10. Oktober 2008
#II
Skandale und Gewohnheiten unterscheiden sich vor allem durch die Aufmerksamkeit, die sie erhalten.
Verfasst von David um 12:41 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
Skandale und Gewohnheiten unterscheiden sich vor allem durch die Aufmerksamkeit, die sie erhalten.
Verfasst von David um 12:41 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
[...] Rückgriff nehmend auf Davids letzten Eintrag, hoffe ich dass sowas hier noch zumindest zum kleinen Skandal reicht und noch nicht Gewohnheit [...]
Skandale und Gewohnheiten unterscheiden sich vor allem durch die Aufmerksamkeit, die sie erhalten.
Ja. Das kommt daher, dass eine Gewohnheit für gewöhnlich nichts Ungewöhnliches hat, das Neugier wecken könnte, während ein Skandal etwas ist, der sie auf’s Ungewöhnlichste herausfordert. (Aber das wusstest Du aufmerksamerweise schon, oder? Ich auch ((:
Some fine: snobistisches Bonmot ist das! Könnte von Shaw sein … wenn’s nicht von Dir wäre.
Btw.: vertrittst Du diese Woche wieder den Dàvila, David? Ist der immer noch ‘krank’ oder feiert er’s nur (;?
Da “Davila” ohnehin eine Abkürzung meines Namens sein könnte, kann ich das ja ruhig machen ![]()
@ Lina: Du musst das anders herum denken. Skandale können auch gewöhnliche Vorgänge sein, z.B. Folter in CIA-Gefängnissen oder Bestechung, die sich von anderen Gewohnheiten dadurch unterscheiden, dass ihnen große Aufmerksamkeit zu Teil wird.
@ Michel
Im Folter-Fall (der m. E. nur deshalb gewöhnlich genannt werden kann, weil wir uns daran gewöhnt haben, davon zu hören) würde ich sagen: dass ihm leider viel zu wenig Aufmerksamkeit zu Teil wird.
Beispiel: Es muss erst ein New York Galerist auf die Idee kommen, eine grausame Wasserfoltermethode (simuliertes Ertrinken) mit einfacher Mechanik an Puppe im Glaskabinett nachzustellen, um einen Vorgang zu skandalisieren, an den wir uns (unbesehen) gewöhnt haben; für ein paar Cent Einwurf wird hier Gewohnheit zum Skandal …
@ David,
Du hast Recht: diiiie Abkürzung! Verbliebener Rest: ein nachdenkliches *hm* … wie nett, wie verschieden aber auch (:!
@ Lina: An Folter haben wir uns nicht gewöhnt, trozdem ist sie gewöhnlich, weil sie regelmäsig vorkommt. Sie ist eben das mit dem man so rechnet, fällt man der CIA in die Hände. Kann man ihr aber diese Praxis in einem konkreten Fall nachweisen, kommt es, obwohl Folter gewöhlich ist, zu einem Standal.
@ Michel
Doch, das ist es ja, wir haben uns daran gewöhnt, dass sie regelmässig vorkommt.
Folter ist nicht Gewohnheit, weil sie vorkommt, sondern Skandal dadurch, dass sie vorkommt. Folter hat auch nichts gewöhnungsbedürftiges, sondern ist (als Schwerstverbrechen an der Menschlichkeit) per se Skandal, der nicht erst zu einem wird, wenn der konkrete Fall nachzuweisen ist; im Nachweis kommt es zum doppelten Skandal, der darin besteht, dass wir uns daran gewöhnen konnten, dass sie regelmässig vorkommt.
Der Dàvila zum (Sonn-)Tage: “Zu den wichtigsten kulturellen Leistungen des Katholizismus gehört es, ein den ökonomischen Aktivitäten ungünstiges Klima geschaffen zu haben.”
Tja. Geht die Finanzmarktkrise also doch auf einen echten Klimawandel zurück (-; ?
(Sorry, David, diesen Spruch konnte ich einfach nicht für mich behalten! Mit speziellen Grüssen an Dich als vertretenden Namensvetter und den DàvilaWochenVersäumer Rayson!)
Bad Behavior has blocked 689 access attempts in the last 7 days.