Irrtum? Irrtum.

Die Mauer sei Symbol “politischer Verirrung”, sie sei ein “monströser Irrtum”, lese ich.

Unsinn. Niemand der Verantwortlichen hat sich geirrt, keiner hatte sich verirrt. Die Mauer war eine logische Folge sozialistischer Zwangsbeglückung, ein gewollter Akt der herrschenden Clique.

Kein Irrtum. Keine Entschuldigung.

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10 Kommentare zu “Irrtum? Irrtum.”

  1. Freie Radikale
    14.08.2008 | 14:03

    Allein der Begriff „Symbol“ ist widerwärtig relativierend.

  2. 14.08.2008 | 14:08

    Richtig. Auch, wenn man natürlich davon ausgehen darf, dass Politiker bei solchen Anlässen nur Vorgefertigtes vortragen und die Kritik vielleicht eher den Redenschreiber als den Vorplapperer treffen müsste.

  3. 14.08.2008 | 14:14

    Nein. Die Verantwortung hat den Plapperer zu treffen und ihn allein. Er könnte seine Reden ja auch selber schreiben oder vorher mal lesen. Oder sich seine Schreiberlinge gut aussuchen.
    So sind die Regeln des Spiels, das sie spielen wollen, denke ich.

  4. 14.08.2008 | 14:23

    Hast ja Recht. Ich wollte nur meine Verachtung des Plapperers nicht allzu offen äußern und habe ihn zu diesem Zwecke als entmündigungswürdig dargestellt.

  5. jopa
    14.08.2008 | 16:23

    Mich überrascht vor allem, daß dieses Gefasel von einem Vertreter der CDU kommt - dergleichen hätte ich eher von anderen Parteien erwartet, immerhin hatte die CDU ja schon mal den Slogan “Freiheit oder Sozialismus”. Aber auch FDP-Mitglieder haben ja keine Probleme mit dem Verbot von Ü-Eiern, insofern kann man von der Verpackung (= Parteizugehörigkeit) wohl tatsächlich nicht mehr auf den Inhalt schließen…

  6. 14.08.2008 | 17:07

    Das ist es, Boche: Unversöhnlichkeit mit dem sozialistischen Terror!

  7. Lina
    14.08.2008 | 18:49

    @ Boche

    “Kein Irrtum”, nein, sondern grausame Konsequenz. Kein Durchblick bei Lammert!

    Aber: “Keine Entschuldigung”? Da rätsele ich, Boche. Erwartest Du eine? Und wenn ja, von wem sollte sie kommen? Du weisst doch hoffentlich auch, wie lange das dauern kann, bis überhaupt eine kommt? Es gibt ein paar Fälle, wo Unrechtsregime sehr, sehr lange, Generationen sogar, gebraucht haben und noch brauchen, bis sie sich mit ihren Opfern auseinandersetzen, bzw. “aussöhnen” wollen.

    Und das ist besonders heikel - wenn ein Staat im anderen (zu alter Einheit) aufgeht; das hatten wir noch nicht so oft, dafür aber neue Anwärter: Nord- und Südkorea. Mal sehen, wie die das hinkriegen.

    Oder meinst Du, dass es überhaupt keine Entschuldigung für sowas gäbe? Wenn das so ist, hat sich meine Anfrage erledigt…

  8. stefanolix
    14.08.2008 | 21:46

    Der Begriff »Symbol« ist wirklich völlig fehl am Platze. Aber der Begriff »Irrtum« könnte anders gemeint sein. War es nicht wirklich einer der größten Trugschlüsse des 20. Jahrhunderts, dass man durch eine Mauer den Gedanken der Freiheit verschwinden lassen kann? Dass man durch eine Mauer den Einfluss der freien Welt auf Dauer aussperren kann?

    Semi-OT (aber es passt gerade unter keinen anderen Beitrag): Wenn deutsche Olympiasieger bei der Siegerehrung »Einigkeit und Recht und Freiheit« mitsingen: ist das dann schon eine politische Demonstration gegen China? Könnte das Ärger mit den IOC-Bonzen geben? Man wundert sich ja inzwischen über nichts mehr …

  9. 14.08.2008 | 22:25

    @Lina

    Entschuldigung war anders gemeint. Nämlich: Dass es keine Entschuldigung für die Schießbefehlsgeber und Mauerbauer geben darf, auch nicht dadurch, dass man ihr Tun als “Irrtum” bezeichnet.

    @stefanolix

    So könnte man “Irrtum” natürlich definieren. War es wohl so gemeint?

  10. stefanolix
    15.08.2008 | 7:50

    Das kann man aus den zitierten Fragmenten der Rede nicht so recht entnehmen. Ich habe die Rede auch auf der Webseite des Parlaments nicht in der vollständigen Form gefunden.

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