Geschmacksfrage

Als potentieller FDP-Wähler und mit der Alternative Westerwelle vor Augen muss ich sagen: das wäre wohl eher ein Außenminister nach meinem Geschmack.

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21 Kommentare zu “Geschmacksfrage”

  1. stefanolix
    15.08.2008 | 15:04

    Westerwelle muss in einer (möglichen) schwarz-gelben Koalition nicht unbedingt Außenminister werden. Und ich weiß nicht, ob die Auswahl eines Militärexperten für das Amt des Außenministers ein richtiges Zeichen wäre. Aber Klaus Naumann ist mir früher auch schon durch recht unaufgeregte und fundierte Analysen aufgefallen. Als Berater der Bundesregierung kann er sicher noch gute Dienste leisten.

  2. 15.08.2008 | 15:20

    Ja, die Möglichkeit eines Außenministers Naumann halte ich auch für gering. Ein General a.D. wäre wohl durch Populisten vom Schlage Schröders noch einfacher zu demontieren als ein Finanzminister Kirchhof.

  3. stefanolix
    15.08.2008 | 15:21

    Aber der General a.D. würde wohl auch anders dagegenhalten;-)

  4. stefanolix
    15.08.2008 | 15:25

    PS: Wenn man Populisten vom Schlage eines Herrn Lafontaine oder Trickserinnen wie Frau Ypsilanti sieht, wünscht man sich ja in manchen Augenblicken fast schon den Schröder (als kleineres Übel) zurück. Zumindest hätte der in Niedersachsen ganz sicher nicht mit den Kommunisten paktiert, sondern wäre eher in eine schwarz-rote Koalition eingestiegen.

  5. Carsten
    15.08.2008 | 16:14

    Ein General, der seit Jahren den Ausbau von Auslandseinsätzen der Bundeswehr mit Brachialgewalt vorantreibt? Die Putinisierung der Neoliberalen…

  6. 15.08.2008 | 16:15

    ich (auch FDP-Mitglied) glaube, Westerwelle wäre auf keinem Regierungsposten so fehlplatziert wie als Außenminister. …im Falle eine Falles hoffe ich, dass er sich für einen anderen Posten entscheidet, z.B. Finanzminister oder so.

  7. 15.08.2008 | 16:26

    @Carsten

    Hast du Belege für das Anwenden dieser “Brachialgewalt” durch Herrn Neumann?

    Falls ja, bin ich vielleicht sogar bereit, dieses Geschwurbel von “der Putinisierung der Neoliberalen” zu beantworten.

  8. 15.08.2008 | 18:38

    @stefanolix: Wäre Schröder in Niedersachsen geblieben, wäre Lafontaine Kanzler geworden und die Linkspartei wäre immer noch die nur in Ostdeutschland starke PDS. Und, und, und … :-)

    Naumann sagte ber meiner Meinung nahc zum Konflikt das erste richtige. Die Russen haben die Georgier reingelegt. Fakt war ja, dass Georgien in Südossetien eingerückt ist und die Russen dann (über)reagierten. Ich weiß allerdings nicht, wie Georgien meinen konnte, dass das klappt. Schließlich haben doch auch die Russen Satelliten, die Truppenbewegungen entdecken helfen und sich entsprechend vorbereitet, wenn die Georgier tatsächlich so übermütig werden.

  9. Carsten
    15.08.2008 | 20:28

    “Wenn die Bewohner eines Gebietes, sei es eines einzelnen Dorfes, eines Landstriches oder einer Reihe von zusammenhängenden Landstrichen, durch unbeeinflusst vorgenommene Abstimmungen zu erkennen gegeben haben, dass sie nicht in dem Verband jenes Staates zu bleiben wünschen, dem sie augenblicklich angehören, sondern einen selbständigen Staat bilden wollen oder einem anderen Staate zugehören wollen, so ist diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Nur dies allein kann Bürgerkriege, Revolutionen und Kriege zwischen den Staaten wirksam verhindern … Wenn es irgend möglich wäre, jedem einzelnen Menschen dieses Selbstbestimmungsrecht einzuräumen, so müßte es geschehen.” (Ludwig von Mises, Liberalismus, Jena 1927, S. 96)

    Das heisst, dass Abschasien und Südossetien gegenüber Georgien das gleiche Recht haben wie Georgien gegenüber Russland bzw. der UdSSR. Und Irland gegenüber der EU. Und das Baskenland gegenüber Spanien. Und Baden-Württemberg gegenüber Deutschland. Und Baden gegenüber Stuttgart!

  10. stefanolix
    15.08.2008 | 21:27

    Und Tschetschenien gegenüber Russland …

  11. 15.08.2008 | 22:03

    @stefanolix : Ne ne ne, da gilt der 1. Hauptsatz der Landnahme: “Das war schon immer uns!” (Nebenbei, der 2. Hauptsatz lautet: “Das ist jetzt übrigens uns!” ;-) )

  12. Carsten
    15.08.2008 | 22:22

    Ganz recht, und Tschetschenien gegenüber Rußland, Stefanolix!

  13. F.Alfonzo
    16.08.2008 | 6:49

    @ Marc: Wenn ich so darüber nachdenke, ist Westerwelle vermutlich in jedem Amt verloren…
    …allerdings: Als Innenminister könnt ich mir den Mann gut vorstellen… warum nicht? Ich denke, da wäre er in seinem Element (Kleinkarierte Verbieterei vs. Westerwelle; wäre entweder sinnvoll, oder zumindest witzig).

    Wer dann Außenminister werden soll, weiss ich auch nicht, aber das ist sowieso alles hypothetisch, vermutlich wird nach der nächsten Bundestagswahl eher die Linksfront regieren…

    F.Alfonso

  14. Eloman
    16.08.2008 | 15:05

    @Carsten
    Und die von Georgiern bewohnten Dörfer in Südossetien!!!!

  15. 16.08.2008 | 18:22

    Und einzelne Osseten in den überwiegend von Georgiern bewohnten Dörfern in Südossetien!

    Das Problem ist nur, dass Mises keine Quelle internationalen Rechts darstellt…

  16. Carsten
    18.08.2008 | 0:02

    Das “internationale Recht” hat Blut an den Händen, Dreck am Stecken, Mises nicht!

    Und ja, Norbert Lennartz hat schon einmal eine Petition für INDIVIDUELLE Sezession entworfen. Why not?

  17. Carsten
    18.08.2008 | 0:03
  18. R.A.
    18.08.2008 | 11:20

    Was Naumann in diesem Interview sagt, finde ich gut und richtig.
    Da ich aber sonst von ihm fast nichts weiß, sehe ich in ihm noch keine Wunschpräferenz fürs Außenministeramt.
    Besser zu sein als die letzten beiden Besetzungen ist keine Kunst und reicht noch nicht.

    Ähnliches gilt für Westerwelle. Wobei der m. W. dieses Amt auch gar nicht anstrebt. Die beste liberale Alternative wäre immer noch Gerhardt.

  19. 18.08.2008 | 11:31

    @R.A.

    Naumann war hier (mindestens) schon einmal Thema, nämlich zur Frage der Raketenabwehr. Gerade auch im Gegensatz zu erschreckendem Geschwafel seitens Guido.

    Gerhardt kann ich persönlich nicht einschätzen. Insgesamt scheint mir das Außenressort aber bei der FDP eher schlecht aufgehoben. Allerdings ist das eher ein Bauchgefühl auf Grund einiger Äußerungen der letzten Zeit. Meist kamen sie aber von Westerwelle.

  20. Herbert
    18.08.2008 | 13:52

    Wenn wir keine passenden Minister finden, dann schicken wir Boche einfach in den Wald, damit er uns welche schnitzt. Wenn das nicht reicht, kann er bestimmt auch andere Wähler schnitzen.

  21. 18.08.2008 | 13:54

    Ich akzeptiere das Gegebene. Sogar dumm-dreiste Kommentatoren.

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