Beck, Steinmeier, Müntefering und die SPD - eine Analyse

… wird es von mir dazu nie und nimmer geben. Was interessiert mich das Gehabe von Platzhirschen im Bemühen um die beste Unpolitik? Es ist mir sowas von egal, wen diese sozialdemokratische Partei auf den bundesweiten Wahlplakaten abbildet und in die Talkshows schickt, oder wer da den Vorturner in den Medien spielt. Es ist mir völlig wumpe, ob die Sozis bei der nächsten Wahl nun 20%, 30% oder 40% der abgegebenen Stimmen kriegen, und wie sie das am besten schaffen.

All das wird nur in Nuancen, aber nicht im Kern wirklich daran etwas ändern, dass die Freiheiten immer weniger werden, die einem die diversen Staatsgebilde, die im Stil eines wohlmeinenden Diktators über uns herrschen, noch gönnen.

Sollen sich andere beim Diskutieren dieser Daily Soap den Mund fusslig reden. Da bleibe ich lieber beim Fußball: Das Runde muss ins Eckige, und gut ist.

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15 Kommentare zu “Beck, Steinmeier, Müntefering und die SPD - eine Analyse”

  1. 7.09.2008 | 18:01

    Beim Fußball gibt es aber auch was neues: Das Runde muss ins Eckige und die Wettmafia kassiert.

    Steinmeier ist Schröder light, zumindest wenn man seinen Duktus hört.

  2. R.A.
    7.09.2008 | 21:08

    Es ist mir völlig wumpe, ob die Sozis bei der nächsten Wahl nun 20%, 30% oder 40% der abgegebenen Stimmen kriegen

    Das halte ich für ziemlich blauäugig.

  3. 7.09.2008 | 21:16

    Kommt immer auf die Maßstäbe an, lieber Co-Autor. Aber beachte, dass im Quantenbereich alles möglich ist ;-)

  4. stefanolix
    7.09.2008 | 21:57

    Bei den 40% hat Rayson sicher noch hintergründiger gelächelt als beim Rest des Beitrags;-)

  5. 7.09.2008 | 23:15

    Es ist mir völlig wumpe, ob die Sozis bei der nächsten Wahl nun 20%, 30% oder 40% der abgegebenen Stimmen kriegen

    Das kann nur ein Nichtwähler behaupten. Oder?

  6. 7.09.2008 | 23:18

    Oder einer, der Caplan gelesen hat und trotzdem zur Wahl geht. Es gibt ja auch Leute, die von ihrer Chance wissen und trotzdem Lotto spielen.

  7. 7.09.2008 | 23:24

    Wobei, das muss ich noch hinzufügen, es sich zwar bei beidem um irrationale Akte handelt, ich aber weihevollen Ritualen durchaus positiv gegenüber stehe, und mich bei Wahlen deshalb gerne der Illusion hingebe, irgendetwas Bedeutendes geleistet zu haben. Und das, ohne gegen das BTM zu verstoßen!

  8. stefanolix
    7.09.2008 | 23:24

    Die Chance, dass die SPD bei der nächsten Wahl scheitert, scheint mir größer als jede Chance auf einen wirklich interessanten Gewinn beim Lotto. In Hessen dürfte es beispielsweise ganz schlecht aussehen und in einigen anderen Bundesländern steht sie auch nicht besser da.

    Aber ich sehe das inzwischen auch eher wie ein spannendes Fußballspiel.

    Nicht wählen gehen: das kommt für mich erst in Frage, wenn sie mich zwingen, einen Wahlcomputer zu benutzen.

  9. R.A.
    7.09.2008 | 23:25

    @Rayson:
    Eigentlich habe ich Caplan nicht so verstanden, daß er Nichtwählen empfiehlt. Er sagt eigentlich nur (m. E. zu Recht), daß man an das Wählerverhalten einer großen Anzahl von Menschen keine übertriebenen Qualitätserwartungen stellen sollte.
    Und da wäre es doch eher noch mehr Motivation, selber dagegen zu halten …

  10. 7.09.2008 | 23:28

    @R.A.

    Caplan empfiehlt nichts. Aber er bestätigt schon sehr deutlich, dass sich rational gesehen eine Stimmabgabe nicht lohnt.

  11. 7.09.2008 | 23:33

    Ritual war der Begriff, der mir als Alternative auch in den Sinn kam.

  12. 8.09.2008 | 0:40

    Und wayne’s doch interessiert, für den sagt Paule von nebenan das Nötige:

    http://nbfs.wordpress.com/2008/09/07/sozis-auf-speed/

  13. F.Alfonzo
    8.09.2008 | 6:45

    Ich sehe das genauso wie Rayson…

    Frage in die Runde: Bedeutet Liberalismus nicht auch die Freiheit, sich nicht um Wahlergebnisse kümmern zu müssen, wenn man das nicht will?
    Geschweige denn um Parteien?
    Oder die Freiheit, nicht wählen zu gehen, wenn man mit seiner Stimme eine Politik wählen würde, die man nicht wirklich unterstützt, sondern nur aus dem Gedanken “besser als die anderen” heraus?

    [Personal note: Meine kürzlich eingetroffene Wahlbenachrichtigung für die “Landtagswahl in Bayern” (ich lach mich tot) dient mir im Moment als kostenloser Notizblock und ist damit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nützlicher als im ursprünglich erdachten Sinn (Post-Its kosten auch Geld;-))
    …Danke, Freistaat Bayern, für die (wenn auch magere) Steuerrückerstattung! ;-)

  14. 8.09.2008 | 9:58

    @F.Alfonzo

    Bedeutet Liberalismus nicht auch die Freiheit, sich nicht um Wahlergebnisse kümmern zu müssen, wenn man das nicht will?

    Ich glaube nicht, dass es schon so weit ist, dass jemand diese Freiheit ernsthaft einschränken möchte. Zumindest hier in der Diskussion beschränkte sich die Kritik ja auf den Vorwurf der Blauäugigkeit. Ich habe dem noch meinen Eindruck einer logischen Inkonsistenz hinzugefügt.
    Aber von Verboten war ja keine Rede, oder?

  15. Kuron
    10.09.2008 | 15:20

    Hm. Kategorie “Politik” und “Innenpolitik”. Fehlt da nicht noch die Kategorie “Stammtisch”?

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