Nimm zwei!

Wird Fliegen bald teurer oder nicht? Da Kinder ab morgen im Flugzeug mit dem Loop-Belt gesichert werden müssen, obwohl der TÜV sie aufgrund von Crash-Tests für gefährlich hält und den Eltern die Buchung eines Extraplatzes empfiehlt, dürften besorgte Eltern wohl in Zukunft aus Angst um ihre Sprösslinge eine etwas höhere Zahlungsbereitschaft für die Urlaubsreise entwickeln. Andererseits erhöht sich der Preis für die Fliegerei, was wiederum zur relativen Nachfragesenkung führen dürfte. Wie dem auch sei, eine Verordnung mit Folgen.

Noch besteht Hoffnung

Laut einer Allensbach-Umfrage ist nur ein Drittel der deutschen Bevölkerung für ein bedingungsloses Rauchverbot in Restaurants. Zwar dürfte sich nach dieser Erhebung die überwiegende Mehrheit der Deutschen für staatliche Zwangsmassnahmen in privaten Gastronomiebetrieben aussprechen, doch scheint dem Durchschnittsdeutschen noch nicht das letzte Bisschen Toleranz abhanden gekommen zu sein.

Trimm dich!

Die Nationale Verzehrstudie enthüllt, dass Übergewicht vor allem ein Bildungsproblem ist. Weshalb die SPD-Bundestagsfraktion eine auch für den letzten Deppen verständliche Gutes-Essen-Böser-Fraß-Ampel auf jede Futterverpackung pappen lassen will. Doch Achtung, wie ein bekannter Fernsehmoderator belegt, kann man sich aber nicht einfach auf eine grüne Ampel verlassen. Eben, weil Übergewicht ein Bildungsproblem ist und das Abnehmen simplen physikalischen Gesetzen gehorcht.

Eine informierte Entscheidung?

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen das Rauchverbot in Gaststätten mit der Begründung verworfen, der Gesundheitsschutz der Bevölkerung müsse höher bewertet werden als die Nachteile für die Raucher. Mal abgesehen davon, dass sich noch niemand die Mühe gemacht hat die Nachteile für die Raucher zu quantifizieren, frag ich mich immer wieder, wo eigentlich der große Gesundheitsgewinn für die Nichtraucher liegen soll? Zwar mögen sich die 30% höheres Lungenkrebsrisiko für Nichtraucher zunächst hoch anhören, doch wenn man sie in Beziehung zum absoluten Risiko einer Lungenkrebserkrankung von knapp 0,5% für Nichtraucher setzt, dann steigt das Risiko auf gut 0,6% an. Wie schön, dass unsere obersten Gesetzeshüter so kleinlich sind…

So liebe ich die Blogosphäre

Was Ökonom Paul Krugman allein aufgrund seiner ideologischen Brille ignoriert und Tyler Cowen zwar hinterfragt, aber wohl aus Zeitgründen nicht überprüft, deckt Warren Meyer auf seinem Coyote Blog als methodischen Bullshit auf. Übrigens, dieser Mann betreibt mit Climate Sceptic eine sehr informative Seite zum Rummel um den Klimawandel, auf der auch der ebenso informative “A Layman’s Guide to Man-Made Global Warming” zu finden ist.

Ein Tag im Kundencenter einer deutschen Krankenkasse

Dokumentiert von Sibylle Herbert in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Die Reportage endet so:

[Die Kundenberater] müssen gute Miene zum bösen Spiel machen. Sie müssen sich das Gemecker anhören und gleichzeitig die gesetzlichen Regelungen durchsetzen. Die Kundenberaterin Susanne Schmalen wünscht sich, dass diejenigen, die für diese Regelungen verantwortlich sind, sie den Versicherten einmal selbst erklären müssten. »Die Ulla Schmidt, die hätte ich ganz gerne einmal einen Tag hier.«

Freier Organhandel - Pro und Contra

Um Karstens Kommentarbereich nicht mit thematisch Danebenliegendem zu versaubeuteln, greife ich Björns Fragen zu meiner kurz angedeuteten Diskussionsbereitschaft hinsichtlich des Themas eines freien Organhandels hier auf.
(mehr…)

Greg Mankiw über das Gesundheitssystem der USA: Linkliste

Manchmal ist das mit dem Web2.0 ja nicht so ganz einfach, deshalb hier meine Linkliste zu Greg Mankiw’s Artikel “Beyond Those Health Care Numbers” in der New York Times von heute (?):

Ist es schlimm, wenn 47 Millionen Amerikaner nicht krankenversichert sind? (Statler, Antibürokratie-Team; einige Kommentare)

Is Health Care Unaffordable or do Millions of Americans Just Have Other Priorities? (Jörg Wolf, Atlantic Review; nur ein Kommentar bis jetzt)

Is Health Care Unaffordable or do Millions of Americans Just Have Other Priorities? (Jörg Wolf, The Moderate Voice; Cross-Posting des o.a. Artikels mit einigen Kommentaren bis jetzt)

Mankiw’s “True but Misleading Health Facts” (Jonathan Adler, The Volokh Conspiracy; sehr viele Kommentare)

Mankiw: Beyond Those Health Care Numbers (Mark Thoma, Economist’s View; sehr langer Blog-Eintrag, sehr viele Kommentare)

Mark Thoma Is Unhappy with Greg Mankiw… (Brad DeLong, Grasping Reality with Both Hands)

Mir will mal wieder scheinen, als diskutierten die Amis über einen Zeitungsartikel intensiver und sachlicher als wir über die ganze “Gesundheitsreform”.

(mehr…)

Vorwärts!

Der Kollege Martin Hagen hat einen lesenswerten Artikel aus dem “Vorwärts” ausgegraben. Ein Beitrag, der zeigt, dass Widerstand gegen eine zunehmende Bevormundung und die Formung der Bevölkerung nach dem einen oder anderen Ideal weder “links” noch “rechts” sind.

Der Bundesgesundheitsminister empfiehlt…

SPON gibt sich überrascht: Die Enthaltsamkeits-PR, die manche Organisationen in den USA losgetreten haben, zeigt keine Wirkung bei den AIDS-Neuinfizierungen. Die naheliegende Erklärung, die auch durch Studien erhärtet wird: Die Appelle verhallen ungehört. Also nur eine winzigkleine Minderheit scheint auch tatsächlich das zu tun, was sie öffentlich predigt. Ist ja nicht so, dass wir dieses Phänomen noch nie erlebt hätten…

Wovon SPON nicht berichtet, schreibt aber Steven E. Landsburg in seinem Buch “More Sex Is Safer Sax” (meine aktuelle Lektüre). Eine gekürzte Version des entsprechenden Kapitels erschien bereits 1996 bei “Slate”. Diejenigen, die da so nett und rührend vor vielen Kameras ihren festen Willen zur Keuschheit bekunden, sollten, wenn es um eine Verringerung der Gefahr geht, an AIDS zu erkranken, nicht etwa weniger, sondern sogar mehr Sex haben. Das wäre doch mal eine Kampagne wert, Frau Schmidt!

Nachtrag:

Ein Klugscheißeraufmerksamer, netter Leser dieses Blogs macht darauf aufmerksam, dass es keine “AIDS-Neuinfizierungen” gebe, sondern höchstens HIV-Neuinfektionen. Ich bitte um freundliche Beachtung.

Hase und Igel oder: Der Blogger als Prophet

Was die rot-grünen Herren der Stadt wohl machen, wenn jetzt einer auf die Idee kommt, bei hohem Eintritt “jedes Getränk 1 Cent” auf die Plakate zu schreiben?

fragte Karsten vor einem Monat in diesem Blog.

Die Antwort ist einfach: Vor Gericht ziehen - und gewinnen (”Gericht stoppt Flatrate-Party“, Hannoversche Allgemeine Zeitung):

(…) Geschäftsführer Louis Meyer wollte am Freitag auf seinem selbsternannten “10 Cent Hammer Event” Wodka-Energy-Drinks für jeweils zehn Cent verkaufen. Nach Ansicht des Gerichts verleite dieser “bei Weitem nicht kostendeckende Preis das überwiegend jugendliche Publikum zu einem die Gesundheit gefährdenden Alkoholkonsum”. (…)

(…) Das Gericht untersagte den Verkauf von Zehn-Cent-Drinks nach dem Gaststättengesetz, wie es Richter zuvor der Stadt geraten hatten: Wer solchem Alkoholmissbrauch Vorschub leiste, gefährde die Gesundheit seiner Gäste.(…)

Der Wirt hat allerdings schon eine neue Idee. Und die Stadt prüft, ob sie dagegen vorgehen wird.

Herzlichen Glückwunsch, Karsten! Du hast Dich nur um 9 Cent verschätzt! (Wenn ich Dir übel wollen würde, sagte ich, dass Du Dich um den Faktor 10 verschätzt habest ;-))

Otto, the notorious creeping socialist

Aus einer (positiven) Rezension des neuen Films von Michael Moore über das amerikanische Gesundheitssystem (”Sicko“) in der Los Angeles Times (Links hinzugefügt):

What Moore is doing with many of these anecdotes and interviews is countering what he considers to be the domestic myths that have grown up around government-sponsored healthcare, such as the idea, a favorite of Ronald Reagan’s in his pre-presidential days, that it was the first step toward a communist takeover. (Not quoted but called to mind by all this was a college professor of mine who liked to remind students that the earliest universal healthcare in Europe came courtesy of “that notorious creeping socialist, Otto von Bismarck.”)

(mehr…)

Sie lieben uns doch alle

Ein gewisser Herr Zängl, seines Zeichens Soziologe, fühlt sich dazu berufen, wieder einmal das Templimit auf Autobahnen herbeizuschreiben. Und ein Herr Pander vom “Spiegel” ist ob des Gesinnungsgenossen so erfreut, dass er gar nicht mehr auch nur den Anschein journalistischer Distanz erwecken möchte.

Die Argumente, die gegen ein Tempolimit vorgebracht werden, entkräftet Zängl gleich zum Auftakt.

Da wissen die Leser doch gleich, woran sie zu sein haben: Zängl hat recht, und die anderen haben unrecht. (mehr…)

Mal hinschauen

Der gute Herr Kyprianou scheint zu denken, die EU-Bürger seien nur Pixel in seinem Aufbau-Strategiespiel. Kann dem Mann mal einer eine Kopie von “Anno 1701″ schenken, damit er uns mit seinen Bevormundungen in Ruhe lässt?

Ich frage mich, was der Typ sich ausdenkt, wenn unersättliche EU-Bürger auf angeordnete Reduktionen von Fett- und Zuckeranteil in Produkten einfach mit Mehrkonsum reagieren. Gibt es dann Lebensmittelmarken? Auch der Blockwart, der seine Nachbarn zum Sport treibt, scheint zur zwangsläufigen Folge von EU-Logik zu werden.

Aber das ist ja “Europa” und damit sakrosankt.

Verschlimmbessert

Ich habe jetzt den Autor des “Ärztehasserbuchs” sowohl im “Nachtcafé” als auch bei “Kerner” erlebt.

Mal abgesehen davon, dass der Mann einfach nicht zugeben will, dass der Titel seines Werks dem einer ganzen Reihe geschuldet ist (u.a. gibt es auch das “Lehrerhasserbuch”), beunruhigen mich die Reaktionen viel mehr. Hat der Autor und Mediziner Bartens im “Nachtcafé” noch eher Bestätigung von Kritikern und Outsidern des Betriebs der gesetzlich finanzierten Medizin erfahren, versuchte bei “Kerner” der Vorsitzende des Hartmann-Bundes, Dr. Kuno Winn, die Kritik durch eifrig vorgetragene “Ad-Personam”-Argumentationen gegen den Autor zu unterbinden. Ginge es nach Winn, dürfte niemand Kritik üben, der nicht selbst jahrzehntelang Arzt geblieben sei. Sobald die Fälle konkret wurden, versuchte sich der Funktionär aber von seinen vollmundigen Allgemeinbehauptungen ins selbe Reich der persönlichen Erfahrung zu retten, das er Bartens nicht zugestehen wollte.

Vor allem dieser Auftritt ließ mich wirklich zweifeln.

P.S.: Wohl nur ein Zufall, dass der Web-Auftritt des Hartmannbundes ohne Javascript ein Chaos ist.

Wo bleibt der Aktionsplan gegen Oralsex?

Liebe B.L.O.G.-Rezipienten, haltet Euch fest, es folgt das erste Spiegel Online - Lob meinerseits:

(mehr…)

Der nächste fette Aktionsplan

Untätigkeit kann man der GroKo nicht gerade vorwerfen. Heute stellen der Horst und die Ulla den nächsten Aktionsplan vor; diesmal soll es der Fettleibigkeit an den Kragen gehen. Die einzelnen Maßnahmen gibt es kurz gefaßt hier: Fünf-Punkte-Plan gegen Fettleibigkeit. Einigen Verbraucherinnenschützerinnen reicht das selbstverständlich nicht. Das von Frau Künast geforderte Werbeverbot für bestimmte Produkte wird wohl nicht ausreichen - wie wäre es gleich mit einem Verkaufs- und Verzehrverbot? Wer eine nicht geringe Menge Gummibärchen mit sich führt, kommt gleich vor ein Schnellgericht. Und wer Schnellgerichte zu sich nimmt, wird für zwei Tage eingelocht.

Wie auch beim Klimaschutz sollte m.E. für das Bundeskabinett gelten: Fangt doch erstmal bei Euch selber an. Wenn Steuergeldverschwendung Kalorien verbrennen würde, wäre Ulla Schmidt wohl nicht von Victoria Beckham zu unterscheiden.

Nichts für Kalle

… ist das Bayreuther Modell einer zukunftsfähigen Krankenversicherung in Deutschland. Denn da geht es um ökonomische Überlegungen und Fakten, und nicht um geforderte Zwangsregelungen, die allein durch Antipathien sozialdemokratischer Grundierung motiviert sind.

Ein Einstieg in dieses interessante Modell ist im Blog “Wirtschaftliche Freiheit” zu finden.

———————————————————————–
(Kommentare bitte direkt dort.)

Grüne Bundestagsfraktion gegen Rauchverbot?

Was liest man da von der grünen Bundestagsfraktion? Das hier?
(mehr…)

Basteln mit Kalle

Kalle, der Fliegen-tragende Kämpfer für die möglichst bürokratische Lösung des gesundheitspolitischen Effizienzproblems bastelt wieder an seinen ständig defizitären “Versicherungs”systemen herum.

Und natürlich ruft er auch wieder nach der “sozial gerechten” Querfinanzierung dieses Staatsmurks durch jene, die das Glück hatten, sich in private Versicherungen zu flüchten.

Nächste Seite »

Bad Behavior has blocked 769 access attempts in the last 7 days.