Wussten Sie schon…

… dass russische Atomraketen mit Ziel Nordamerika nie über Polen fliegen würden?

Kleiner Tipp: Die Erde ist - jüngsten Erkenntnissen zufolge - keine Scheibe!

Kadavergehorsam

Man mag die 1000 US-$ teure Applikation für das iPhone “I Am Rich”, deren Funktion einzig und allein darin besteht einen Beleg für den Reichtum des Besitzers zu präsentieren, mögen oder nicht. Deshalb kann man sie kaufen oder es angewidert bis unbeeindruckt bleiben lassen. Falsch, denn nachdem es politisch korrekten Protest hagelte hat Apple die Software unterwürfig aus seinem Angebot entfernt. Schöne neue Welt, der Zeitgeist befiehlt jetzt schon was in den Läden liegen darf und was nicht. Wenn das so weiter geht brauchen wir nicht einmal mehr eine Regierung die uns bevormundet. Es gibt ja genug Sitten- und Konsumwächter unter uns.

Was zu den deutsch-amerikanischen Beziehungen

In den USA wird demnächst ein neuer Präsident gewählt. Ich sehe es nicht als meine Verpflichtung an, mich für einen der beiden Kandidaten zu entscheiden. Zumal ich mittlerweile vermute, dass die Außenpolitik beider sehr, sehr ähnlich sein wird. Ich hatte früher McCain ein leichtes Prä zugestanden aufgrund seines “Track Records”, aber in einer seltsamen Umkehrung des üblichen US-Wahlkampf-Rezepts scheint sich dieser Kandidat im Vorwahlkampf offen und im Hauptwahlkampf parteinah zu geben. Dass McCain für Freihandel steht, Obama aber nicht (siehe auch die Rede an der Siegessäule), ist ausschließlich ein Problem der Amis. Und ich glaube mittlerweile Obama seine Irak-Rhetorik nicht mehr, was sich in meiner Beurteilung zu seinen Gunsten auswirkt. (mehr…)

Kleingedrucktes

Stellen wir uns mal einen Moment vor, ein US-Präsident namens Obama legte den begeisterten Zuschauern an der Berliner Siegessäule und den ihren Sympathien endlich freien Lauf lassenden deutschen Fernsehkommentatoren einen Vertrag vor, den sie unterschreiben sollen. (mehr…)

Wo bleibt das Kummertelefon?

Ein treffendes Zitat des kanadischen Ökonomen Ross McKitrick zu einem Eintrag zur zweifelhaften politischen Neutralität des IPCC auf dem Blog Climate Audit:

A question I have put to some audiences, to sharpen their appreciation of the problem here, is: Suppose we uncovered proof that a company had falsified information, or omitted material facts, in its financial reports. We can easily find out the phone number of the agency that we should contact to investigate and, if necessary, prosecute. Now suppose we find clear proof that the IPCC falsified information or omitted material facts in its report to governments. What is the phone number of the agency we can contact to investigate and, if necessary, prosecute?

If anyone knows it, let me know because I want to tell them some things.

Die spinnen die Amis…

… was Warren Meyer sehr treffend kommentiert:

Who knew that one small piece of technology could turn a group of wealthy American urbanites into third world refugees.

Bei aller persönlichen Technikbegeisterung, den Hype muss mir jemand erklären…

Zu viel Eigentum?

Wenn die Fiktion des “geistigen Eigentums” zu immer größeren Transaktionskosten und immer größeren Einschränkungen der persönlichen Freiheit führt, ist es an der Zeit, sie durch eine sinnvollere Institution zu ersetzen. (mehr…)

Der Durchschnittsökonom

Im Prinzip kann ich Rayson in seiner Einschätzung nur zustimmen, Paul Krugman bliebe ein ausgezeichneter Ökonom. Doch was hilft es, wenn die politische Agenda diese Eigenschaft zu einer Karikatur ihrer selbst macht. So äußert sich Krugman in dem o.g. Interview zur Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten und Frankreich:

In Amerika denkt man, der europäische Arbeitsmarkt sei schwach. Dabei hat der Durchschnittsfranzose statistisch genauso wahrscheinlich einen Job wie ein Amerikaner.

Sicherlich wird sich die Beschäftigungswahrscheinlichkeit eines durchschnittlich ausgebildeten Franzosen durchschnittlichen Alters nicht so sehr von seinem durchschnittlichen amerikanischen Zeitgenossen unterscheiden. Schließlich haben es nicht so sehr die durchschnittlich ausgebildeten Arbeitskräfte jüngeren bis mittleren Alters schwer am Arbeitsmarkt, sondern eher ihre Landsleute mit unterdurchschnittlicher Ausbildung und überdurchschnittlichem Alter. Genau diese Gruppen der Arbeitkräfte sind es jedoch, die in Europa aufgrund der Arbeitsmarktregulierung deutlich schlechtere Karten als ihre amerikanischen Kollegen haben. Anders lässt sich die Diskrepanz zwischen Krugmans Feststellung und des doch erheblichen Unterschied in der Arbeitslosenquote zwischen Frankreich (8,3%) und den USA (4,6%) kaum erklären.

Da Krugman in seinem Wahlkampf jedoch offenbar den Medianwähler anspricht, dessen politische Präferenzen entsprechend der individuellen Betroffenheit etwa in der Mitte des Spektrums sozialer Problemwahrnehmung angesiedelt sind, scheinen ihn die Problemfälle, die den Unterschied des französischen (europäischen) und amerikanischen Arbeitsmarktes im Wesentlichen ausmachen, offenbar wenig zu stören. So wie der Durchschnittsarbeiter in Frankreich und den USA einen Job bekommen dürfte, schaffen es auch Ökonomen dies und jenseits des Atlantik mit durchschnittlich eleganten semantischen Tricks ihren politischen Präferenzen in der Presse wirksam Ausdruck zu verleihen.

Gegenüberstellungen (I): Die Obama-Legende

Beim IuF-Blog wird In einem anderen Zusammenhang auf die Wahlkampftätigkeit Paul Krugmans verwiesen. Für mich Anlass, es meinem Kollegen Boche nachzutun und auch eine kleine Serie zu starten, an der sich die geschätzten Mitautoren natürlich beteiligen können.

Paul Krugman im Tagesspiegel am 5. Juli 2008 (Fragesteller kursiv):

Ließen sich die Risiken eliminieren?

Natürlich, wir brauchen nur ein Basel II. Eigentlich brauchen wir nur ein Abkommen zwischen der Bank of England, der Europäischen Zentralbank und der Fed, das Hedge-Fonds und Investmentbanken zur Offenlegung zwingt. Bernankes Erfolg im Umgang mit der Krise wird vermutlich eher dazu führen, dass der politische Wille für mehr Regulierung wieder schwindet. Doch mit Obama im Weißen Haus und einer Mehrheit der Demokraten im Senat und Repräsentantenhaus sähe es natürlich ganz anders aus …

Telebörse vom 2. Juli 2008:

Die Wall Street will nicht nur; sie zahlt auch. Die Banken und Broker im New Yorker Finanzviertel haben bereits 9,5 Mio. Dollar in die Wahlkampfkasse von Barack Obama investiert – fast doppelt so viel wie auf das Konto von John McCain. Offizielle Unterlagen zeigen, dass vier der fünf größten Obama-Spender Angestellte von Goldman Sachs, UBS, JP Morgan und Citigroup sind.

P.S.: Im Gegensatz zu Methoden, die woanders sehr beliebt sind, wird hier natürlich differenziert: Das Zitat zeigt nur, dass Krugman politisch festgelegt ist - ein ausgezeichneter Ökonom bleibt er selbstverständlich dennoch.

Deutschland ist Europameister

Der Blick auf den Zustand einzelner Bäume liefert vielleicht manchmal falsche Eindrücke über die Größe des Waldes. In bestimmten Kreisen gilt es als angesagt, gerade Deutschland einen besonders restriktiven Umgang mit Flüchtlingen vorzuwerfen. Dass es den im Einzelfall durchaus gibt, könnte aber etwas damit zu tun haben, dass diese Menschen in andere Länder erst gar nicht hineinkämen. (mehr…)

Peinlicher deutscher Auftritt

Nein, ich meine nicht die Nationalmannschaftskicker (dazu am Wochenende mehr), sondern natürlich die Größte Koalition aller Zeiten.

Es soll jetzt den Bürgern überlassen bleiben, ob sie ihre Fingerabdrücke im neuen Personalausweis speichern lassen wollen. Bei allem Verständnis für unpolitische Koalitionsarithmetik : Für wie hohl muss ein Politiker seine Wähler halten, wenn er ein solches Bedürfnis bei ihnen annimmt?

Ohne irgendein nutzloses Sachgeschenk jedes Jahr geht da gar nichts…

Kindesmissbrauch

Das australische Staatsfernsehen ABC schärft Kindern mit dem Umwelt-Frage-Antwort-Spiel “Planet Slayer” ein, dass die Emission von Klimagasen eine moralische Rechtfertigung für ein vorzeitiges Ableben ist. Wer sein Klimagasbudget durch Transport und Konsum verbraucht wächst sich je nach Lebensstil zu einem fetten Schwein aus und muss deshalb nach mehr oder weniger kurzer Zeit mit lautem Knall, eine Blutlache zurücklassend, elendig zu Grunde gehen. Reichtum führt dabei zu einem besonders schnellen Tod. Ökofanatismus der finstersten Art. Den Machern dieses Spiels fehlt es nicht nur völlig an wissenschaftlicher Kompetenz, sondern auch an einem Mindestmaß an moralischem Anstand. Der arme australische Steuerzahler…

Via Climate Skeptic.

FTD-Kolumnisten für Obama

Während der typische Salonlinke sich noch darüber empört, dass bei SPON nicht alle der Obamania verfallen sind, wird bei der FTD ganz offen für den wahrscheinlichen Kandidaten der Demokraten zur US-Präsidentschaftswahl Partei ergriffen.

Nun ist es ja nicht so, als gäbe es überhaupt keine Gründe dafür. (mehr…)

Fluchthelfer

Zähneknirschend nimmt die ultralinke Blogosphäre die diesjährige Verleihung des Milton-Friedman-Preises des Cato-Institute an den venezuelanischen Studentenführer Yon Goicoechea auf. Dabei wird ihm nicht nur sein erfolgreicher Einsatz gegen die undemokratische Machtmaximierung von Hugo Chavez via Verfassungsreform und die Annahme des Preisgeldes zum Vorwurf gemacht, nein auch seine ganz private Initiative als Miteigentümer eines Kofferherstellers ist den Klassenkämpfern suspekt. Schließlich wurde dem Startkapital der Firma noch eine öffentliche Finanzspritze als Wirtschaftsförderung beiseite gestellt. Einmal abgesehen davon, dass die benachbarten Blogger sich nicht gerade aufs Kalkulieren von Wechselkursen verstehen und diese Tatsache ganz kräftig zu ihrem Gunsten ausnutzen, wundert man sich, seit wann die Linke etwas gegen öffentliche Fördergelder hat. Sind sie doch sonst die Ersten, die der Meinung wären, man müsste kleinen Leuten mit öffentlichen Mitteln unter die Arme greifen. Es gibt offenbar ein Problem: Auch in einer Ideologie der Gleichheit sind nicht alle gleich, vor allem, wenn sie nicht auf der richtigen Seite stehen. Oder nimmt man ihm auch noch übel, dass er denjenigen die Venezuela den Rücken kehren wollen mit seinen Koffern noch das notwendige Fluchtequipment liefert?

Störrische Amis

Während “pro-westliche” Blogger uns jeden Tag aufs Neue beweisen, wie erfolgreich der Irak-Krieg doch ohne jeden Zweifel war, üben sich nur diese defätistischen Amerikaner wieder im Anti-Amerikanismus, indem sie sich Gedanken darüber machen, warum Schönredner eigentlich so populär sind.

Ostermärsche mal wieder

Gerade im Radio gehört: “In diesem Jahr soll es bei den Ostermärschen vor allem um die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan gehen”. In diesem Jahr?!? Geht es nicht seit einigen Jahren jedes Jahr um die gleichen Einsätze? Wäre es nicht sinnvoll, sich diesmal vielleicht den Auseinandersetzungen in Tibet zu widmen? Oder dem Bürgerkrieg in Niger und Mali? Oder dem Kampf der FARC und der ELN in Kolumbien, der fast zu einem großen Krieg in Südamerika geführt hätte? Möglicherweise dem Bürgerkrieg in Sri Lanka, wo die Regierung im Januar den Waffenstillstand gekündigt hat?

Würde man sich um diese Konflikte kümmern, hätten die Ostermärsche einen wirklichen Sinn. Sie würden nämlich die Aufmerksamkeit der Menschen auf vergessene Kriege lenken und darauf, dass wir vom weltweiten Frieden noch sehr weit entfernt sind. Man würde ein echtes Engagement für den Frieden zeigen.

So, wie die Ostermärsche sind, zeigen sie nur eines: Dass auch die sonst marginalisierten Kommunisten mit Antiamerikanismus immer noch viele Menschen auf die Straße bringen.

Déjà vu

Kann mir mal einer auf die Sprünge helfen?

Da verfolgt ein Staat Terrorgruppen, die Bürger von ihm als Geiseln genommen haben, erfolgreich bis in grenznahe Gebiete des Nachbarstaats hinein. Aber statt dass der Nachbarstaat sich Gedanken darüber macht, warum sich Terrorgruppen auf seinem Terrain so wohl fühlen, attackiert er den Staat wegen der Grenzverletzung. Und ein dritter Staat springt ihm bei. Grenzen dominieren über Menschenleben.

Mir kommt das bekannt vor.

Huch?! Da ist ja Krieg!

Als selbsternannter außenpolitischer Sprecher dieses Blogs muss ich wohl etwas sagen, wenn in Gaza Islamisten was auf die Mütze bekommen* und die EU wie auch die UNO plötzlich merken, dass dort Krieg herrscht. Was sie bislang wohl übersehen hatten.

Aber muss ich denn was sagen? Wo Lila das doch mal wieder viel authentischer kann?

* Natürlich jammert mich jedes palästinensische Kind, das zu Tode kommt - falls die berichteten Fälle denn nicht wieder palästinensische Propaganda waren.

It’s health care, stupid

Clive Crook skizziert Gemeinsamkeiten und Unterschiede der wahrscheinlichen Präsidentschafts-Kandidaten von Demokraten und Republikanern, mit einer interessanten Schlusspointe: In den Positionen zur Zukunft der Krankenversicherung kristallisiert sich der Konflikt heraus.

Teures Vergnügen

Der Abschuss des amerikanischen Spionagesatelliten ist zwar geglückt, war aber nach Ansicht von Roger Pielke Jr. ein unerhört teures Vergnügen. Wie der amerikanische Politologe vorrechnet, kostete die Rettung eines Menschenlebens mit dieser Maßnahme etwa 2 bis 3 Milliarden US-$. Angesichts der üblichen Wertansätze für ein Menschenleben in Kosten-Nutzen-Analysen von rund 2 bis 4 Millionen US-$ kann man davon ausgehen, dass der unmittelbare Sicherheitsaspekt für den Menschen wohl nur von untergeordneter Bedeutung für den Abschuss war.

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