Die Folgen der Anbiederung

Wer sich im kommunistischen Dreck suhlt, fängt irgendwann selbst an zu stinken:

SPD verhöhnt Maueropfer

„Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegungen aus der DDR sowie die Übersiedlungen in die DDR als Teil und Auswirkung der deutschen Teilung zu dokumentieren.“

(Quelle)

Diesen Satz, den Relativierung zu nennen, man kaum umhin kommt, hat die SPD-SED-Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus mit ihrer gemeinsamen Stimmenmehrheit in das Gesetz zur Gründung der Stiftung Berliner Mauergedenkstätte geschrieben. Als wäre auf West-Ost-Übersiedler ebenso geschossen worden wie auf DDR-Flüchtlinge, als wären sie auch vorher inhaftiert, von ihren Kindern getrennt, sozial geächtet und sonstwie in vergleichbarer Form diskriminiert worden.

Anarchie; oder: Freiheit für die Nacktschnecke!

Eine interessante Betrachtung der Notwendigkeit eines gewissen Restes an Anarchie findet sich im Blog der Wirtschaftlichen Freiheit.

Interessant, weil es erstens die Anarchie in den Zusammenhang mit dem liberalen Verhältnis zum Staat setzt. Und dann, weil es meine instinktive Abneigung gegen zentralistische Gebilde wie die EU quasi philosophisch erklären hilft.

Rein assoziativ kommt mir dabei auch die Vorstellung an eine gesunde Rest-Wildnis in meinem Garten in den Sinn: Statt alles zu vereinheitlichen, ordentlich und “schön” zu machen - einfach ein paar Reste Unordnung, Wildnis (mitsamt Insekten und Unkraut) übrig lassen. Das dürfte - ähnlich des von Roland Vaubel erwähnten positiven Effektes zwischenstaatlicher Unordnung - auch im Garten insgesamt von Vorteil sein. Oder was sagt der Biobauer da drüben bei den Linken dazu? ;-)

Ups!

Es passieren die verrücktesten Sachen! Da steigt in Putins Russland ein Oppositioneller in das Polizei-Auto und wird “versehentlich” erschossen und vor einem Krankenhaus abgeworfen.

Und wenn…

… man des Spaßes halber im Gegenzug dazu einfach Tschetscheniens Unabhängigkeit anerkennen würde? Von wegen “dem in der UN-Charta formulierten Selbstbestimmungsrecht der Völker” und so?

Äpfel? Birnen? Hauptsache für alle genauso wenig!

Das ist ja mal eine gelungene Argumentation, gefunden in der taz:

Rein zahlenmäßig betrachtet ist es richtig, dass die gesetzliche Rente für heute Jüngere keine ergiebige Geldanlage darstellt. [...] Ein intergenerationales Umlagesystem, in dem die späteren Rentner auf die Arbeitskraft der dann geschrumpften Bevölkerung angewiesen sein werden, ist tatsächlich kein boomendes Geschäft.

Schlussfolgerung? Die hier:

Einiges spricht daher dafür, den Kreis der Einzahler per Gesetz auszuweiten, also etwa auch Selbständige in die gesetzliche Rentenkasse miteinzubeziehen. Dies wäre gerechter [...]

Im Klartext:
Man verschenkt Geld (allerdings nur “rein zahlenmäßig”), wenn man es (zwangsweise) in die staatliche Rentenkasse einzahlt. Nach den vorliegenden Zahlen führe jeder mit einer privaten Kapitalanlage besser.
Daraus ergibt sich “logisch”, dass möglichst alle gezwungen werden sollten, die staatliche Rentenversicherung zu nutzen. Das wäre “gerechter”.

Alles klar, Frau Dribbusch.

Des Einen Freud…

6,7 Milliarden Euro Überschuss im ersten Halbjahr
Der Finanzminister kann sich freuen

(Quelle: FAZ)

Kauflaune der Deutschen sinkt auf Fünfjahrestief

(Quelle: Handelsblatt)

Eigentum

Im Übrigen denke ich, dass der Liberalismus so lange nicht auf verlorenem Posten steht, wie Menschen das Prinzip “Eigentum” als natürlich, als selbstverständlich anerkennen.
Also das Prinzip, dass die selbst gesäte, selbst gehegte und selbst geerntete Frucht einem selbst zur (ja auch karitativen) Verfügung steht. Denn liberale Schlussfolgerungen ergeben sich logisch, anerkennt man dieses Prinzip.

Hoffnung macht: All das marxistische und postmarxistische Geschwurbel vom vermeintlich bösen Privateigentum an Produktionsmitteln, von den vermeintlich machtinkongruenten Marktverhältnissen konnte dies Empfinden noch nicht aus der Welt schaffen.

Tatendrang, den keiner will

“Wenn sich etwas von selbst regelt, kommt unter Politikern ein Gefühl von Nutzlosigkeit auf. So entsteht Handlungsbedarf.”

Das Prinzip wird hier am konkreten Beispiel erklärt.

Tageslektüre und Diskussionen am 21. August 2008

Hier meine Übersicht über die Weblogs und Internetseiten, die ich heute und gestern mit Interesse oder Freude oder beidem gelesen habe.
Außerdem erfährt der geneigte Leser, in welchen Kommentarbereichen ich die Klingen der Argumentation mit anderen besonders ausgiebig gekreuzt habe.
—————————————————————————————————-
Zum Kaukasus:
Califax:
Link 1 (Russlands Spiel)
Link 2 (Sarkozys Versagen)

Zettel:
Link (Steinmeier und Co.)

Jörg Lau / ZEIT:
Link (Was taugen die russischen Argumente?)

Und dann sogar mal das SPD-Blättchen Frankfurter Rundschau:
Link (Russlands Vorgehen)

[UPDATE] Josef Joffe in der ZEIT:

Link (Den Bären streicheln?)

Diskussion:
Im Blog “ad sinistram”: Der freie Markt - nur Heuchelei im Dienste des Kapitals?
Link (UPDATE: Der Blog-Betreiber hat die Kommentarfunktion inzwischen abgeschaltet…)

Geschmacksfrage

Als potentieller FDP-Wähler und mit der Alternative Westerwelle vor Augen muss ich sagen: das wäre wohl eher ein Außenminister nach meinem Geschmack.

Köpft sie!

Die Königin Merkel.

(Natürlich nur politisch, mittels Stimmzettel an der nächsten Wahlurne.)

Artenrassismus!

Ich hasse Inkonsequenz. Zumal bei regelerlassenden Politikern.
Denn was ist mit Rindern, Schafen und sonstigen Fell- und Lederlieferanten?

Irrtum? Irrtum.

Die Mauer sei Symbol “politischer Verirrung”, sie sei ein “monströser Irrtum”, lese ich.

Unsinn. Niemand der Verantwortlichen hat sich geirrt, keiner hatte sich verirrt. Die Mauer war eine logische Folge sozialistischer Zwangsbeglückung, ein gewollter Akt der herrschenden Clique.

Kein Irrtum. Keine Entschuldigung.

Georgien

Wenn ich von “russischen Friedenstruppen” lese, werde ich zukünftig nicht nur an Prag 1968 denken sondern nun auch an Georgien des Jahres 2008.

Kommunisten in Sorge um die Demokratie

Die SED sorgt sich um die Demokratie. Der Staatsstreich gefährde die Demokratisierung.
Spricht sie von Chavez’ neuem Coup?
Nein, natürlich nicht. Sondern von Mauretanien.

Und jetzt überlegen wir gemeinsam, warum es “natürlich” ist, dass sie nicht von Chavez spricht.

Sympathisch II

Was dieser Mann beruflich macht, trifft nicht meinen Geschmack. Aber die Souveränität und die erfrischende Selbstverständlichkeit gefällt mir, mit der er sein “Geschäft” beschreibt.

Demokratie? Nicht, wenn es sich vermeiden lässt.

Neuwahlen im kommenden Jahr seien für Ypsilanti keine Lösung, weil die Landes-Partei in diesem Fall mit massiven Verlusten rechnen müsse.

(Quelle: Tagesspiegel)

Darf ich das mal eben übersetzen:
Viele Wähler würden uns heute nicht mehr wählen. Aber hey: Zu spät ist zu spät. Ätschebätsch!

Disclaimer:
Ich traue eine solche taktische Herangehensweise auch Mitgliedern der anderen Parteien zu. Das hat nicht einmal etwas damit zu tun, dass dieses Yps anstandslos genug ist, mit den SED-Genossen zu paktieren, sondern scheint mir eher ein verbreitetes Übel der in Deutschland etablierten Parteienherrschaft zu sein.

Was kriecht da aus dem Sommerloch?

Eines muss man den Libertären lassen: Ihre Behauptung, dass Politik nicht die Lösung sondern das Problem ist, wird reichlich und oft bestätigt. Vor allem wohl in der Sommerpause, wenn auch mal die zweite und dritte Reihe etwas Medienpräsenz abbekommt.

Da beschäftigt sich eine FDP-Politikerin mit dem Überraschungsei. Offenbar ist es tatsächlich so, dass ein politisches Mandat verblödend wirkt. Denn wie kann man denn ernsthaft mit der kognitiven Dissonanz klarkommen, Mitglied einer liberalen Partei zu sein und dann solche bevormundenden Ideen verfolgen wie das Verbot von in Süßigkeiten verpacktem Spielzeug? Und offenbar noch nicht einmal erklären können, welche faktischen Argumente im Sinne von Schadenszahlen für diesen Vorstoß sprächen.

Beim lawblog ist alles weitere zum Thema gesagt worden.

Die frohe Botschaft

Only bad news are good news.

Sagt man. Aber wer will nicht auch mal ein wenig Hoffnung schöpfen und gute Nachrichten hören? Zumal heutzutage, wenn allenortens und vor begeisterten Massen von Klima-, Umwelt-, Armuts- oder sonstigen Flagellanten das Ende der Welt gepredigt wird?

Also, die gute Nachricht ist: Die Welt wird wohlhabender.

Das ist gut, weil das weniger Hunger bedeutet. Vielleicht auch weniger Krieg und Gewalt. Weniger Umweltzerstörung sicherlich.

Hoffentlich geht das aber nicht langfristig auch mit dem Pessimismus, der Angst und der Selbstverdrossenheit einher, die uns Reichen eigen geworden ist.

Tageslektüre und Diskussionen am 30. Juli 2008

Hier meine Übersicht über die Weblogs und Internetseiten, die ich heute (in einem Fall gestern) mit Interesse oder Freude oder beidem gelesen habe.
Außerdem erfährt der geneigte Leser, in welchen Kommentarbereichen ich die Klingen der Argumentation mit anderen besonders ausgiebig gekreuzt habe.
—————————————————————————————————-
califax beschreibt den politischen Ist-Zustand der EU: fabelhaft und treffend (Link)

Jan Filter mit einigen Wahrheiten über die verbreitete Doppelzüngigkeit der Staatsgläubigen (Link)

Diskussion:
Für Christian von paxx bin ich vulgär - was meine Widerrede hervorrief und zu einem mehr oder weniger ergiebigen Austausch führte (Link)

Vom Spiegelfechter lasse ich mich in die Geheimnisse der Ökonomie einführen (Link)

Und beim law blog stolpere ich in eine Diskussion mit wirklich erschreckend intolerant und freiheitsfeindlich argumentierenden Nichtrauchern (Link)

Nächste Seite »

Bad Behavior has blocked 734 access attempts in the last 7 days.