Popel für Opel

Zunächst: SCNR…

Von der Politik vernimmt man jetzt die Botschaft, das Problem der Staatshilfen für Opel sei, dass sie möglicherweise dem Eigentümer in den USA zugute kämen. Offensichtlich sind unsere Herrscher auf der Suche nach Leitbildern an Keynes bereits längst vorbeigerauscht und stattdessen bei den Merkantilisten gelandet.

Hätten sie doch wenigstens zwischendurch bei Bastiat Halt gemacht…

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge gefunden.

11 Kommentare zu “Popel für Opel”

  1. 17.11.2008 | 23:23

    Vor allem verstehe ich eines nicht. Wenn Opel Profitable ist, wozu braucht es dann die Hilfe der Politik? Okay, es könnte sein, dass Opel als Tochter keine Kredite von Banken erhält, weil diese fürchten, dass es mit GM untergeht. Aber an einem solchen Szenario kann GM doch kein Interesse haben. Für die wäre es günstiger Opel abzukapseln und zu verkaufen als es untergehen zu lassen. Wo ist das Problem, das einen Politiker bedarf?

    Und wenn schon, dann könnten die sich bei GM für die Abkapselung einsetzen und nicht für Bürgschaften oder Kredite. Sehe ich da was falsch?

  2. 18.11.2008 | 7:59

    Mein Gefühl das es eine Art auf Run auf Staatsknete von Seiten der Großfirmen gibt verstärkt sich immer mehr. Klar: Bei Banken wird es schwieriger und die wollen auch noch Zinsen, beim Staat muß man sich vielleicht irgendein Gelaber anhören, dass man nun doch bitte pflegilcher mit dem Humankapital umgehen sollte (und solche Einlassungen interessieren eh keinen)

  3. Herbert
    18.11.2008 | 8:54

    “Für die wäre es günstiger Opel abzukapseln und zu verkaufen als es untergehen zu lassen.”
    Da habe ich Zweifel, denn ein Verkausferlös von Opel wäre nur ein Tropfen auf den heißen GM-Stein. Das Interesse von GM ist es, als möglichst großer, einheitlicher Klops mit dem Bankrott zu drohen und dadurch Staats- oder Staatenhilfe zu bekommen.
    “Wo ist das Problem, das einen Politiker bedarf?”
    Es sind nirgendwo Probleme in Sicht, die Politiker brauchen. Deshalb wirft ja auch ein Roland Koch mit den Millionen nur so um sich (ohne dass ihn Liberale groß dafür geißeln würden:-).

  4. 18.11.2008 | 9:07

    Das Interesse von GM ist es, als möglichst großer, einheitlicher Klops mit dem Bankrott zu drohen und dadurch Staats- oder Staatenhilfe zu bekommen.

    Das könnte in der Tat sein. Dann sollten die Politiker aber mit der kommenden US Administration über deren Bedingen diskutieren. Bürgschaften sind hier der falsche Ansatz.

  5. 18.11.2008 | 9:49

    Hat doch mit Merkantilismus nix zu tun, Rayson. Wenn man das Geld trotz besseren Wissens einsetzt, weil man deutsche Arbeitsplätze schützen will, kann es eben nicht wünschenswert sein, damit amerikanische Arbeitsplätze zu retten, statt deutscher.

  6. R.A.
    18.11.2008 | 10:18

    Wieder einmal eine wunderbare Gelegenheit, über die pösen Amis zu schimpfen.
    Widerliche US-Kapitalisten, die einen gesunden teutschen Betrieb aussaugen - das ist doch immer eine Meldung wert.

    Es gab natürlich auch Zeiten, da war Opel marode und wurde vom Konzern durchgefüttert - aber das will ja keiner wissen.

  7. Herbert
    18.11.2008 | 10:35

    @ R.A.
    “Wieder einmal eine wunderbare Gelegenheit, über die pösen Amis zu schimpfen.”
    Warum so moralinsauer? Der Wunsch GM außen vor zu halten, ist nur rational, weil GM derzeit 1 Milliarde in 14 Tagen verbrennt. Es wäre also völliger Unsinn, wenn Frau Merkel bis Weihnachten über eine Bürgschaft von 1 Milliarde nachdenken würde.

  8. multi_io
    19.11.2008 | 0:25

    Na klar ey[tm], wenn gewählte deutsche Politiker sich in erster Linie um deutsche Arbeitsplätze kümmern, ist das ja schon schlimm genug, aber wenn die dann auch noch vermeiden wollen, Geld in amerikanische Fässer ohne Boden zu schmeißen, dann muss das daran liegen, dass sie darin eine Gelegenheit sehen, endlich mal wieder die “pösen Amis” zu beschimpfen :-P

  9. Freie Radikale
    19.11.2008 | 4:00

    Drei Landesregierungen und die versammelte Bundesregierung braucht es, um einen Monat über 1 Milliarde Bürgschaft zu debattieren, die eh keiner braucht. Was ist los? Geht euch die Kohle aus?

  10. ftt
    19.11.2008 | 9:38

    Es gab natürlich auch Zeiten, da war Opel marode und wurde vom Konzern durchgefüttert - aber das will ja keiner wissen.

    Die Artikel, die ich bisher gelesen habe, haben durchaus immer auf die beiden Seiten hingewiesen. Sogar im Heute Journal haben sie darauf hingewiesen. Abgesehen davon, ist es mittlerweile tatsächlich schon seit Jahrzehnten so, dass Opel unter seiner Mutter mehr leidet als gedeiht. Es hat nichts mit Anti-Amerikanismus zu tun, das zu erwähnen.

    Naja, und wenn sie schon eine Staatshilfe geben wollen, dann kann man zumindest überlegen, ob man das Geld wirklich in einen wandelnden Kadaver jenseits des großen Teichs stecken will, dem mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr zu helfen ist.

  11. 20.11.2008 | 10:08

    Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie bezweifle ich, dass Deutschland irgendeine Chance hätte, GM zu retten. Auf jeden Fall nicht, ohne da gewaltig mehr Geld reinzupumpen, als man momentan will. 12 Mrd. Dollar, waren es meines Wissens, was die so haben wollten.

    Außerdem haben wir ja gar kein größeres Interesse an einem Überleben des Mutterkonzerns, wir wollen nur den Tochterkonzern haben…

Bad Behavior has blocked 1261 access attempts in the last 7 days.