Die russische Art der Gratulation

Wie sich Russlands Präsident einen Neuanfang in den Beziehungen vorstellt, hat er heute erläutert. Geschichte wiederholt sich vielleicht doch: Man scheint in Russland dem “neuen Kennedy” einen “neuen Chruschtschow” entgegensetzen zu wollen.

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11 Kommentare zu “Die russische Art der Gratulation”

  1. 5.11.2008 | 23:09

    Zwei Doofe, ein Gedanke:

    Gerade, als in der Tagesschau der Bericht über Russland lief, sagte ich noch zu meinem Mann, dass die staunenden Europäer vielleicht bald sehen können, wie ähnlich Obama Kennedy wirklich ist. Dann nämlich, wenn er in Polen amerikanische Atomwaffen stationiert, weil unsere Nachbarn nach Washington um Hilfe schreien…

  2. 5.11.2008 | 23:37

    [...] Obama ist jetzt US-Präsident. Das hat folgende Konsequenzen: Schlechter Tag für Rassisten Die russische Art der Gratulation Excited About Obama, Realistic about Transatlantic Cooperation Verlieren können Possibly related [...]

  3. F.Alfonzo
    6.11.2008 | 6:37

    Naja, wer weiss…
    Die Positionierung von Raketen ist wohl (ohne dass ich mir anmaßen würde, ein Militär-Stratege zu sein) ein längerfristiger Entscheidungsprozess… will heißen: Wer nun amerikanischer Präsident ist, hatte vermutlich nichts mit dieser Entscheidung zu tun (vielleicht ist für Russland auch vor allem die Reaktion des neuen Präsidenten wichtig; das hilft, den Mann einzuschätzen)

    Zur Illustration ein witziges Gespräch, heute gesehen im N24 Nachrichtenstudio:
    Moderatorin: “Denken sie, dass dies ein Zeichen an den neuen Präsidenten darstellt?”
    Politikwissenschaftler: “Könnte Zufall sein”
    Moderatorin: “Sie glauben, das ist Zufall? So kurz nach der Wahl? Ausgerechnet zum Zeitpunkt dieser Wahl?”
    Politikwissenschafter: “Was weiss ich? Vermutlich hat es nichts mit dem Wahlsieger zu tun”

  4. Spruance
    6.11.2008 | 8:28

    Eigentlich habe ich mich nur gefragt, wo und wie dieser “Test” sattfinden würde. Nun weiß ich’s.

  5. Herbert
    6.11.2008 | 9:20

    Es ist nie gefährlich, wenn Großmächte auf ihrem Territorium Atomwaffen stationieren. Das ist ein Spiel, das die Gefahr eines Konflikts eher vermindert als vergrößert.

  6. R.A.
    6.11.2008 | 11:06

    Natürlich wird so eine Stationierung länger vorbereitet.
    Aber der Wahltag in den USA ist ja auch lange genug bekannt für solche Planungen.

    Es ist daher mehr als naiv, hier einen Zufall zu vermuten (wirft wieder einmal ein bezeichnendes Licht auf die Typen, die im Fernsehen als “Experten” rumgereicht werden).

    Bei einer Wahl McCains hätten die Russen vielleicht auf die Stationierung verzichtet. Der hat ja schon einen Ruf als Hardliner.
    Aber bei Obama wollen sie halt mal sehen, was er sich gefallen läßt.

  7. 6.11.2008 | 13:28

    Dass man so einen mal eben testet finde ich sehr naheliegend.

    Als “W” ins Amt kam, gab es doch einen Zusammenstoß mit den Chinesen im chinesischen Meer.

  8. 6.11.2008 | 14:53

    Unter uns gesagt, es glaubt doch niemand daran, dass der Raketenabwehrschild in Osteuropa tatsächlich gegen den Iran gerichtet sein soll, oder?

  9. 6.11.2008 | 15:01

    Unter uns gesagt, es glaubt doch niemand daran, dass der Raketenabwehrschild in Osteuropa tatsächlich gegen Russland gerichtet sein soll, oder?

  10. Schmock
    6.11.2008 | 18:33

    @che
    Das Raketenabwehrschild ist gegen Raketen auf einige NATO-Mitglieder gerichtet. Wenn ein Staat also weder ein NATO-Mitglied mit Raketen beschiessen, noch Polen oder Tschechien angreifen will, kann ihm dieses Schild gleichgültig sein.

  11. 6.11.2008 | 22:26

    Soweit mir bekannt ist, ist ein Abwehrsystem so nahe an der SowjetunionRussland eher ungeeignet für russische Raketen, von wegen zu geringer Vorwarnzeit etc. Hinzu kommt, dass die Kapazität wohl nur für eine Handvoll Raketen ausreicht.

    Interessanter scheint mir die Frage zu sein, warum es anscheinend in Russlands Interesse ist, die USA von Terrorstaaten bedroht zu lassen. Die imperialistischen Gelüste die Staaten in seinem ehemaligen Machtbereich betreffend haben wir ja bereits mehrfach notieren können.

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