Gärtnernde Böcke

Der Job des politischen Satirikers ist sicher schwierig. Er wird bestimmt nicht einfacher, wenn sich Politiker und Unternehmer gegenseitig in Realsatire übertreffen.

Die Höhepunkte in Kürze:
- Rolli-Schäuble, der Trojaner-König, bietet “sicheren E-Mail-Dienst” und “Daten-Safe” für alle
- Als Technologiepartner im Gespräch: Telekom, anerkannter Spezialist für sensible Kundendaten

Jetzt mal im Ernst: Wie soll man darüber noch Witze reißen? Nicht einmal Sarkasmus ist noch möglich, wenn die Realität besser ist als jede Satire.

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19 Kommentare zu “Gärtnernde Böcke”

  1. 9.10.2008 | 17:21

    Ich bin mir manchmal unsicher, ob die noch merken, was sie da eigentlich vorschlagen. Wenn ich die BMJ treffe, werde ich mal fragen, wie das mit dem BMI-Realitätssinn steht.

  2. Mcp
    9.10.2008 | 17:37

    Ja, der ist gut. Habe herzlichst gelacht. Allerdings, die meinen das durchaus Ernst. Die kämen wie auf die Idee sich selber böse Absichten zu unterstellen.

  3. der_gute_don
    9.10.2008 | 17:48

    das ist wirklich klasse!

  4. R.A.
    10.10.2008 | 10:32

    @Marc:

    Wenn ich die BMJ treffe,

    Und Du meinst, die versteht auch nur ansatzweise die Problematik?

  5. 10.10.2008 | 11:42

    Das werde ich dann wissen. Leider muss man erstmal erklären was einen bewegt, und für sowas ist nicht immer Zeit.

    Ich befürchte aber Juristenlogik à la: Wieso, dass ist doch verboten, warum sollte da also was passieren?

  6. Fuchur
    10.10.2008 | 13:01

    Manchmal kann man echt bloß noch den Kopf schütteln…

    (Davon unabhängig: den Ausdruck “Rolli-Schäuble” finde ich unter aller Sau und nicht mal ansatzweise witzig)

  7. 10.10.2008 | 17:56

    @Fuchur

    Nicht witzig, ok.
    Aber “unter aller Sau”? Ist “Rolli” ein abwertender Begriff? Ich denke nicht.

  8. 10.10.2008 | 18:03

    Naja, Boche… Wie würdest Du es auffassen, wenn man Dich als “Sachsen-Boche” bezeichnete? Lediglich als nonchalant eingeflochtene Tatsachenfeststellung?
    Hatte Stefanolix nicht einmal eine pauschale Löschdrohung an alle, die auf Schäubles Behinderung anspielen angedroht? Deswegen habe ich immer auf die Bezeichung “rollendes Auge” verzichtet, obwohl die sehr witzig ist. Und nicht minder korrekt. ;-)

  9. 10.10.2008 | 21:06

    “Rolli-Schäuble” war als dem Kriminellen-Milieu (der Zusammenhang ist: “Trojaner-König”) entlehnte Namensgebung gedacht, die ja oft auf dem eine Person Kennzeichnenden beruht und mit einem Spitznamen aber nicht mit einer Beleidigung zu tun hat.
    “Sachsen-Boche” fände ich im gleichen Zusammenhang ebenfalls lustig.

    Ich bleibe also dabei: Eine Beleidigung muss man in das von mir Geschriebene schon fast hineininterpretieren wollen.

  10. Lina
    10.10.2008 | 23:19

    @ David

    Du meinst, die Bezeichnung “Sachsen-Boche” würde auch auf eine Behinderung hindeuten? Also wenn, dann doch mehr räumlich, örtlich, aber nicht persönlich (; …

    Hat sich übrigens lange nicht mehr sehen lassen, dieser gemeine Boche! Warum eigentlich? Was hat ihn behindert ((: ?

  11. 10.10.2008 | 23:41

    Du meinst, die Bezeichnung “Sachsen-Boche” würde auch auf eine Behinderung hindeuten?

    Wo bitte habe ich denn das gesagt?

  12. Lina
    11.10.2008 | 6:49

    Nirgends. Du hast nur die Fallschwere eines “Rolli-Schäuble” mit der eines “Sachsen-Boche” verglichen. Was mich zu einem kleinen dummen alten innerdeutschen ressentimentsbeladenen Wortspiel animierte.

    Ein “Besser-Wessi-Witz”, der schon immer ein schlechter war, sorry!

  13. 11.10.2008 | 11:48

    Du hast nur die Fallschwere eines “Rolli-Schäuble” mit der eines “Sachsen-Boche” verglichen.

    Du verwirrst mich; wo habe ich denn das nun getan?

  14. Lina
    11.10.2008 | 12:07

    @ David

    Wie würdest Du es auffassen, wenn man Dich als “Sachsen-Boche” bezeichnete? Lediglich als nonchalant eingeflochtene Tatsachenfeststellung?

    Kein gewichtender Vergleich? Dann eben ein Missverständnis.

  15. Fuchur
    11.10.2008 | 20:46

    D.h., du fändest es ok, wenn z.B. Gysi unseren Innenminister in einer Rede im Bundestag als “Rolli-Schäuble” bezeichnen würde?

    Eine Beleidigung muss nicht unbedingt auch eine Beschimpfung sein. In diesem Fall geht es um Mangel an Respekt. Die verniedlichende Bezeichnung “Rolli-Schäuble”, als wäre seine Querschnittslähmung ein witziger “Tick” - der eine lispelt, der andere hat ‘ne Narbe am Kinn, und Schäuble sitzt halt im Rollstuhl, haha - das wird m.E. dem schweren Schicksal dieses Mannes, und der bewundernswerten Art, wie er es meistert, nicht gerecht.

  16. stefanolix
    11.10.2008 | 21:21

    Die Politik der Großen Koalition muss man unabhängig von der Person des Innenministers kritisieren. Ich würde [wegen der völlig überzogenen Maßnahmen zum Ausforschen der eigenen Bürger] »Horch-Guck-Schäuble« vorziehen, aber mich fragt ja keiner. Ich finde die Charakterisierung über den »Rolli« nicht besonders sachdienlich, wenn man als Liberaler die Law-and-Order-Politik der Koalition kritisieren will.

  17. Lina
    11.10.2008 | 21:52

    @ stefanolix

    Als man in London eine Lokalität suchte, in die der zu einem Vortrag über innerdeutsche Sicherheit geladene Schäuble (wie im rollstuhlgerechten Deutschland) ‘einfahren’ konnte, musste man lange suchen; warum ich das erzähle? Damit Dich jemand fragt, wie man ihn dieser Umstände wegen wohl in London wohl genannt hat … ?

    (Schäuble sprach übrigens Englisch ohne jeden schwäbischen Akzent; ich wollte, er würde uns diesen Gefallen auch tun (-; )

  18. 11.10.2008 | 21:53

    “Horch-Guck-Schäuble” könnte man als Verharmlosung der Stasi missverstehen.

    Ansonsten werde ich mich nicht wiederholen und wir stellen dann eben einen Dissenz fest.

  19. stefanolix
    12.10.2008 | 10:05

    Immer Konsens wäre ja auch … Nonsens?;-)

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