…denn sie lernen nicht, was sie tun

Gegen die sich hier andeutenden Folgen des deutschen Schulsystems erscheint mir die Finanzkrise ein kleiner Fisch zu sein: Berliner Schüler hauen auf die Pauke.

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge gefunden.

24 Kommentare zu “…denn sie lernen nicht, was sie tun”

  1. Dirk
    12.11.2008 | 23:41

    Alles Verzweiflungstaten Bildungshungriger, die durch die jahrzehntelange CDU Regierung in Berlin in diese Lage gebracht wurden und keinen anderen Ausweg mehr sehen.

  2. Dagny
    13.11.2008 | 0:23

    Bischen Krawall machen, es denen da oben zeigen, ein Hauch von 68, ein Tag Schulfrei, die Coolen sind eh nach Gorleben gefahren und haben sich dort mit der Polizei geprügelt.

    Linksradikale sind meist sehr schnell bei diesen ‘Schulstreiks’ dabei, das war vor 10 Jahren schon so - zumal derartige Aktionen (in München) immer von diversen Extrem-Linken Gruppen organisiert wurden.

    Neu ist vielleicht (für mich zumindest), dass tatsaechlich etwas zerstört wurde. Aber davon abgesehen sieht ein ‘Schulstreik’ eben so aus-

  3. F.Alfonzo
    13.11.2008 | 3:19

    naja, Kinder…
    oder anders gesagt: Solange die betrunkenen Vandalen Minderjährige sind und nicht erwachsene Menschen in Uniformen, sehe ich da kein größeres Problem. So was gab’s schon immer, ich hoffe, das bleibt auch so :-). Die politische Motivation spielt da m.E. gar keine, oder nur eine untergeordnete Rolle.

    Die meisten Jugendlichen sind politisch links orientiert, nehmen gerne Drogen und führen sich gerne auf ‘wie die Sau’ (war bei mir auch nicht anders). Problematisch wird die Sache erst, wenn sie mit 30 immer noch das selbe machen :-)

    @ Dirk: Wo zahlreiche Schüler und Betäubungsmittel zusammentreffen, wird immer etwas zerstört. Das ist wohl die Folge von ’substanzbedingter’ Enthemmung und Anonymität in der Gruppe. Und wenn du Münchener bist: Dieses Phänomen kann man jedes Jahr im September auf der Theresienwiese beobachten. Der Unterschied ist nur, dass die Behörden das wissen und das Areal flächendeckend von der Polizei beobachten lassen.

  4. fpk
    13.11.2008 | 7:01

    Noch ein bischen Ideologie dazu und ne Führergestallt und die Kulturrevolution ist gar nicht mehr so weit weg.

    Der Schlaf der Vernunft …

  5. FAB.
    13.11.2008 | 7:20

    Lt. (ewig)gestriger Tageskamera forderten “die Schüler” neben Kekse für alle u.a. die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und wurden dabei von der GEW “unterstützt”.

    Ja nee, is klar. Saubande, öffentlichrechtliche.

  6. 13.11.2008 | 10:03

    @fpk:

    Oi, geht’s noch? So sehr es mich auch ankotzt, wenn solche Demos so enden, ich mag’s wenn meine Kirche im Dorf gelassen wird, dann muss ich Sonntags nicht so weit laufen. Zwischen “ein paar hundert Schüler entpuppen sich als spackerte Arschnasen” und “ZOMG! Mao wird uns alle umbringen” ist vielleicht doch noch ein winzig kleiner Unterschied. Oder siehst du auch jeden Samstag den Staat kurz vor dem Umsturz, wenn Lok- oder Dynamo-Fans wieder irgendwo Randale schieben?

    @FAB:

    Frage: “Die Schüler”. Wenn nun Schüler das auf Plakaten stehen hatten, dann forderten es in dem Moment die Schüler. Und dann sehe ich nicht das Problem damit, dass die ARD darüber berichtet. By the way: Ja, es gibt genug Schüler die tatsächlich keine Fans des dreigliedrigen Systems in der jetzigen Form sind…

  7. 13.11.2008 | 11:04

    Das Abendland wird nicht dadurch untergehen, dass ein paar jugendliche Idioten Rambazamba machen und sich dabei unsittlich und dumm benehmen.
    Vielleicht geht es eher am staatlichen Schulsystem zu Grunde, ohne dass es dieses Theater vermutlich gar nicht gäbe.

  8. Boris
    13.11.2008 | 11:26

    Ich vermute, GEW und Schüler hätten ebenso demonstriert, wenn die Gymnasialzeit nicht von acht auf sieben Jahre verkürzt, sondern von acht auf neun Jahre verlängert worden wäre. Mit Parolen wie “Wir hocken unsre Ärsche breit, ihr stehlt uns ein Jahr Lebenszeit!”…

  9. R.A.
    13.11.2008 | 11:29

    Die Randale ist zwar überaus peinlich - aber nicht der Weltuntergang.

    Viel kritischer sehe ich es überhaupt, wenn Minderjährige von Gewerkschaftsbonzen und Funktionären zu solchen “Demos” aufgehetzt werden, wo sie ohne Sachkenntnis für Forderungen mißbraucht werden, die ihnen selber nichts nützen werden.

  10. 13.11.2008 | 11:37

    “ein paar jugendliche Idioten Rambazamba machen”
    Ein paar jugendliche? Nur Rambazamba? Das waren wesentlich mehr, und die Zerstörungen waren erheblich. Ganz zu Schweigen von der Zerstörung der jüdischen Ausstellung.
    Ich hoffe, dass anhand der Aufnahmen möglichst viele der Typen gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden können.

  11. 13.11.2008 | 11:40

    @Hardy

    Ich hab doch gar nichts dagegen, dass die in Rechenschaft gezogen werden. Im Gegenteil.

  12. 13.11.2008 | 11:59

    @Boche
    Sorry, dann habe ich Deinen Kommentar falsch verstanden. Er las sich für mich wie eine Entschuldigung der jugendlichen Randale.

  13. 13.11.2008 | 12:09

    @Hardy

    Nein, keine Entschuldigung war gemeint. Ich wollte nur widersprechen, wenn allein darin schon Tendenzen zur nächsten marodierenden SA gesehen werden.

  14. 13.11.2008 | 12:34

    @Boche
    Die bestimmt nicht mehr, aber was ist mit marodierenden Linken? Marx über alles- nicht der Mensch ist Schuld an seinem Lebensumständen sondern das böse System des “Raubtierkapitalismus”.;-)

  15. Michel
    13.11.2008 | 12:34

    Wenn eine Wirtschaftskrise mit wachsender Delegitimation der politischen Klasse zusammenfällt und es dann zu z.T. ideologisch motivierten und gewalttätigen Protesten kommt, ist das schon bedenklich.

    Ginge es den Schülern wirklich darum ihre Lage zu verbessern, würden sie ihre Bildung selbst in die Hand nehmen und höchstens für die Abschaffung des Kultesministeriums demonstrieren.

  16. R.A.
    13.11.2008 | 12:38

    Zettel weist zu Recht darauf hin, daß das öffentliche Echo natürlich ganz anders gewesen wäre, wenn die Ausstellung von rechten Chaoten zerstört worden wäre.

    Linke Chaoten haben in Deutschland schon weitgehend Narrenfreiheit.

  17. 13.11.2008 | 13:25

    @Hardy

    aber was ist mit marodierenden Linken? Marx über alles

    Wie gesagt, ich würde das Thema nicht so aufbauschen. Auch nicht in Richtung links. Lass ein paar Hunderttausend Jugendliche gegen irgendwas demonstrieren - und du wirst immer diese Dumpfbacken dabei haben. Und Marx? Glaubst du im Ernst, die wissen auch nur irgendwas davon, was Marx geschrieben hat? Außer ihrer persönlichen Übersetzung in “Ist alles Scheiße, ey!”?

    Natürlich sehe auch ich die Gefahr, dass die von links betriebene Delegitimierung des Kapitalismus irgendwann mal wieder in eine Diktatur mündet. Die Geschichte zeigt ja, wie das geht. Aber nicht heute oder morgen. Und nicht wegen irgendwelcher randalierender Dummköpfe.

    @R.A.

    Zettel weist zu Recht darauf hin, daß das öffentliche Echo natürlich ganz anders gewesen wäre, wenn die Ausstellung von rechten Chaoten zerstört worden wäre.

    Das denke ich auch. Aber das sollte doch nicht zum Umkehrschluss verführen, zum Ausgleich Dinge zu dramatisieren, die letztlich auch nur kriminelle Gewalttäter betrifft, die - wie Björn richtig schreibt - auch jedes Wochenende bei Fußballspielen auflaufen.

  18. Spruance
    13.11.2008 | 14:30

    Boche: “Vielleicht geht es eher am staatlichen Schulsystem zu Grunde, ohne dass es dieses Theater vermutlich gar nicht gäbe.”

    Zumal Alternativen im Kulturkampf, pardon, Glaubenskampf den Bach runtergehen.

  19. 13.11.2008 | 14:39

    @Spruance

    Ja, das ist das eigentlich Traurige am Thema.

    Alle Welt und diese bundesweite Schülerhorde erregt sich über ein schlechtes Bildungssystem (was wohl berechtigt ist) und rennt zu Frau Merkel, um ein besseres einzufordern. Und das ist dann doch peinlich.
    Was für obrigkeitshörige, staatsabhängige Menschen sind wir eigentlich schon geworden?! Statt zu fordern, dass Frau Merkel und all die Damen und Herren Politiker gefälligst nicht im Wege stehen sollen, wenn wir selbst herausfinden, was gut für unsere Kinder ist, ruft man wütend nach der richtigen Vorgabe von oben.

  20. Spruance
    13.11.2008 | 14:46

    Boche: “und rennt zu Frau Merkel, um ein besseres einzufordern.”

    Alle Welt diskutiert über Systeme. Ist es nicht viel wichtiger herauszufinden, wie man gute Lehrer produziert?

  21. 13.11.2008 | 15:17

    Würden die aus einem System, das es belohnt, ein guter Lehrer zu sein, nicht automatisch hervorgehen?

  22. Spruance
    13.11.2008 | 17:24

    Rayson: “Würden die aus einem System, das es belohnt, ein guter Lehrer zu sein, nicht automatisch hervorgehen?”

    Wie denn, wenn sich alle Betroffenen vehement allen Qualitätsnormen widersetzen?

  23. 14.11.2008 | 16:39

    @Hardy

    “nicht der Mensch ist Schuld an seinem Lebensumständen sondern das böse System des “Raubtierkapitalismus”"

    Zumindest der Fehler läßt sich zunächst nicht bestätigen: das Transparent an der HU sagte ganz deutlich und richtig: “Die Krise heißt Kapitalismus”. Hier wurde also kein Unterschied zwischen Raubtier-, Turbo-, Wolfs- oder Managerkapitalismus auf der einen und einem guten rheinischen Sozialstaatskapitalismus gemacht.

    Wer das von den Teilnehmenden der Proteste und Krawalle versteht und teilt, kann ich aber auch nicht sagen.

  24. 15.11.2008 | 15:34

    @classless
    Den Begriff “Raubtierkapitalismus” habe ich gewählt, da er in letzter Zeit öfter von einigen Knallschoten im TV benutzt wurde.

Bad Behavior has blocked 1264 access attempts in the last 7 days.