5. November 2008
Gar nicht verdient
Was ich schon gedacht habe, als ich die alte Dame sah, die Obama einen “Araber” nannte und von McCain unterbrochen wurde, hat sich bestätigt, als ich heute Morgen die Ansprache von McCain zur Wahlniederlage gesehen habe. Während der Kandidat selbst nämlich sich als guter Verlierer erwies, der seinem Konkurrenten ordentlich gratulierte, ihn lobte und ihm alles Gute wünschte, musste er dabei gegen ein Pfeif- und Buh-Konzert anreden und teilweise sogar aufhören, um um Ruhe zu bitten.
Und da dachte ich erneut: Eigentlich haben weite Teile der republikanischen Parteibasis einen dermaßen integren und demokratisch-fairen Kandidaten wie John McCain gar nicht verdient. Auch, wenn ich McCain zuvor nicht mochte und auch manches unmöglich fand, was ich von ihm gehört oder gesehen habe: Der Mann hat durch seinen Wahlkampf bei mir viel an Ansehen gewonnen (im Gegensatz zu Sarah Palin).
Verfasst von Karsten um 19:05 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)