Der ökologische Turnschuhabdruck

Jetzt ist es amtlich, Sportler sind größere Klimasünder als Stubenhocker:

Through the strictest scientific procedures, the same as those used in a myriad of studies of this type, we have conclusively proven that those people who exercise have a carbon foot (or lung) print 14.29% higher than those who, altruistically it turns out, lie around on the couch. Future studies will examine the additional benefits of progressing to a drunken stupor, a state in which minimal oxygen usage is obtained.

Die logische Konsequenz:

The policy implications of this study are obvious: people must be discouraged immediately from exercising. They should be taught the immorality of it, how their narcissistic habits unnecessarily add to carbon burden of the atmosphere, thus endangering the fragile climate system, and therefore the future for our children.

If we can each stop just one jogger from donning his multi-colored, garish shorts and trotting through the neighborhood, we will have done the Earth a tremendous service.

Absurd? Was anderes soll auch dabei herauskommen, wenn man die Implikationen wahnhafter Klimaschutzpolitik konsequent zu Ende denkt.

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26 Kommentare zu “Der ökologische Turnschuhabdruck”

  1. 14.08.2008 | 14:32

    [...] B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade » Der ökologische Turnschuhabdruck Dieser Eintrag wurde von Daniel Fallenstein am Do, 14. Aug 2008 um 14:32 geschrieben, abgelegt unter Kurz notiert und getagged verlinkt. Setze ein Lesezeichen zum Permalink. Verfolge alle Kommentare zu diesem Eintrag mit dem RSS-Feed dafür. Kommentiere oder hinterlasse ein Trackback: Trackback URL. « Der Hamas-Waffenstillstand naehert sich seinem Ende [...]

  2. stefanolix
    14.08.2008 | 21:29

    Ich werde dem Autor hinterherrennen, bis ich ihn endlich erwischt habe. Und dann werde ich ihn mit einer alten Laufsocke bewerfen;-)

  3. Lina
    15.08.2008 | 6:14

    Und dann werde ich ihn mit einer alten Laufsocke bewerfen

    Und wenn er sich wegduckt … so … ^^?

    Nicht mal dem Klimaschutz opferst Du Deine läuferische Besessenheit? Wie unverantwortlich …!

    Ich dagegen hol’ jetzt meine Kühe von der Weide und bring’ sie ins Schlachthaus, aber solange jemand wie Du frei herumläuft, kann das ja nix werden mit der Prävention (-;…

  4. stefanolix
    15.08.2008 | 8:02

    Ich wollte eigentlich noch ausdrücklich betonen, dass ich nicht vom Laufen besessen bin, aber dann war da wieder dieses Zucken in den Beinen und …

  5. Spruance
    15.08.2008 | 9:07

    Remember: 42.7 % of all statistics are made up on the spot.

  6. 15.08.2008 | 10:14

    @Spruance:

    Uhm,was hältst du davon, wenn du uns mit deiner Quelle beglückst? Und was hältst du davon, wenn du diesen Satz konsequent auf die Klimaforschung anwendest. Zudem sollte die Lektüre dieser Kurzanalyse klar machen, das diese Erkenntnis nichts weiter als eine rechnerische Umsetzung von anerkannten Durchschnittswerten der Anzahl von Atemzügen pro Minute. Wissend, dass der Mensch in einem Atemzug eine spezifische Kohlendioxidmenge einatmet, die er in Form von Kohlenstoffverbindungen vorher aufgenommen hat, kann man den Unterschied zwischen einem Sportler und einem Stubenhocker ganz einfach, ohne viel Statistik ausrechnen. Also lässt sich dein Leitsatz hier nicht gut anwenden.

  7. Spruance
    15.08.2008 | 10:57

    @SteffenH: Glaubst Du ganz fest an die 14,29% ?

  8. Buenavista
    15.08.2008 | 11:00

    Natürlich absoluter Schmarrn. Da sich ein sportlicher Mensch sicher öfter auf’s Fahrrad setzt und kürzere Distanzen eben nicht mit Auto oder OV bewältigt, stimmt die “Rechnung” nie und nimmer.

    Abgesehen davon verbrauchen Couch Potatos auch zuhause mehr fossil erzeugte Energie (TV etc.) als Sportler an der frischen Luft.

  9. Spruance
    15.08.2008 | 11:04
  10. 15.08.2008 | 12:10

    @spruance:

    Lies dir die Quelle durch, das hat nichts mit glauben zu tun. Wenn du anerkennst, dass die Atemfrequenz eines Sportlers aufgrund des höheren Sauerstoffbedarfs bei der Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen zur Energiegewinnung im Körper höher als bei einem Sesselfurzer ist, dann ist die Schlussfolgerung bei den im Text gegebenen Prämissen unstrittig.

    Es macht keinen Spaß zu diskutieren, wenn ihr nicht bereit seid die Argumente aus der Quelle aufzunehmen, sondern nur reflexartig mit irrelevanten Aussagen kontert. Insofern bringt es auch wenig, wenn Buenavista kurzerhand den Modellrahmen erweitert und Autos mit ins Feld führt. Schließlich wird hier ein Sportler und ein Sesselfurzer verglichen, die sich außer des zusätzlichen Trainings des einen sonst identisch verhalten. Zudem atmet auch ein Radfahrer mehr als ein Autofahrer, weshalb zunächst nicht ohne nähere Analyse geschlussfolgert werden kann, das der Radfahrer mehr öko ist. Das wird in einigen Fällen so sein, hängt aber sehr stark von den Prämissen, wie Auslastung des Autos etc., ab.

  11. Spruance
    15.08.2008 | 12:16

    @SteffenH: Aber die Quelle steht bei Briggs unter “fun”!

  12. 15.08.2008 | 12:21

    @Spruance:

    Wenn du genau hinschaust, dann steht der Eintrag bei mir auch unter Humor & Satire, was aber nicht bedeutet, dass die Logik der Berechnung falsch ist, sondern das diese Analyse uns zeigt, wie absurd ein Weiterdenken radikaler Klimaschutzideen ist. Spaßig ist, das manche das nicht verstehen…

  13. Spruance
    15.08.2008 | 12:46

    @SteffenH: Absurd ist halt absurd, auch wenn’s noch so schlüssig ist.

  14. Buenavista
    15.08.2008 | 13:08

    Entsteht beim Sesselfurzen nicht noch viel Klimaschädlicheres?

    Nein aber im Ernst, solche Vergleiche sind - auch witzig gemeint - einfach unsinnig.

    Ich kann die Klimaschädlichkeit eines Bohnenessers auch nicht allein an seinen Fürzen berechnen, wenn der Mensch statt Fleisch lieber Bohnen isst.

  15. 15.08.2008 | 13:33

    @Spruance:

    Du verstehst es immer noch nicht. Es ist nicht absurd zu berechnen, dass ein Sportler einen höheren Kohlendioxidausstioß aufgrund seines höheren Energieverbrauchs für Bewegung hat. Absurd ist es, daraus Schlußfolgerungen für die Klimapolitik zu ziehen und absurd ist vor allem, dass die selben Leute die drastische Klimaschutzmaßnahmen fordern auch die Leute sind, die jeden Menschen zum Sport zwingen wollen.

    @buenavista:

    Das ist nun einmal die Crux von Modellen, dass sie nur im Rahmen ihrer Annahmen Gültigkeit besitzen. Angenommen unsere Sportler unterscheiden sich von den Sesselfurzern nur darin, dass sie Sport treiben und nicht in ihren sonstigen Lebens- und Essgewohnheiten, dann ist der Sportler der größere CO2-Emittent. Basta! Wenn ich noch diverse andere Variablen in das Modell einfüge, kann sich das ändern, muss aber nicht. Fakt ist, das ein Sportler seinem Körper wesentlich mehr Energie zuführen muss als ein Faulpelz. Ernähren sie sich ähnlich, bleibt die obige Aussage bestehen. Nun muss man also nachweisen, dass Sportler trotz des höheren Grundenergieverbrauchs aufgrund ihrer Lebens- und Essgewohnheiten diesen Mehrverbrauch wieder kompensieren. Das sollte dir ad hoc ziemlich schwer fallen. Also schlage ich vor wir einigen uns darauf das Fünkchen Wahrheit in der Berechnung zu akzeptieren und gleichzeitig die Grenzen solcher Berechnung anzuerkennen. Sei ehrlich Buena, wenn es sich nicht um ein Thema handeln würde, bei dem du eine andere Meinung hast, würdest du die Beweislast nicht so hoch hängen. Das ist auch gut so, gibt es doch so immer wieder jemanden der die eigenen Aussagen streng kontrolliert… ;-)

  16. 15.08.2008 | 13:38

    @Spruance:

    Speziell für dich ein Artikel über den Zusammenhang von Atemfrequenz und Kohlendioxidemissionen: http://www.heise.de/tr/Ein-Physiker-Blick-auf-Fettleibigkeit–/artikel/53345/0/0

  17. Buenavista
    15.08.2008 | 13:44

    Bei der Klimadiskussion fällt es mir schwer, überhaupt eine Meinung zu haben, weil dabei viel zu viel Unsinn im Umlauf ist.

    Vielleicht macht mich auch die Tatsache skeptisch, dass mir schon 2 Energiesparlampen innerhalb eines Jahres durchgebrannt sind.

  18. stefanolix
    15.08.2008 | 15:19

    Im Rahmen einer Satire kann man solche Vergleiche gern anstellen. Aber im richtigen Leben ist es doch meiner Ansicht nach sehr verengt gedacht, sich auf die beiden Alternativen »stillsitzen« und »laufen« zu beschränken. Der Mensch sitzt eben in der Regeln nicht still, sondern er tut ja auch zuhause irgend etwas: vielleicht liest er, vielleicht bloggt er, vielleicht schaut er fern … Welche Leute sind denn das, die drastische Klimaschutzmaßnahmen fordern und gleichzeitig jeden Menschen zum Sport zwingen wollen?

  19. Spruance
    15.08.2008 | 15:43

    @Steffenh: Dir mag ja erst die Politik absurd erscheinen, mich bringt schon die Angabe dieses welterschütternden Wertes mit zwei Nachkommastellen zum Wiehern!

  20. 15.08.2008 | 15:58

    @spruance:

    Besser lesen als Viehern. Man lese den Text, in dem die beiden Zahlen 6552000 und 7488000, also die jeweiligen “Abgas”-Volumina der betrachteten Personen dividiert werden. Der spezifische Kohlendioxidgehalt bei beiden ist gleich, also berechnet man das Verhältnis der Abgasmengen, das 1,142857 beträgt. Also sind es sogar vier Kommastellen, nämlich 14,2857 % mehr beim Sportler. Das ist nun einmal so und hat nichts mit der Abenteuerlichkeit der Annahmen zu tun. M.a.W. von der Anzahl der Nachkommastellen kann man nicht auf die Qualität einer Modellrechnung schließen, auch wenn man sich das noch so sehr wünscht. Auch Augen schließen dabei hilft nicht… ;-)

  21. 15.08.2008 | 16:03

    @stefanolix:

    Ich kann mich an einige Politiker erinnern, die permanent meinen, dass vor allem Kinder Sporttreiben sollen sowie auf Fett und Süßigkeiten verzichten sollen. Ich kann mich an Werbekampagnen der Bundesregierung für Jugendsport erinnern, die selbe Regierung fordert drastische Klimaschutzmaßnahmen. Der Punkt ist doch nur, dass beide Forderungen nicht richtig durchdacht und wie Politik so oft widersprüchlich ist. Dir muss ich das doch nicht erklären. Auch will ich dir das Laufen nicht madig machen, lege ich doch selbst in der Woche in meinen Laufschuhen um die vierzig Kilometer zurück.

  22. Spruance
    15.08.2008 | 16:37

    @SteffenH: “von der Anzahl der Nachkommastellen kann man nicht auf die Qualität einer Modellrechnung schließen”

    Dochdoch, wenn bei solchen Annahman, die so riesige Unsicherheiten einschließen, so exakte Ergebnisse präsentiert werden,m ist das durchaus ein Kennzeichen von Absurdität.

  23. 15.08.2008 | 16:55

    @Spruance:

    Wenn du bloß mal die Quelle lesen würdest, könntest du feststellen, dass die Unsicherheiten bezüglich der durchschnittlichen Atemzüge pro Minute und des Lungenvolumens nicht so groß sind, dass die ganze Rechnung keinen Sinn machen würde. Entscheidend ist, das das grundsätzliche Argument sinnvoll ist. Ob es nun 14 oder auch 16 Prozent sind, entscheidend ist, das jemand der öfter und tiefer atmet mehr CO2 ausstößt.

  24. Spruance
    15.08.2008 | 16:58

    @Steffenh: Eben.

  25. Harry
    15.08.2008 | 17:05

    Aber dank des Kohlenstoffzyklusses ist es egal, ob wir auf der Couch liegen oder Sport treiben.

  26. 15.08.2008 | 17:42

    @Harry:

    Wenn man davon ausgeht, das die Nahrungsaufnahme lediglich den kurzfristigen Kohlenstoffkreislauf betrifft, dann schon. Aber die Landwirtschaft benötigt fossile Energie für Landmaschinen und Arbeitskräfte und setzt Methan frei, das als sehr potentes Treibhausgas gilt.

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