21. September 2008
Im Konzern
Jeder, der schon einmal für ein US-Unternehmen in Deutschland gearbeitet hat, kennt das: Ein Problem, das bei der Konzernmutter in den USA auftritt, hat per Richtlinie auch in den Tochtergesellschaften in aller Herren Länder gelöst zu werden. Ob es da eine Rolle spielt oder nicht.
So etwas Ähnliches versuchen die Amis jetzt wohl auch. Oder wollen sie nur verhindern, dass man woanders auf eine intelligentere und weniger schädliche Lösung kommt? Kaum vorstellbar, schließlich freut sich auch die US-Volkswirtschaft über konsumierende Germanen. Sehr gut vorstellbar, schließlich geht es den konkret Verantwortlichen vor allem darum, ihren Arsch zu rettet (und die der Buddys aus der Finanzwelt).
Die deutschen Fanny Maes haben meist ein “LB” am Ende, und denen wird natürlich diskret mit unserem Geld geholfen. Schon um - siehe oben unter “Arsch” - Leuten wie dem ehrenwerten Herrn Huber die allerpeinlichsten Fragen zu ersparen. Peinliche muss er schon genug beantworten.
Aber sonst? Welchen Grund sollten wir hierzulande haben, andere für Unwissen und unverhältnismäßige Risiken zu belohnen? Zu viele verwechseln Wirtschaft mit Börse. Klar hat sich “die Börse” gefreut, als der Rettungsplan bekannt wurde. Bedeutet er doch, dass die Verantwortlichen die Konsequenzen nicht tragen müssen. Mit “Marktwirtschaft” hat das nichts mehr zu tun. Das ist mehr Stamokap.
Auf ein Neues!?
Verfasst von Rayson um 19:56 Uhr in der Kategorie International, Politik, Wirtschaft (Trackback)