. Albert
    7.08.2008 | 16:33

    Das Ende ist zu dämlich.

    Er hat es zwar schwammig geschireben, aber wenn ich ihn richtig verstehe, dann:

    Irgendwie denkt jeder, das Christentum wäre einfach aus sich heraus lieb und nett, es hat es nur quasi 1800 Jahre lang versteckt und wurde dann durch gutes zureden gewisser Unzufriedener zur Einsicht in seine Eigentliche Natur gebracht?

    Es mußte in die Knie gewzungen werden!

    Das Chirstentum wurde nie reformiert, die Kirche hatte einfach die Hosen voll, und wir haben ihr eine kleine Nische gelassen, und wehe, sie muckt auf!

    Das ist grundlegend für religionsfreiheit.

  8. Albert
    7.08.2008 | 16:35

    In Europa haben die menschen früher 7 mal am tag gebetet und waren auch sonst nicht anders als Islamisten.

    Manche meinen, es gebe dynamische Entwicklungsprozesse und etwas wie nicht-statische Levels, das ist ein Tiefenstruktur, und die Oberflächenstruktur, zB “Islam” oder “Christentum”.

  9. 7.08.2008 | 16:41

    In Europa haben die menschen früher 7 mal am tag gebetet und waren auch sonst nicht anders als Islamisten.

    Rayson, wie man sieht ist der Tagesspiegel-Heini niveaumäßig durchaus zu unterbieten.

  10. der_Neue
    8.08.2008 | 0:45

    “Christen haben Glück, ihr Glaube befindet sich heute in Übereinstimmung mit den herrschenden Gesetzen.”

    Dieser Satz ist besonders dämlich. Rechtsordnungen entstehen doch nicht aus dem Nichts… Die darin zum Ausdruck kommende Vorstellung von “Richtig” und “Falsch” (oder “Gut” und “Böse”) entspringt doch wohl auch zu einem guten Teil der religiösen Überzeugungen der Mitglieder der Gesellschaft, die sich die Rechtsordnung gibt.
    Mit “Glück” hat nichts zu tun.

    Es ist doch auch kein Zufall (oder “Pech”), dass die Rechtsordnung in Saudi-Arabien von der Scharia geprägt ist.

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