Die spinnen die Amis…

… was Warren Meyer sehr treffend kommentiert:

Who knew that one small piece of technology could turn a group of wealthy American urbanites into third world refugees.

Bei aller persönlichen Technikbegeisterung, den Hype muss mir jemand erklären…

Wie auf der anderen Seite

Beim Lesen dieses Artikels über den Zusammenhang zwischen der sexuellen Neigung und der Hirnstruktur musste ich an eine aufgeheizte Debatte in diesem Blog denken, die ich allerdings nicht mehr genau lokalisieren konnte. Offenbar hat man herausgefunden, dass die Gehirne schwuler Männer denen von Frauen ähneln, die Gehirne lesbischer Frauen dagegen eher männliche Strukturen aufweisen. Dies deutet sehr stark auf eine biologische und damit vorgeburtliche Ursache von Homosexualität hin. In diese Richtung gehende Erklärungsansätze hatten damals mindestens einen Leser sehr erzürnt.

Wishful thinking

Ein ganz besonderes Exemplar des schlampigen Umgangs der Medien mit den Ergebnissen empirischer Forschung scheint die Online-Ausgabe des Ärzteblatts wieder einmal zu präsentieren. Unter dem Titel “Nichtraucher: Weniger Nierenkrebs in Europa” werden Informationen zu einer Vergleichsstudie der europäischen Nierenkrebsinzidenz der letzten Jahre gegeben und mit der Mutmaßung eines der Autoren gewürzt, es könnte ein Zusammenhang mit dem Rückgang des Rauchens bestehen. Sicher, es könnte so sein. Nur müsste man das auch untersuchen. Aus dem Abstract der Studie geht jedoch mit keinem Wort hervor, ob eine Untersuchung dieses Zusammenhangs mit geeigneten statistischen Daten und Verfahren überhaupt erfolgte.

Update:

Ein freundlicher Leser hat mit die Studie geschickt. Und siehe da, es wurde keine statistische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Nierenkrebs und Rauchen von den Autoren vorgenommen. Der Zusammenhang zum veränderten Rauchverhalten wird lediglich in der Diskussion der deskriptiven Ergebnisse aus der Sekundärliteratur hergeleitet:

The present analysis confirms, and further quantifies, the declines in kidney cancer mortality reported from several European countries since the 1990s [1]. In general, the decreases were larger in men, in middle age, and in western European countries. This is consistent with a relevant role of tobacco in kidney cancer risk and mortality, as men, particularly from western Europe, are the population showing more favourable changes in smoking habits over the last few decades. It is more difficult to understand and explain the favourable trends in kidney cancer mortality in women from most European countries, including France and Spain, or several countries of central and eastern Europe, where the prevalence of tobacco, and consequently, tobacco-related cancer mortality, has been expanding over the last few years [2,19]. Being overweight is a second well recognized risk factor for kidney cancer, after tobacco smoking [20,21]. However, trends in overweight and obesity cannot explain the favourable trends observed in kidney cancer mortality, as, if anything, the prevalence of overweight and obesity has tended to increase over the last few years in several, though not all, European countries [22–24]. Dietary factors might also have some role, but their influence on renal carcinogenesis remains unclear. However, several studies found inverse relationships between a diet rich in vegetables and fruit and kidney cancer [25–30]. Reduced exposure to occupational carcinogens might also have had a favourable role, although the impact of occupational exposures on kidney cancer risk remains unquantified. Hypertension has also been related to the risk of kidney cancer, but it is unclear whether pharmacological control of hypertension might have had some measurable effect on kidney cancer rates [31–33]. Likewise, better control of UTIs might also favourably influence the risk of kidney cancer [21].

Etwas dürftig für eine derartige Schlagzeile. 

Deutsche Wertarbeit

Nachdem sich der Toyota Prius, Poster-Boy der Öko-Mobilisten, bereits in der Lebenszyklus-Analyse beim Energieverbrauch gegenüber dem Straßenumweltfrevler Nr. 1 Hummer geschlagen geben musste, kann man jetzt sogar im laufenden Straßenverkehr mit einem konventionellen 5er Diesel-BMW mehr Sprit sparen.

Sündenpfuhl enttarnt

Etwa 5 Kohlendioxidmoleküle pro Millionen Luftmoleküle trennen den Klimasündenpfuhl vom Umwelthimmel auf Erden, weshalb sich eifrige Journalisten sogleich zu Schlagzeilen wie “Europas Kohlendioxidsünder enttarnt” oder “Dicke Luft über Mitteleuropa” berufen fühlen. Wie bedauerlich, dass man mangels sauberer Trennung natürlicher und menschlicher Kohlendioxidquellen die Klimasünder noch nicht vom Weltraum aus unter voller Kontrolle hat. Aber warum nicht trotzdem aus naheliegenden Messergebnissen eine Geschichte zum Naserümpfen machen?

Subventionsfreie Landwirtschaft

Da gibt es einmal einen deutschen Plantagenbesitzer, der freiwillig auf Agrarsubventionen verzichtet und dann wird der bescheidene Mann auch noch für sein seltenes Handwerk rechtlich belangt. So wird das nie was mit dem ehrlichen Unternehmertum, das zugunsten seiner Konsumenten so manche Gefahr eingeht und dennoch auf die Risikoübernahme durch den Staat verzichtet.

Die Freuden der anderen

Steven Landsburg erinnert uns in seiner neuen Slate-Kolummne an Bastiat:

If you’re facing foreclosure, Treasury Secretary Henry Paulson wants to help. “If someone is willing to make a call to reach out,” says Paulson, “there’s a chance we can save their homes.” But Paulson can’t save these homes because the homes are not endangered in the first place. They stand to change hands, not to vanish.

None of these foreclosed houses is going to disappear. After a foreclosure, one family moves out, and another moves in. We see the sad faces of the people moving out, but we don’t as often see the happy faces of the new homeowners moving in. Nevertheless, those happy faces are out there, and we should not discount them.

I predict with equal confidence that a sizable chunk of readers will attribute my observations to a failure of compassion. But which is more compassionate: to care about the fortunes of the people who happen to be in your field of vision or also to include those whom you cannot see? The homeless are out there. The starving children in Africa are out there. The would-be new homeowners are out there. Each of them, in different ways, stands to gain or to lose from the policy choices we make. To exclude them from consideration—just because they happen to be absent from the front page of this morning’s newspaper—is not a compassionate enterprise.

Kinderglück?

Reasons Ronald Bailey ist skeptisch:

So, modernity essentially transforms children from capital goods that produce family income into consumption items to be enjoyed for their own sakes, more akin to sculptures, paintings, or theatre. But that’s just the problem—according to happiness researchers, people don’t really enjoy rearing children.

“Economists have modeled the impact of many variables on people’s overall happiness and have consistently found that children have only a small impact. A small negative impact,” reports Harvard psychologist and happiness researcher Daniel Gilbert. In addition, the more children a person has the less happy they are. According to Gilbert, researchers have found that people derive more satisfaction from eating, exercising, shopping, napping, or watching television than taking care of their kids. “Indeed, looking after the kids appears to be only slightly more pleasant than doing housework,” asserts Gilbert in his bestselling, Stumbling on Happiness (2006).

Aber es gibt Hoffnung. Ökonom Bryan Caplan hat ein paar Tipps auf Lager.

Aus dem Leben eines Blog Post

Nein, nein, keine Angst, jetzt kommt nicht die Ökobilanz eines B.L.O.G-Eintrags. Viel interessanter ist, was nach dem Druck auf die Schaltfäche “Veröffentlichen” geschieht.

Datenschutz durch Blödheit ausgehebelt

Gefahr für sensible personenbezogene Daten droht nicht nur seitens grundgesetzlich enthemmter Innenminister auf Überwachungspirsch.
Nein, auch schlichte Unaufmerksamkeit beim Fax-Versand kann dazu führen, dass Ihre Krankenakte, lieber Leser, in die Hände eines Hinz, Kunz oder Boche gerät.

Dem Letzgenannten hat es im Übrigen den Tag verdorben, dass die Caritas Paderborn eine Seite einer solchen Krankenakte versehentlich an seine private Fax-Nummer geschickt hat. Und dass er erfahren musste, dass Herr X aus Y (Namen, Adresse, Geburtsdatum, Krankenkasse und Versicherungsnummer waren in bestlesbarem Klartext vermerkt) an einer ausführlich genannten (und wohl unheilbaren) Krankheit mit diesen und jenen Symptomen erkrankte. Und dass Dr. Z (auch dieser war mit Unterschrift und Stempel auf dem Fax vorhanden) diese und jene Therapie vorgenommen hat.

Kurzum: Eine schlampige Sauerei, liebe Caritas. Wäre das vielleicht gar ein Fall für die Justiz?

Jeder siebte Journalist kann nicht rechnen

Ok, das ist nur eine aus der Luft gegriffene Behauptung, aber angesichts dieser Meldung über Schwarzarbeit in Schlachthöfen erscheint diese Vermutung nicht unberechtigt. Da ermitteln Zollfahnder während einer bundesweiten Großrazzia bei 9530 Beschäftigten 323 Verdachtsfälle auf einen Verstoß gegen Steuer- und Sozialgesetze, die offenbar in 15 % der untersuchten Unternehmen auftraten.

Was macht der Autor des Textes daraus? Eine fette Schlagzeile, nach der jeder siebte Schlachthofarbeiter schwarz arbeitet. Unwesentlich ist dabei offenbar, dass es richtigerweise heißen müsste, in jedem siebten Schlachthof wird wahrscheinlich schwarz gearbeitet und bei jedem dreißigsten Schlachthofarbeiter gibt es Verstöße gegen Steuer- und Sozialgesetze. Aber das klingt ja auch nicht so aufregend. Abgesehen davon, wo liegt das Problem? Gönnt da jemand den Fachkräften aus Süd- und Osteuropa ihren Broterwerb nicht?

Update: Marian korrigiert mich freundlicherweise, dass nicht jeder dreißigste Schlachthofarbeiter gegen Gesetze verstoßen hat, sondern dessen nur verdächtigt wurde. Unterm Strich hat bei 64 Verfahren jetzt nur jeder hundertfünfzigste Schlachthofarbeiter ein Bußgeld- oder Strafverfahren am Hals.

Helmut Schmidt - Deutschlands mutigster Raucher?

Gestern hat ein Freund in trauter Runde erzählt, dass er im Oktober zusammen mit Helmut Schmidt an einer Diskussion in einem Hotel in Shanghai teilgenommen habe. Da es sich um ein amerikanisches Luxus-Kettenhotel gehandelt habe, sei striktes Rauchverbot selbstverständlich gewesen. Als nun Schmidt Anstalten machte, sich eine Zigarette anzuzünden, sei er höflich von einem Hotel-Angestellten auf dieses Rauchverbot hingewiesen worden. Daraufhin habe Schmidt den Hotel-Angestellten etwa 30 Sekunden lang gemustert (wohl ungefähr so, wie er einen Ypsilanti-Wahlkampfspot mustern würde) und dann angefangen zu rauchen - was den Hotel-Angestellten dazu veranlasste, davonzurennen und drei Minuten später mit einem Aschenbecher wiederzukommen.

Abends habe ich dann gelesen, dass Schmidt angezeigt worden sei, weil der Anzeigende ein Foto in der BILD-Zeitung gesehen habe, das den rauchenden Schmidt bei einer Veranstaltung in Hamburg abbildete.

Der Süddeutschen Zeitung war das einen ellenlangen Kommentar wert  (den ich nicht gelesen habe), der wiederum Don Dahlmann dazu veranlasst hat, von der SZ als täglicher Online-Lektüre Abstand zu nehmen.

Bei allem, was man dazu schreiben könnte, sind folgende Fragen bei mir vorherrschend: Was sind das für Leute, die jemanden aufgrund eines Fotos in der BILD-Zeitung anzeigen? Und kann man nicht wenigstens für Bundeskanzler a.D. eine Ausnahme vom Rauchverbot machen?

High-Tech-Handys am Steinzeitkopf

Marian fragt, warum Politiker mit Kapitalismus-Kritik und Nokia-Schelte immer wieder durchkommen. Weil sie sich an die Denkmuster eines großen Teils der Bevölkerung anpassen. Bryan Caplan hat die instinktiven Fehlschlüsse des Durchschnittswählers sehr gut zusammengefasst. Paul H. Rubin liefert einen plausiblen evolutionspsychologischen Erklärungsansatz:

Our primitive ancestors lived in a world that was essentially static; there was little societal or technological change from one generation to the next. This meant that our ancestors lived in a world that was zero sum — if a particular gain happened to one group of humans, it came at the expense of another.

This is the world our minds evolved to understand. To this day, we often see the gain of some people and assume it has come at the expense of others. Economists have argued for more than two centuries that voluntary trade, whether domestic or international, is positive sum: it benefits both parties, or else the exchange wouldn’t occur. Economists have also long argued that the economics of immigration — immigrants coming here to exchange their labor for money that they then exchange for the products of other people’s labor — is positive sum. Yet our evolutionary intuition is that, because foreign workers gain from trade and immigrant workers gain from joining the U.S. economy, native-born workers must lose. This zero-sum thinking leads us to see trade and immigration as conflict (”trade wars,” “immigrant invaders”) when trade and immigration actually produce cooperation and mutual benefit, the exact opposite of conflict.

Was er “Folk Economics” nennt, hatte ich hier vor einiger Zeit zusammengefasst.
Ausführlicher kann man es in diesem Aufsatz nachlesen. Noch mehr dazu gibts in seinem Buch “Darwinian Politics: The Evolutionary Origin of Freedom“.

Die frohe Botschaft

Dem Wunsch eines Kommentators (Milfweed) nach einer erfreulichen Nachricht komme ich doch gern nach: Nokia liefert allen Kunden das Geld für eine Spende an die “Opfer von Bochum” eigenhändig. Nokia-Handys sind im Durchschnitt um 6 Euro billiger geworden.

Wikipedia, der Schrecken des Establishments

Bei John Gapper habe ich das hier gefunden:

Klaus Kleinfeld, the former chief executive of Siemens, described his reaction to the growing influence of Wikipedia concisely at a Davos breakfast this morning: “Scary. Absolutely scary”.

The thing that intimidated him most was that “the person who was editing my site [The page devoted to Mr Kleinfeld in the German language Wikipedia] was a 15-year-old schoolkid in Germany.”

Mr Kleinfeld left Siemens after the company was engulfed in a bribery scandal and is now president of Alcoa. He had a tussle over his Wikipedia entry, which at one point included an unfounded suggestion that he and his wife were separating.

Siemens’ public relations department corrected the entry but there was controversy over whether it should have done so. The incident ended with Mr Kleinfeld’s entry being suspended.

Nun bin ich wohl auf ewig vor der Gefahr gefeit, einen Wikipedia-Artikel gewidmet zu bekommen (zumindest keinen, der sich länger als 1 Minute halten kann ;-)), aber ich kann sehr gut verstehen, dass es dem Herrn Kleinfeld etwas mulmig wird, wenn sein Eintrag in einem der wichtigsten Online-Medien dieser Tage von einer Person bearbeitet wird, die noch nicht einmal voll geschäftsfähig ist und dann auch noch Gerüchte über sein Privatleben darin verbreitet werden.

Auf der anderen Seite wird immer gerne Kritik laut, sobald eine Organisation oder eine Person sie selbst betreffende Einträge verändert.

Ich fürchte, es wäre tatsächlich etwas zu optimistisch zu erwarten, dass gerade bei kontrovers diskutierten Einträgen die Mischung aus Inkompetenz, Lobbyismus, PR und Kreuzrittertum einen halbwegs objektiv gehaltenen Eintrag ergibt.

Hochzeit der Hedonisten

Früher waren Partnerschaften und Ehen ein Mittel zur Ausnutzung von Spezialisierungsvorteilen in der Haushaltsproduktion. Da die Produktion gegenüber dem gemeinsamen Konsum im Vordergrund stand, waren Unterschiede der Partner in den Fähigkeiten und Interessen in verschiedenen Lebenssphären eher nützlich. Im Zeitalter der zunehmenden wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Partner wandelt sich das klassische Partnerschaftsmodell zu einer hedonistischen Beziehung, bei der eine gemeinsame Freizeitgestaltung und gemeinsamer Konsum immer größeres Gewicht erhalten. Daher gewinnen komplementäre Interessen sowie die Ähnlichkeit der Partner in Bezug auf Alter, Intelligenz und sogar Beruf zunehmend an Bedeutung.

Diese These führt Betsey Stevenson and Justin Wolfers zu der Vermutung, dass die hohe Scheidungsrate von in den 70igern geschlossenen Ehen durch diese Übergangsphase geprägt worden ist. Nach dem alten Produktionsmodell ausgewählte Partner halten den Ansprüchen einer konsumzentrierten Ehe nicht mehr stand. Sehr interessant.

Via EconLog.

Kleingärtner 2.0

Kleingärtner # 1: Auf dem Dach Deines Gartenhäuschens liegt Müll!

Kleingärtner # 2: Kann nicht sein!

Kleingärtner # 1: Ist aber so!

Kleingärtner # 2: Woher weißt Du das?

Kleingärtner # 1: Hab’ ich gestern abend bei Google Earth gesehen.

Die Geschichte wollte ich schon längst mal erzählen. Ich weiß auch nicht, warum sie mir gerade heute wieder eingefallen ist ;-)

Ökos auf großen Füßen

“Wasser predigen und Wein trinken” ist wohl nicht nur ein häufiger Vorwurf gegenüber ein paar handverlesenen Politikern, Stars und Ökoaktivisten, die mit ihrem Ökomarketing den Globus überziehen und dabei oft nicht nur eine Menge heißer Luft, sondern auch reichlich Klimagase produzieren. Nein offenbar sind unsere Mitbürger, die sich selbst als umweltbewusste Konsumenten bezeichnen, generell Menschen mit besonders großem ökologischen Fußabdruck. Jedenfalls zeigen Umfrageergebnisse, dass die Ökos unter den britischen Verbrauchern, mit größerer Wahrscheinlichkeit Flugreisen unternehmen und ein Auto besitzen als der Durchschnittsbürger. Ein ähnlicher Trend gilt für Frankreich und die USA.

Expertenurteil

Deutschland ist das Land der Klimaexperten. Immerhin scheut sich inzwischen keine wissenschaftliche Disziplin mehr davor, ihren Senf zum Thema Klimawandel abzugeben. So auch die verantwortliche Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache für das Wort des Jahres, die “Klimakatastrophe”:

Klimakatastrophe wurde als Wort des Jahres gewählt. Dieser Ausdruck kennzeichnet prägnant die bedrohliche Entwicklung, die der Klimawandel nimmt.

Zwar soll mit der Wahl dieser “verbalen Leitfossilie” keine Wertung bzw. Empfehlung verbunden sein, doch lese ich diese Entscheidung etwas anders. Immerhin wird mit dieser Wortwahl das Ergebnis eines globalen Klimawandels vorweggenommen, über dessen Folgen sich nicht einmal die Klimaexperten einig sind, geschweige denn sicher voraussagen lassen. Ähnlich geartet erscheint auch die Wahl der Nummer 2 des “Unwort des Jahres”, der Begriff “klimaneutral”, der nach Expertenansicht ein Versuch der Verschleierung einer Steigerung des Kohlendioxidausstoßes sei. Selten hat man eine so “wertungsfreie” Wortwahl eines so wenig mit dem notwendigen theoretischen Rüstzeugs zur Beurteilung dieser Fragen  ausgestatteten Gremiums vernommen. Sehen so die Ergebnisse des langjährigen Kampfes um eine breitere Gemein(ein)bildung aus?

Ist sicher immer sicher?

Charles Wheelan fragt sich, ob Kindersitze für Kinder ab 2 Jahren wirklich sicherer sind als normale Gurte, eine eingeschränkte Fahrerlaubnis für Anfänger mehr Sicherheit auf den Straßen bringt, Helme Leben retten und wie gefährlich automobile Rentner sind. Und er findet interessante Antworten…

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