Die Partner des Yps

Einst waren sie angewiesen auf das Geld aus Ostberlin.
Heute hilft ihnen eine orientierungs- und gewissenlose SPD aus der Patsche.

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10 Kommentare zu “Die Partner des Yps”

  1. stefanolix
    9.10.2008 | 14:06

    Danke, Boche! Habe es heute in der gedruckten Ausgabe gelesen und wollte selbst schon darüber schreiben. Einerseits hat man es nicht anders erwartet. Die Kommunisten konnten nie verbergen, wes Geistes Kind sie sind. Andererseits wird das Frau Ypsilanti von nichts abhalten. Denn dass sie es gewusst hat, dürfen wir wohl voraussetzen.

  2. R.A.
    9.10.2008 | 14:07

    Das ist schon interessant: Eine ganze Reihe von Vorwürfen, die vor 1990 gegen die DDR erhoben wurden, galten damals als völlig reaktionär und Kalte-Kriegs-Propaganda - und wurden dann hinterher alle bestätigt.

    Aber das wird nur ganz selten berichtet.

    Bei uns an der Uni liefen auch so Typen rum, die im Prinzip hauptberuflich (im xx. Semester angeblich studierend) linke Politik betrieben und von DDR-Stütze lebten.

  3. R.A.
    9.10.2008 | 14:09

    @stefanolix:

    Denn dass sie es gewusst hat, dürfen wir wohl voraussetzen.

    Selbstverständlich.
    Und nun denken wir uns mal einen Fall, wo sich z. B. herausstellt, daß ein CDU-Politiker hauptberuflich Propaganda im Auftrag der Franco-Diktatur gemacht hätte.

    Der wäre politisch erledigt, und die Medien würden sich monatelang über die CDU das Maul zerreißen.

  4. Dirk
    9.10.2008 | 16:00

    Mein Ihr, die DDR konnte über Mittelsmänner tatsächlich das Meinungsbild in der BRD beeinflussen? Etwa bei den Friedensbewegungen oder dem Nato Doppelbeschluss?

    Es wäre ja geradezu erschreckend, wenn die DDR so erfolgreiche Propaganda im Westen betreiben konnte. (Und gleichzeitig beruhigend, weil der Spuk ja nun allmählich vorbei gehen sollte)

  5. 9.10.2008 | 16:05

    Der Spuk wie auch die Wirksamkeit von Propaganda beruht ja nicht nur auf der Existenz eines Propagandisten. Sondern auch auf dem fruchtbaren Boden, in dem die Keime der Lüge und Hetze aufgehen können.

  6. R.A.
    9.10.2008 | 16:27

    @Dirk:

    Mein Ihr, die DDR konnte über Mittelsmänner tatsächlich das Meinungsbild in der BRD beeinflussen?

    Sehr unterschiedlich - je nach Thema.

    Den direkten Antikapitalismus haben sie (damals) nicht wirklich rüberbekommen, schon gar nicht irgendwelche Versuche, die DDR schönzureden.

    Aber bei anderen Themen haben sie durchschlagenden Erfolg gehabt - z.B. bei der Hetze gegen die USA und diversen Sachen mit “Frieden”.

    Wobei man natürlich nicht weiß, was genau die SED alles “in Auftrag gegeben” hat - die Archive dazu sind wohl nach der Wende zerstört worden.

  7. stefanolix
    10.10.2008 | 0:01

    Es ist doch für die Bewertung des Vorgehens der Frau Ypsilanti eigentlich belanglos, wie erfolgreich die DDR mit ihrer Propaganda war. Hier geht’s doch darum, dass sich die linken Polit-Aktivisten mit sehr viel Geld von der »Abteilung Desinformation« der SED (oder des MfS?) bezahlen ließen und dass die selben linken Polit-Aktivisten heute in einer Art Regierungsbündnis mit Frau Ypsilanti die Politik in Hessen mitbestimmen sollen.

    Die Grünen sollten schleunigst noch die Erinnerung an den Namen »Bündnis 90« auslöschen, denn das war eine Bürgerrechtsbewegung gegen die SED und gegen das MfS. Heute wollen sie mit Altkommunisten, DDR-Propagandisten und ähnlichen Konsorten zusammenarbeiten.

  8. 11.10.2008 | 13:57

    Aus der im FAZ-Beitrag erwähnten DDR-finanzierten “Deutschen Volkszeitung” ging übrigens die “Ost-West-Wochenzeitung für Politik, Kultur und Literatur”, der Freitag (so ne Art Junge Welt für Intellektuelle) hervor.

  9. 12.10.2008 | 6:58

    Lieber R.A.,

    Den direkten Antikapitalismus haben sie (damals) nicht wirklich rüberbekommen, schon gar nicht irgendwelche Versuche, die DDR schönzureden.

    Das Letztere tatsächlich am wenigsten, und das war auch gar nicht das Ziel. Was hätten sie taktisch davon gehabt, wenn das Bild von der DDR besser geworden wäre? Röhl hatte sogar den Auftrag, daß in “Konkret” pro Nummer ein DDR-kritischer Artikel erscheinen mußte.

    Die übergeordnete Strategie war es, das sogenannte “breite antimonopolistische Bündnis” zu schaffen. Also ziemlich genau die Volksfront, die heute vor der Tür steht. Natürlich von den Kommunisten gesteuert, aber das durfte nicht sichtbar sein.

    Das konnte nur gelingen, wenn die Kommunisten nicht nur nicht das Loblied der DDR sangen, sondern sich sogar von ihr distanzierten. Man wollte ja bis in die Mitte der SPD hineinwirken.

    Ich habe das damals xfach von Kommunisten gehört, auch von dem Leiter der Westarbeit, Manfred Kapluk, der eifrig um die Jusos warb: Wir haben in der BRD ganz andere Voraussetzungen, die DDR ist für uns kein Vorbild, wir stehen auf dem Boden des Grundgesetzes bla bla bla. Der Sozialismus steht nicht auf der Tagesordnung. Auf der Tagesordnung steht der gemeinsame Kampf gegen den staatsmonopolistischen Kapitalismus.

    (Deshalb kommt mir das, was heute Gysi und Genossen sagen, ja so vertraut vor).

    Aber bei anderen Themen haben sie durchschlagenden Erfolg gehabt - z.B. bei der Hetze gegen die USA und diversen Sachen mit “Frieden”.

    Der “Krefelder Appell” wurde weitgehend aus der DDR gesteuert (dort war übrigens Freund van Ooyen sehr aktiv). So, wie zuvor die Bewegung “Kampf dem Atomtod”, in der Ulrike Meinhof politisiert wurde.

    Das Thema “Frieden” wurde aus zwei Gründen gewählt: Erstens ließ sich damit weit über die Grenze der klassischen Linken hinaus mobilisieren. Zweitens hoffte man, die USA militärisch zu schwächen, indem man zunächst die Stationierung der Pershing verhinderte und damit der UdSSR ein militärstrategischen Vorteil in Mitteleuropa verschaffte.

    Langfristig war das Ziel das eines Disengagement der USA in Mitteleuropa, als Voraussetzung für eine linke Machtübernahme in der BRD.

    Herzlich, Zettel

  10. 12.10.2008 | 21:43

    [...] Kollegen, so z.B. die B.L.O.G.G.I.E.S. und Zettel, berichten darüber, dass nach dem Abgang des Ex-DKP’lers Metz als [...]

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