#II

Skandale und Gewohnheiten unterscheiden sich vor allem durch die Aufmerksamkeit, die sie erhalten.

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9 Kommentare zu “#II”

  1. 10.10.2008 | 17:16

    [...] Rückgriff nehmend auf Davids letzten Eintrag, hoffe ich dass sowas hier noch zumindest zum kleinen Skandal reicht und noch nicht Gewohnheit [...]

  2. Lina
    10.10.2008 | 18:42

    Skandale und Gewohnheiten unterscheiden sich vor allem durch die Aufmerksamkeit, die sie erhalten.

    Ja. Das kommt daher, dass eine Gewohnheit für gewöhnlich nichts Ungewöhnliches hat, das Neugier wecken könnte, während ein Skandal etwas ist, der sie auf’s Ungewöhnlichste herausfordert. (Aber das wusstest Du aufmerksamerweise schon, oder? Ich auch ((:

    Some fine: snobistisches Bonmot ist das! Könnte von Shaw sein … wenn’s nicht von Dir wäre.

    Btw.: vertrittst Du diese Woche wieder den Dàvila, David? Ist der immer noch ‘krank’ oder feiert er’s nur (;?

  3. 10.10.2008 | 18:47

    Da “Davila” ohnehin eine Abkürzung meines Namens sein könnte, kann ich das ja ruhig machen ;-)

  4. Michel
    10.10.2008 | 18:50

    @ Lina: Du musst das anders herum denken. Skandale können auch gewöhnliche Vorgänge sein, z.B. Folter in CIA-Gefängnissen oder Bestechung, die sich von anderen Gewohnheiten dadurch unterscheiden, dass ihnen große Aufmerksamkeit zu Teil wird.

  5. Lina
    10.10.2008 | 20:08

    @ Michel

    Im Folter-Fall (der m. E. nur deshalb gewöhnlich genannt werden kann, weil wir uns daran gewöhnt haben, davon zu hören) würde ich sagen: dass ihm leider viel zu wenig Aufmerksamkeit zu Teil wird.

    Beispiel: Es muss erst ein New York Galerist auf die Idee kommen, eine grausame Wasserfoltermethode (simuliertes Ertrinken) mit einfacher Mechanik an Puppe im Glaskabinett nachzustellen, um einen Vorgang zu skandalisieren, an den wir uns (unbesehen) gewöhnt haben; für ein paar Cent Einwurf wird hier Gewohnheit zum Skandal …

  6. Lina
    10.10.2008 | 20:25

    @ David,

    Du hast Recht: diiiie Abkürzung! Verbliebener Rest: ein nachdenkliches *hm* … wie nett, wie verschieden aber auch (:!

  7. Michel
    11.10.2008 | 12:24

    @ Lina: An Folter haben wir uns nicht gewöhnt, trozdem ist sie gewöhnlich, weil sie regelmäsig vorkommt. Sie ist eben das mit dem man so rechnet, fällt man der CIA in die Hände. Kann man ihr aber diese Praxis in einem konkreten Fall nachweisen, kommt es, obwohl Folter gewöhlich ist, zu einem Standal.

  8. Lina
    11.10.2008 | 15:52

    @ Michel

    Doch, das ist es ja, wir haben uns daran gewöhnt, dass sie regelmässig vorkommt.

    Folter ist nicht Gewohnheit, weil sie vorkommt, sondern Skandal dadurch, dass sie vorkommt. Folter hat auch nichts gewöhnungsbedürftiges, sondern ist (als Schwerstverbrechen an der Menschlichkeit) per se Skandal, der nicht erst zu einem wird, wenn der konkrete Fall nachzuweisen ist; im Nachweis kommt es zum doppelten Skandal, der darin besteht, dass wir uns daran gewöhnen konnten, dass sie regelmässig vorkommt.

  9. Lina
    12.10.2008 | 9:47

    Der Dàvila zum (Sonn-)Tage: “Zu den wichtigsten kulturellen Leistungen des Katholizismus gehört es, ein den ökonomischen Aktivitäten ungünstiges Klima geschaffen zu haben.”

    Tja. Geht die Finanzmarktkrise also doch auf einen echten Klimawandel zurück (-; ?

    (Sorry, David, diesen Spruch konnte ich einfach nicht für mich behalten! Mit speziellen Grüssen an Dich als vertretenden Namensvetter und den DàvilaWochenVersäumer Rayson!)

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